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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1897-10-01 · Heft 23 (1.10.1897) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 23 (1.10.1897)
Date
1897-10-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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SE 23. Gefterreichlsch-lMgarifche Mmtördw-Zditimg. Seite ¥. DWMrzr^MrkDbWMöv-'i'e 8-ivB'kö aus Miskolz wUW,eWsMWg als Obercantor fW die hiesiMG>M«Ee accchMI^ Herr^., FMwMAHat.^ aüG^mik' dem gut' gejWsten MWÄLMüwHMgsHhWn״Mt׳'stroIewWeisall-^,׳a1chgyHHW..- EsikrgS. Ms 2^.׳d..M?^u fand die feierliche!. AnstaMsipu deE neugWihlkeWOberrabbiÄts' von Essegg" und ÄmgebüMMMek^hMgWW^Mgoge stall?'Oberrabbiner' Dr. ArmandD Wm inkä,. wirkte bekanntlich^bisher als Prediger WPrM nnV^'erfreüiusiPHn' ׳faHwlffensch'aMchen Kreisen eines großen׳ nnd-wohlverdienten Ansehens. yy ff??Erzählung' vön^M?W u ff gwn g- Fätteuam- •Wiis''•* ••־״•;, Nach'drüÄ verboten. ■ Am andern Tage saß v. BokovskktwfbeküülmeMMffeürem? Zimmer. Eb wusste^ dass ׳ hiet'MüW knich^'UeMik' köWk,'. aber dev"Gedanke>,Aietele,^dw so heiff liebte, nicht, mehMehen zu Mkfen,׳ iUMtostMn^Mk/M'demwEegmWüÄ^Msregungen gMg übeb'sekne Kräfte Md^wi8^wahnflnnig?ramlte^der von 's verletzter- Eigenliebe,! und..tiefem :׳Herzenskümmer -erregte: junges MailiHaus dem,Zimmer /,und tief im Dorfe herum ohne. Ziel( Plötzlich blieb er vor dem Hintergebäude stehen, dessen Thor zufällig offen stand. Er blickte ׳in den Hof desselben und gewährte durch das Gartengitter die Hinterfront des Schlosses, in welchem Theile das Zimmer Gieteles lag. ' Unwillkürlich drängte es ihn in den Hof und erstellt sich: vor das Gartengitter und׳ blickte auf das Fenster von Gieteles. Zimmer, als plötzlich ein gellender Schrei sein Blut zum Stocken Als ׳-er'' sich unwandte, sah er zu seiüevi nicht 'geringen Erstaunen׳ ׳am" Stocke des Hintergebäudes eine Frau, schrecklich lärmend und Hilferufe'ausstoßend, am Fenstergitter heftig - rütteln und allerlei׳ Versüche machen, aus dem Fenster zu springen. ׳ Bestürzt eilte v. Bokovski hinauf, umfing entschlossen die . rasende Frau mit seinen kräftigen Armen und zog sie von der Fensterbrüstung herab. Er hatte anfangs geglaubt,, es mit einer׳Lebensüberdrüs-! sigen zu thun zu haben. Wie. erstaunt war er aber, als ihn die' ihm gänzlich unbekannte Frau mit ihren Armen liebevoll umf schlang und mit überaus zärtlichen Worten ihn' ihrer Liebe ver-' sicherte. imd ihn: beschwor; ,sie-zu ihrem-Kindern hrurgtzn. - - Indessen durfte der Lärm der Unglücklichen nicht üngehört .gMieben^M^penn. .Pom' Schlöffe' Veilten^piele Dsener sind zu- letzt sogar Ö‘cr'* ץ ctbft י‘ ‘ ga 115 V־cm tfc§t' ’^€vb־cü"' ‘:,י * ל י" . : Das Weib war seit.' Jahren 'ganz häMÄs' ünd' schMe ' sogar die Menschen. Es war daher'JedM unbegreiflich, dass bei demselben, plötzlich ein Tobsuchtausbruch'eingetreten sei. Verblüfft blieben aber Alle stehen bei.der. Scene,.... die. sich, ihn'en'.'därb'ö't.' . Herr v. - Bokovski stand, sichtlich - aufgeregt, noch immer die unglückliche Paierl in seinen Armen hallend, während Letz-, tere ihn stürmisch mit den Armen.umklammert hielt, als fürchte sie, man könne ihr ihn entreißen." Als er den Gutsherrn erblickte, wollte er sich entfernen und bemühte sich, aus den Armen der Unglücklichen zu befreien, wobei ihm ׳-die Bedienten behilflich sein, wollten. Doch diese, wehrte sich mit einer solchen Kraft, die man diesem sonst schwachen Weibe kaum zugetraut hätte - dabei schrie sie fortwährend mit erschütternder Stimme.: .,Ladislaus, Ladislaus, ,rette mich!" Der Gutsherr ward bei diesem Ausrufe todtenbleich geworden. Eine