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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 94

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 94 (sequence 94)
Language
German, English, Hebrew
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— 94 — ernung der Wahlorte zu* erklären. Es ist z. B. ein Auftrag von Cincinnati gekommen, zu einer Zeit, wo die Listen geschlossen werden mussten und es nicht mehr Zeit gewesen wäre, nach Amerika zu schreiben, ob der Betreffende das Mandat übernommen habe. Für diesen Fall wurde der Auftrag gegeben, einen Andern zu beauftragen. Dieser Fall ist mir bekannt. Das sind die 10 von den 14 angefochtenen Mandaten. Del. Dr. Friedemann : Es sind im ganzen 18 Mandate angefochten worden und die Wahlcommission hat einzelne Mandate gefunden, die auf den Congress übertragen wurden und nur mit Rücksicht auf diese Mandate ist diese Resolution gefasst worden. Vors. Präs. Dr. Herzl: Gegen die Resolution, insoferne sie künftig beobachtet werden solle, ist ja eigentlich nichts einzuwenden. Vors. Vicepräs. Dr. Nord au : Ich werde ersucht, die Verhandlung zu unterbrechen zur Bekanntmachung folgender Mittheilung: Heute nach Schluss der Vormittags-Sitzung findet eine dringende Sitzung der russischen Delegierten im Commissions-Zimmer statt. In Anbetracht der Wichtigkeit der zur Besprechung gelangenden Frage werden die Delegierten ersucht, rechtzeitig und vollzählig zu erscheinen. Ich bitte das ins russische und englische zu übersetzen. Del. Temkin (übersetzt ins Russische). Del. Whsse (übersetzt ins Englische). Del. Goitein : Ich wollte nur zu dem Acte der Wahlcommission bemerken, dass es mit diesen Anfechtungen nicht so weit her ist, wie Sie glauben. Wenn z. B. Jassy drei Delegierte wählt, beispielsweise mir oder einen andern ein Mandat überträgt — von mir ist dies nicht der Fall — so kann es dieser Gruppe egal sein, wenn der betreffende Delegierte sein Mandat einem andern überträgt. (Widerspruch.) Ich meine nur, dass der Betreffende, dem das Mandat übertragen wird, im Einverständnisse des Actionscomites oder einer Landesorganisation sein muss. Der betreffenden Stadt kann es dann egal sein, wenn sie überhaupt einen ausländischen Delegierten wählt, ob dies Herr Birken- 9 stein oder Herr Schurr oder Herr Dr. Herzl ist. Vors. Vicepräs. Dr. Nordau : Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass Sie verschiedene Programmpunkte durcheinanderwirren. Alles das, was Sie sagen, bezieht sich auf die Organisationsfrage und nicht auf die Prüfung der schon vorgenommenen Wahlen, Ich schreite nun zur Abstimmung. Jene Herren, welche die vom Referenten gestellten Anträge annehmen, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Die Anträge sind einstim m i g angenommen. Es liegt ein Antrag des Herrn Rabbiners Seim vor. Del. Rabbiner Seph : Herr Dr. Mandelstamm hat unter anderen auch an das körperliche Gedeihen des jüdischen Volkes erinnert und darauf aufmerksam gemacht, dass es sehr wünschenswert wäre, Turnvereine zu gründen. Ich möchte meinerseits beifügen, dass es sich nicht nur um die körperliche Gesundheit handelt. Es ist bekannt, dass die Turnvereine auch eine grosse culturelle Rolle spielen. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich nicht gut deutsch spreche, ich hätte auch lieber russisch gesprochen; es kommen aber durch die Uebersetzungen leicht Missverständnisse vor. Wir wissen, wie unter den slavischen Völkern in Oesterreich die Turn vereine verbreitet sind. Mein Antrag geht dahin, dass eine Coinmission gewählt werden solle, welche detailliert die Organisation ■der Turnvereine bearbeiten soll.

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