Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 36)
- Language
- German, English, Hebrew
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schränken und Leute in die Conrmission wählen, welche notorisch auf atheistischem oder doch freiheitlichem Standpunkte stehen, Leute, welche* in Bezug auf religiöse Freiheit mit den Rabbinern nicht Hand in Hand gehen. (Schluss-Rufe.) Ich schlage aus diesem Grunde vor . . . (Schluss- Rufe) . . . ich schlage aus diesem Grunde vor, Leute in diese Commission hinein zu bringen, welche nicht auf dem rabbinischen Standpunkte in Bezug auf jüdische Culturfragen und in religiösen Sachen stehen,, sondern ich will nicht sagen, auf atheistischem Standpunkte stehen, obgleich ich selbst diesen Standpunkt vertrete, aber Leute, die dem freiheitlichen Standpunkte huldigen. Ich schlage demgemäss vor die Herren: Dr. Landau, Jacobsohn, Schach, Bouch.mil, Birnbaum. Liechtenstein und vielleicht weiss jemand noch andere Namen — und bitte, diesen meinen. Antrag zur Abstimmung zu bringen. (Lebhafte Schlussrufe und Unruhe.) Vorsitzender: Wenn sie müde sind meine Damen und Herren, wollen wir lieber den Congress sofort unterbrechen. Solange wir aber tagen, bitte ich, mehr Aufmerksamkeit den Verhandlungen zu widmen. Es ist eine Anzahl Redner eingetragen und von Herrn Lurie Schluss der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner beantragt worden. Diejenigen, welche für Schluss der Debatte ohne Anhörung weiterer' Redner sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Die Debatte ist geschlossen ohne Anhörung weiterer Redner. Dr. Neumark: Der Gesichtspunkt, der vom Herrn Antragsteller angeführt wurde, bildet eine reine Lächerlichkeit. Es gibt keinerlei rabbinische Standpunkte bei den Juden und ausserdem hat sich diese Commission nicht mit religiösen sondern mit Fragen der hebräischen Literatur zu beschäftigen. Vorsitzender (Das Glockenzeichen gebend): Die Debatte ist geschlossen und ich entziehe Ihnen daher das. Wort. Es ist nun die Frage, ob die Versammlung die Wahl dieser Commission en bloc vornehmen will. (Rufe : Nochmals die Namen verlesen!) Ich werde also die Liste der vorgeschlagenen Mitglieder nochmals verlesen lassen. (Geschieht.) Nunmehr bitte ich um die Abstimmung. Diejenigen, welche für die en bloc-Annahme sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Angenommen. (Beifall.) Die Liste der gewählten Commissionen wird vervielfältigt und morgen früh jedem Delegierten mitgetheilt werden. Frau Prof. Gotthell (spricht französisch. — Beifall.) Vorsitzender: Frau Prof. Gottheil bemerkt, class sie es für richtiggefunden hätte, wenn in der Commission, welche sich mit der jüdischen Volkserziehung zu befassen hat, auch eine Frau Sitz und Stimme hätte. (Lebh. Beifall und Händeklatschen.) Der Permanenz-Ausschuss beantragt sohin durch seinen Obmann^ dass diese Erwägung acceptiert werde und schlägt ihnen zugleich vor, Frau Prof. Gottheil in diesen Ausschuss zu wählen. (Lebhafter Beifall.) Dr. Friedemann : Die Commissionen sind en bloc gewählt worden : ich glaube daher, es geht nicht an, noch irgend einen Namen hinzuzufügen. Vorsitzender: Das ist thatsächlich richtig, nur glaubte ich zu bemerken, dass der Wahl der Frau Prof. Gottheil solche Sympathie entgegengebracht wurde, dass ich den Umweg über mehrere Abstimmungen vermeiden könnte und den vom Permanenzausschusse gestellten Antrag zuliess. Dr. Bodenheimer: Ich möchte daraufhinweisen, dass die Commissionen das Recht haben, sich zu cooptieren; ich schlage daher voi\