Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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— 13 — Del. Oscar Marmorek: Zur Constituierung des Bureaus sind im Sinne der von uns soeben angenommenen Geschäftsordnung noch 20 Ordner zu wählen. Ich habe die Ehre, die Liste dieser Herren zu verlesen und bitte auch diese en bloc anzunehmen. Es sind folgende Herren: . Pi ekarski, L. G. G r e e n b e r g, Davis T r i e t s c h, V e i t, Weih G a r f u n k e 1, vS c h w a r z f e l d, B o g d a d 1 i, B a r b a s c h jun., Fabius Schach. Dr. Wilensky, . Litt mann Eosent h a 1, Leo Jaffe, Horodischtsch Dr. Weitzmann, Dr. B r u c k, Dr. A b r ah am Korn h ä u s e r? Dr. M alz, Dr. M en czel, Bernhardt. Präs. Dr. Herzl: Das Wort hat Herr Dr. Landau. DeL Dr. S. R. Landau: Ich habe mir erlaubt, das Wort zu einem Zusatzantrage zu erbitten, dass nämlich für die französische Sprache ein besonderer Dolmetsch ernannt wird, nachdem durch die bisher gewählten Dolmetsche der Antrag des Herrn Lazare nicht erledigt ist. Vors. Dr. Herzl: Der Antrag ist von Herrn Lazare selbst erledigt. Es ist übrigens keine Schwierigkeit, denn wir alle verstehen mehr oder weniger französisch. (Die Herren Wilensky, Fabius Schach und Trietsch lehnen ihre Wahl zu Ordnern ab.) Del. O. Marmorek: Ich möchte bitten, die Liste en bloc anzunehmen und die Nachwahlen am Schlüsse der Sitzung vorzunehmen. Präs. Dr. Herzl: Bitte diejenigen Damen und Herren, welche für die en bloc-Annahme sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Ist angenommen. Unsere erste Pflicht bei Beginn des Congresses ist es, unserer Todten zu gedenken. (Die Versammlung erhebt sich.) Wir haben in diesem Jahre einige unserer besten Männer durch den Tod verloren. Einer von ihnen war im vorigen Jahre unter uns, und Sie erinnern sich der Begeisterung, die diesen Mann beseelte und die er auch anderen mitzutheilen wusste: Es war Dr. Hermann S c h a p i r a, Universitäts - Professor in Heidelberg. Die Laufbahn dieses vortrefflichen Mannes, der erst spät zu regelrechten Studien kommen konnte, die er aber in ausserordentlicher Weise vollendete, ist den meisten von Ihnen bekannt. Er wurde erst im Alter von 40 Jahren Doctor und bald darauf Pro^ fessor, was mit Eücksicht darauf, dass er sein Judenthum nie in die Tasche gesteckt hat, gewiss nur auf seine hervorragenden Verdienste in wissenschaftlicher Beziehung zurückzuführen ist. Es ist hier nicht der Ort. dem Manne in Bezug auf seine Leistungen und wissenschaftlichen Arbeiten gerecht zu werden; hier wollen wir nur hervorheben, was er uns war, nämlich in der ausserordentlich schweren ersten Zeit, und wie er zum Gelingen des ersten Congresses, von dem er, wie Sie alle wissen, sehr begeistert war, beigetragen hat. Er ist auch auf einer Reise gestorben, die