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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1897-11-01 · Heft 26 (1.11.1897) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 26 (1.11.1897)
Date
1897-11-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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öesterreichisch-ungarische Redaction n. 21dn,inistration Wien, 8. Novaragassc 87.!! R. k. österr. ssostsparcaffe Lheck-Lonto Nr. 635,240. In sev Ate werden billigst berechnet.! Manuseripte werden nicht! retonrilirt. Osvii'Ll-OrNLii fiir dir Interessen der Tsntvrrn und Liütusbramten. Erscheint jeden zehnten Tag. Begründer: Obercamor lsood Laus«-. Präilninerations-PreiS. Sii<;(Ü1)11twre1111.lEulttt«t1M1nt« in Ä>n1zj>il,ri,t . .... fl. 5.— H-'ibjUbrig ..... st. 2.50 3mv<Hrtut1n-tu ,,.LMtuabeamte im Bn»lnnv Äanzjiiyrin.U> Mrrk oder 5 Änbel. .Tiii• private und H11|)itnte Ganzjiiyrist . ... fl. 6.— Bbimnmnent«- n. nufeiliouabeträte sind in Wien ratzldar. T&fy 26. y ׳- :׳— Wien, 1. November 1897. 17. MhvMNg.! Einigkeit macht stark. ‘ Der in diesen Blättern von jeher mit aller Entschiedenheit und in letzter Zeit mit ganz besonderem Nachdrucke vertretene Standpunkt, dass die Interessen der Cantoren nur dann wirksam und erfolgreich gewahrt werden können, wenn die gesammte Berufsgenossenschaft der Monarchie eine geeinigte Corporation bildet, hat nunmehr zwei bedeutende und einflussreiche Fürsprecher gefunden. In einem an den Herausgeber der österr. ungar. Cantoren-ZeitunggerichteteirSchreiben׳, dasfürdieVeröffentlichung in diesem Blatte bestimmt ist, sieht sich Herr Obercanter Prof. Lazarus in Budapest zu folgendem Appell an die Berufsgenossenschaft veranlasst." ״Geehrter Herr College! Ermutigt durch Ihre freundliche Zuschrift, will ich es nochmals versuchen, was mir im Vereine ehrenwerter Personen, trotz eifrigen Bestrebens nicht gelang, hier eine starke und feste Vereinigung zu schaffen, — in Ihrem gesch. Blatte auf die Notwendigkeit einer solchen in kurzen Worten hinzuweisen. Wol ist in dieser Beziehung gar oft in wunderschönen Artikeln die Rede gewesen, aber leider, ebenso dort wie hier, von ganz geringem, oder fast gar keinem Erfolge. Ich halte es von Jedem, der dem cantoralen Berufe obliegt und dessen Anstellung ihm keine sorgenlose Existenz für die Dauer bietet, als sträfliches und sündhaftes Vorgehen, sowol gegen sich als auch gegen seine Familie, wenn er nicht die Mitgliedschaft eines Vereines anstrebt, bei welchem er zu gewissen Zeiten Hilfe, Schutz und Rath finden kann. Dies wäre nach einer Richtung das persönliche und materielle Interesse! Hand in Hand mit ^diesem geht aber auch das ideale Interesse, von welchem jeder College, der Anspruch auf guten Character macht, beseelt sein muß. dass er sich nicht ausschließe ans dem Kreise und dem Berufe, dem er angehört; denn die Erfahrung lehrt: ״Einigkeit macht stark!" verleiht Ansehen und Würde. Was dem Einzelnen in dem seltensten Falle nur schwer gelingt, vermag eine achtunggebietende Vereinigung viel leichter zu erlangen und zu erwirken. Daher richte ich an Euch, liebe College» in unserem Lande, nochmals ein ernstes Wort, welches Ihr aber auch beherzigen wöget. Handelt Ihr doch zuvörderst in. Euerem eigenen Interesse! Und es kommt die Zeit, wo Ihr die Segnungen einer Vereinswirksamkeit empfindet und deutlich wahrnehmet. Nur aus Mangel an Interesse und Theilnahme musste der. Verein, welcher von unserem unvergesslichen Friedmann gegründet und mit voller Hingabe von dem späteren Präsidenten, Sr. Ehrwürden, Herrn Rabb. Dr. Rafael Goldberg, geleitet wurde, aufgelöst werden. Einen solchen neuerdings hier zu actionieren, wäre der ״Liebe vergeblich Müh'n", darum meine ich und empfehle ich Euch, dass Ihr Euch dem in Wien bestehenden Vereine anschließen wöget; bmchEuren Beitritt würde derselbe erstarken, erweitert und auch leistungsfähiger werden. Zu diesem Behufe wäre aber auch eine große Versammlung nötig, in welcher ein Meinungsaustausch stattfände und auf Grund der bisherigen Erfahrungen, Anträge gestellt werden müssten, die geeignet sind, eine Verbesserung herbeizuführen. Liebe Collegen! So Ihr mit mir eines Sinnes seid, dann meldet Euch bei der Leitung des öst. ung. Cantoren- Vereines, und auf Grund der Anmeldungen, werden in der öst. nng. Cantoren-Zeitung die weiteren Besprechungen erfolgen. Mit Gruß und Handschlag Adolf Lazarus." B u d a p e st, 25. Oktober 1897. Indem wir diese Enunciation des hochverehrten Collegen, der vermöge seiner Stellung zur Führung der ungarischen Cantoren berufen erscheint, freudig begrüßen, können wir der Ueberzeugung Ausdruck leihen, dass auch der Vorstand des österr.-ungar. Cantoren-Vereines dem Werke der Einigung seine vollste Sympathie zuwendet und dasselbe mit allen Mitteln zu fördern bestrebt sein wird. Eine wirksame Unterstützung nach dieser Richtung findet er bei den Cantoren Prags, die in den letzten Tagen folgende Zuschrift an den Vereinsvorstand richteten: ״Wohllöbl. Vorstand des ״österr. nng. Ean toren- Vereines" in Wien! Seit geraumer Zeit macht sich unter den Cantoren Prags und der Vororte eine Bewegung bemerkbar, die darauf hinzielt, endlich einen Zusammenschluss sämmtlicher Collegen ernstlich herbei zu führen. Zu diesem Behufe haben sich am Simchas-Thora- Abend eine stattliche Anzahl Standesgenosfen zusammengefunden, um diese wichtige Angelegenheit zu berathen.

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