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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 28

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 28 — troffen sind, dass das stenographische Protokoll in kürzester Zeit — in 14 Tagen oder 3 Wochen — gedruckt vorliegen wird. Es ist infolge dessen wirklich nicht nothwendig, die Sache zweimal zu machen. Ich werde die Anträge zur Abstimmung bringen, bitte aber, sie abzulehnen. Del. Birkenstein : Ich bitte die Anträge anzunehmen und darauf zu bestehen, dass die Reden der Herren Dr. Herzl und Dr. Nordau in Druck erscheinen. Selbstverständlich müssen die Reden auch ins Protokoll kommen. Wir haben im Vorjahre es erlebt, dass Monate vergangen sind, bis das Protokoll erschienen ist. Bitte also darauf zu bestellen, dass beide Reden sofort gedruckt werden. (Beifall.) Del. F. Schach : Ich bedauere sehr, mich den Worten des Herrn Präsidenten nicht anschliessen zu können. Wer von uns, die mitten in der Agitation stehen — und ich habe das Vergnügen, das zu sein — wer immer davon etwas versteht, der muss unterscheiden zwischen Flugschriften, Büchern und wissenschaftlichen Werken. Wissenschaftliche Werke sind nicht geschaffen für das Volk, sondern für einzelne. Bücher, Protokolle werden nicht von allen gelesen, sie sind zu schwer und gediegen, wohl aber wird eine klangvolle Rede, ein schwungvoll gell al ten er Vortrag von allen gelesen. Es wurde gesagt, wir sind nicht eine Zionistenpartei, sondern das Volk selbst. Ich wünsche, dass es so wäre und Dr. Nordau im nächsten Jahre käme und uns sagte, es ist so. Aber es ist heute leider noch nicht so. Wir sind wohl legitime Vertreter des jüdischen Volkes, aber noch nicht das jüdische Vrolk. (Widerspruch.) Wir müssen es zu Zionisten machen und der einzige Weg hiezu sind Worte und Schriften. Ich würde wünschen, das ganze jüdische Volk käme hieher und hörte uns; das ist aber den meisten unmöglich; aber lesen sollen sie, was wir sagen. Darum bitte ich Sie, kehren Sie sich nicht an die Bescheidenheit des Herrn Vorsitzenden, sondern nehmen Sie einstimmig an, dass die beiden Reden sobald als möglich gedruckt und in 3—4000 Exemplaren in die Welt hinausgeschleudert werden. (Beifall.) Del. Dr. Nordau: Im Anschlüsse an das, was Herr Dr. Herzl gesagt hat, danke auch ich den beiden Vorrednern, unseren Freunden Birkenstein und Schach für die Gesinnung, die sie geäussert haben. Wir haben ja auch nichts dagegen, dass die einzelnen Landesvereinigungen von den Reden den Gebrauch machen, der ihnen passend und nützlich erscheint. In Ueb er einstimm ung mit dem, was Herr Dr. Herzl gesagt, meine ich aber, dass wir nicht von Congress wegen die einzelnen Reden bevorzugen sollen; gegen die Vervielfältigung der Reden hat niemand etwas einzuwenden. Del. Veit: In Anbetracht des von Herrn Dr. Herzl geäusserten gewichtigen Grundes, dass wir das Publicum der Mühe nicht entheben dürfen, im Interesse des Zionismus selbst den Zionismus genau kennen zu lernen, stelle ich den Antrag, die Reden des Herrn Dr. Herzl und Dr. Nordau separat als Propagandaschriften drucken zulassen, dieselben sollen aber erst dann in Verkehr gebracht werden, nachdem das ganze Protokoll über den Congress gedruckt und pub Ii eiert worden ist. (Mehrere Delegierte melden sich zum Wort.) Vors. Präs. Dr. Herzl: Ich bitte keine Debatte zu führen, sondern abzustimmen. Del. Solotkow: Sehr vielen von den Brüdern, die uns hierhergeschickt haben und auf einen Bericht über die Verhandlungen warten, würden, wenn wir ohne die so vorzüglichen Reden Herzls und Nordaus Nachhause kämen, eine grosse Enttäuschung bereitet» Ich möchte daher beantragen, dass die Reden noch binnen 3 Tagen, d. i. während der Dauer des Congresses, gedruckt und vertheilt werden. (Beifall.)

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