Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 34)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 34 — achtens bei der Treffung von Entscheidungen und Fassung von Beschlüssen über die Colonisation sehr wichtiges Princip, nämlich das Genossenschaftsprincip., repräsentiert. Freund Syrkin hat auf diesem Gebiete eine gewisse Erudition und auch Wissenschaftliches geleistet und es wäre sehr zu empfehlen, dass neben den anderen Herren, die zumeist nur auf ihrem eigenen Gebiete, sei es als Kaufleute oder Aerzte gewisse Fertigkeiten besitzen, auch diese Leute sitzen, die über Colonisationsfragen und Genossenschaftssachen nachgedacht haben. Ich schlage daher die Wahl des Herrn Sirkin vor. Oscar Marmorek: Ich möchte nur erklären, dass diese Herren, die hier nominiert wurden, von den Landsmannschaften nominiert wurden, und die Russen haben diese Herren nominiert, nach langer reiflicher Erwägung. Da müsste entweder ein anderer der Herren aus dem Ausschusse austreten oder es müsste die Anzahl seiner Mitglieder vermehrt werden. Aber dadurch erschweren wir die Arbeit. Dr. Jacob Kohan-Bernstein : Im Namen der Permanenzcommission kann ich nur sagen, dass wir diesen Colonisationsausschuss am meisten besprochen haben. Ich kann sagen, dass durch die Wahl der Mitglieder des Colonisationsausschusses alle diese Bestrebungen schon vertreten sind. Herr Dr. Landau kann nicht wissen, ob hier nicht solche sind, welche die Ansichten des Herrn Syrkin vertreten. Daher glaube ich, dass dieser Zusatz unnöthig ist. Ch. Bogdadii (Alexandrien): Ich muss sie erinnern, dass Aegypten hier gar nicht in Betracht gezogen wurde. Oscar Marmorek: Ich bitte, die Herren aus dem Orient haben Herrn Dr. Gaste r, den Präsidenten dieses Ausschusses, dorthin nominiert. Dr. A. Friedemann : In der deutschen Landsmannschaft haben wir auch Dr. Kalmus nominiert, er ist aber zur Sitzung nicht aufgefordert worden. Oscar Marmorek : Ja, es ist sehr rasch gearbeitet worden. Die Herren aus Deutschland haben im Nebensaale getagt. Herr Dr. Schauer ist hinübergekommen und hat gesagt: Ich und Dr." Kalmus sind de]egiert worden, aber wir finden Dr. Kalmus nicht. Sonst hätten sie heute das machen müssen, was wir gestern bis 10 Uhr nachts gemacht haben. Dr. O. Friedemann: Wir erkennen sehr gerne an, dass uns der Permanenzausschuss in der lobenswertesten Weise die Arbeit abgenommen hat und wir wollen in keiner Weise etwas gegen den Permanenzausschuss vorbringen. Aber wir wollen nur feststellen, dass dadurch unsere Interessen nicht genug berücksichtigt worden sind. (Rufe : SchLuss der Debatte.) Präs. Dr. Herzl: Es ist Schiuss der Debatte ohne Anhörung weiterer Ptedner beantragt. Ich bitte diejenigen, die dafür sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Schiuss der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner ist angenommen. Es handelt sich nun um folgendes: Wollen Sie den Colonisationsausschuss, wie ihn der Permanenzausschuss vorgeschlagen hat, en bloc annehmen, oder wollen Sie eine Einzelwahl? (Rute: en bloc.) Ich werde abstimmen lassen. Bitte diejenigen, welche für die en bloc-Annahme der vom Permanenzausschusse vorgeschlagenen Liste sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Die Liste ist en bloc angenomme n. Zur Geschäftsordnung hat Herr Dr. Landau das Wort. Del. Dr. S. R. Landau: Meine Herren! Wir haben an eines vergessen. Der Antrag ist angenommen worden, allein es liegen 2 Ergänzungsanträge vor, einer von Herrn Dublinski und einer von mir. Die Anträge widersprechen einander nicht.