dunkle Ahnung beschlich sein-aufgeregtes Gemüth. Seine Augen starr auf das Gesicht Bokovsksis heftend, glaubte er setzten demselben, Züge ßu entdecken,, die ihm früher an Hm. gar - nicht aufgefallen waren, und. die in seinem Geiste Bilder hervorriefen, welche sein Gemüth mächtig bewegten. , . , ׳ InzwischenDEbet der' Unglücklichen eine allmälige Ruhe und Absvannuni^'eWchrreten. Sie WM sanft in den Armen des jungen Manneseingefchlasen/ gleichsam, r -als fühle sie 7sich in seinen Armen ganz«stcheM ׳Farbe ihrer Wangen röthete׳-sich ^^unm 'ein Nnkd'^ ׳Lächelst vMtMe-ihr kmnmerbolles - Dek Schweiff aber;׳ dem ״ von iWr׳ helffest Skirns^herW^ perlte^ konnte als Beweis geltem wie mächtig eMM diW FrM° gewefeBseW'musske.׳-- - - ...! S«lstHkeAe'pe-Di' BMösÜ arrf^das BE undMmt'konnte^ aus seinem schönem'Ge^chtk die! RührMrg kefech dik 'ek mik'dsesek Un^küÄichest empfand! ׳ - . Da trat plötzlich der Gutsherr, dek höchst aufgeregt -zu sein׳ schien/ aufihn׳ zu und-M' ihn/ ihm in ein Nebenzimmer zw folgen! .... . :;•;׳-״ י'--' ׳ ״Ist Ihnen nicht ausgefallen;' mein Herr^; -sagtet er mRbebende!- WM?;Mss׳ meine unglückliche Schwester in Ihnen einen gewissen Ladislaus zu vermeinen, glaubte?" - -/^LMslMS/ NWr der Vorname meines Maem BateÄ,;:־:“£־;־ f>״^ ' :־Dvch!!^׳MdWaW ^Ä^vvH"s^M aüsD Äerrffersie .erregt, RoseMeiM «DerW?'.. antwortete der ^üttg^'Wanrpupd sah dA-k GNsherM erstaunt uyd überrascht 'zuDiAM^?Hep .Gutsherr ständMie versteinertda. .wHrend cheHer Berste sich,starr und wortlos änfähen? Jester von ihnen von anderen Gedanken erfüllt. »Wie kommt es aber".' Nahm Rosenheim wieder das Wort, nachdem eo./sich2 estxswmig:erholt hatte/;,dass. Sie' nicht den Namen O^lovski führen?״ rrf. . . \ »Mein Batdr" /erwchert^der junge Manch und em schwerer׳' SeüMr-'^Mmi^ sichdaöK'femer' B'rttA ״den'feist MeM m^rnb Mutter, verlassen hatte, erschoss sich aus Lebensüberdruß? Ich' selbst^war׳ damals ein'׳ schwaches, kaumzweijähkiges^Mnd, und so nahm sich -meiM- ׳ mein' Püthe, ein׳ -weckz.'׳---egBe1jkM Edekmaün ^NMöW!MökovskörüÄ/'tahoptiUe׳'.mrch und entriss ' mich' sw meiner׳ ׳ Hilflosigkeit? -- Derselbe starb - vor einigen ׳Jahreid - und hinterließ mir sein bescheidenes Vermögen; ich׳ führe daher'deffeN Namen". ׳ ■• :׳ . •. . .- - -׳-^ ׳ ׳ י Die wertere' Unterredung- - die׳zwischsw dem' Gutsherrn und Herrn v. Bokovski stattfand, habe ich nie erfahren.können. Nur״ soviel habe ich. zu bemerken geglaubt, dass sowohl der junge MaW yls W Mlisheßr peWhnt^und kNlKrWen-' vonk ejnchcher schieden und,.dass,Lu. Folge-dessen..die Wolke, die sich über.d.W... Fämflse Msenheim' zusammenzuzicheü" drohte,. sich' zu verflikchsigen begann und das Glück wieder einkehrte. In den Siebziger-Jahren machte in Czernowitz das Uebertreten eines jnngeik Polen sirm Judenthum großes Aufsehen, dass es aber -Bokovski.׳ der Held unserer Erzählung. und dünn der.,glückliche!Gatte Gietele-:Rosenheims war. davon-׳wussten snur:wMg EngeweWe/i ■; - .' v־ ־ .....־ End e. - ״ _ Die geehrten Herren AbonneMst werden höfiichst und dringend ersucht, sowohl den AbonM^WUWg für das neue Quartal als' auch die Rückstände uUgehewd'einznselwen. Wir rechnen mit Bestimmtheit, dass jeder einMne College in dieser ernsten Zeit es als heiligste Pflichterachtet, die Fahne des Fachblattes hochznhalten und dasfDe auf jede Weise zu fördern. In erster Reihe aber׳"chlwch pnnktliche Einzahlung der AbonnemeMMräM Gratulationen' zum WeD! ׳ alle!E wMren r memeWkchen ׳ . tc•*■־»; Für die zahlreichen Roschhaschönoh-Fefte - statte ich suuf Freunden und Gönnern von nlPmM WWWmDMM:- HeräDGLer der ״Oest^uuA! Cantvr:-Ztg^^

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