Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 41)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 41 - und allernächste Aufgabe in der Schaffung der Vorbedingungen für die Inangriffnahme und erfolgreiche Durchführung des Baseler Prograinmes zu bestehen habe. Es braucht nicht erst bewiesen zu werden, dass die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten ELeimstätte für ein Volk einerseits das Vorhandensein einer grossen, festgefügten, zieibewussten, in einheitlicher, planmässiger Weise vorgehenden Phalanx voraussetzt, candererseits beträchtliche materielle Mittel erfordert. Damit war der Weg. den wir zunächst einzuschlagen hatten, klar vorgezeichnet, undinderThat hat denn auch das Actionscomite sein Arbeitsprogramm planmässig nach diesen zwei Richtungen festgestellt, und wie gleich hinzugefügt werden soll, auch in die That umgesetzt. Die Gliederung und Zusammenfassung der Anhänger des Zionismus nach einheitlichen Grundsätzen und die Herbeischaffung der für die Verwirklichung der Endziele unserer Bewegung erforderlichen materiellen Mittel — Organisation und jüdische Golonialbank — das war Anfang und Ende unserer Sorge im abgelaufenen Amtsjahre. Innerhalb dieses Pvahmens liegt denn auch der grösste Theil unserer Arbeit. Dass über diese grossen Factoren auch die anderen im Programme unserer Bewegung gelegenen Aufgaben sowie die von dem Gongresse gegebenen Anregungen nicht vergessen wurden, werden Sie im weiteren Verlaufe dieses Berichtes zu sehen Gelegenheit haben. Bevor wir ins Detail eingehen, dürfte es vielleicht am Platze sein, die grossen und zahlreichen Schwierigkeiten zu erwähnen, die sich unserer Arbeit entgegenstellten. Ohnegleichen, wie die ganze , zionistische Bewegung, sind auch die Wege, die zu unserem Ziele führen. Kein Vorbild, an das man sich anlehnen, kein Muster, das man sich vor Augen halten, keine Erfahrung, auf die man sich stützen konnte! Vorsichtig tastend und prüfend musste daher Schritt für. Schritt vorgegangen werden, auf die Bedürfnisse und Interessen der gesammten Bewegung einerseits, auf die Eigenarten und Verhältnisse unserer Brüder in den Ländern, in welchen sie leben andererseits, unaufhörlich Rücksicht nehmend. Zu den Schwierigkeiten, die der ausserordentlich zeitraubende directe Verkehr mit über die ganze Erde zerstreuten, social und culturell so verschiedenartigen, auch sprachlich so differenten Elementen mit sich bringt, kam noch eine hinzu, das ist die Rücksicht auf die Beschlüsse des vorigen Gongresses. Bei dem Umstände, dass dieser der erste, somit als solcher notwendigerweise ein ungenügend vorbereiteter, gewissermassen improvisierter war, ist es nur allzu begreiflich, dass den Beschlüssen desselben keine oder nur unzureichende Erfahrungen zugrunde liegen konnten, und dass die Durchführung derselben mit den tatsächlichen Verhältnissen oft schwer in Einklang zu bringen war. Nichtsdestoweniger hielten wir es für unsere Pflicht, die leitenden Grundsätze und principiellen Entscheidungen des ersten Gongresses gleichsam als