Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 16 (1896)
- Issue
- Heft 31 (21.12.1896)
- Date
- 1896-12-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Oesterreichiseh-ungarische Redaetion u< Mministration v:s ■Z■■) DieW21 Novaragässe 2^.- U. A Ssterr- Postsparkasse 'י ^Lkjeck-iLönto Nr. 835,2^0. " "" werden bkllißst berechnet. ׳; -j Manuskripte; -werden ׳nicht; retmirinrt. liT2:״ Vrt! ן- ׳ט i ^nrrofv; p|l|fi|TÜrpn ^'׳׳':: :r;:; Mr die Intereffrn der Gsntoren und . י•' *0 I *'v׳ y,:;־h [.?*a ::::; H e i it f?i r#e ti zehnt e n Ta g. Begründer 7 Dbercankyr ksead ksuor. Pränillikeratiotts-PreiS. Fiir<Lan1vrerkN.<Tnlln«t»eau1te ne Sesterrerch-Migmn» - Gaiizjähri». . . ff. 5.—. Halbjäbrig . . . . . fl. S.5Ö FnrCk,ntvre,ru.LttUn«bei»»n1» inr Auslsurde Ganzjährig . . . . .10 Atark '! ' ober 5 Rubel. Für Vrivqte undi- Infittni» Ganzjährig . .. , . fi. 8.— Aboirnrinrntsiu. Insertion»- brtriigr stnd> in Wir« znlzlvmr. =TW Nr. 31. Wien, 21. dem n Esntorates: Studie von׳ DöMW?^^Mger' in Men7 ÄymoWscheWDtz^W^des Wöttes ״Kunst";׳örn Können"'usoll ja trotzdem der PeMsf Kchrst!'1 keineswegs lediglich!!in^'dem ^Worte ^Aöniieu?!:׳MchZ^!jKonnen"/d.H״etw<Ä Mleisteü im Man^ schchMuß ja schlseMH Jedtr^der durch dasDrödükt desseKen Me Äelohnüna errejchM: -.־• י״.«7 «--< ׳- ׳■f■ יך ^ך *f ~ * , ■ v,, ׳ * ״־.v-t 1 )- «•- - ־ I־!'?■• * zLr~t'‘- ׳• ־ ־«*<׳-. ־ - ׳■•.'־•׳., ** Toni4.־ ^Echmchchmm^gew oMMMKNmen zeigl^lH jedoch eme bemerkensiverthe^ Abstufung; benn'dÄjemge^ dessen MzeügnHe. ein \1 größeres ׳ Können ' ^^hlyden, fnidek' 'bÄanMch .Me öÄeütenökrL^ MühsHätzmiK/'"cils' derjenige^^desseji Können' enB minderwerthiöfes ist.1׳ ‘ NoD '׳ üiel hedeutungsvoller^ erschein^ ,jedoch! der Begriff ״Kunst" ^dem,.Begriffe ״Können" gegenüber^'-vDiese. letz'tänged^utete^^׳Aliseinänderhaljüng'' der beiden Begriffe ״Kunst" und׳,,Mnnen" auf ׳ jüdffch-cantoMem^Gebiete, welche leider sehr öft-misdeüter.,׳ ja mit' einander verwechselt' Werden, ist der Zweck der׳VorÜegmden׳Vtudie:' : - -■- ״Münst ׳ ist eM selbstMpferiM!Mistigkeit, dqs wahihaft Schöne-'natürwaht ׳-in׳ ',ästWsM' GestüDng zu vermitteln. Die' WnWst^zerfW in Äd MöHrlschd (Compositiön) und in eineverführendes produciMde (SMe<! ViMdsen). Wir verweilen züvMerfi^ bei 'der׳ letztgenannten Kategorie der Künstlerschaft! (Sänger), um darzulegen, ^inwieferne der jüdische Cantor. das! Rechts für׳ sich' in׳ Anspruch nehmen darf, derselben beigezählt zu werden?׳!^T!em!jüdischen Egntor liegt es hdichtsächlich od,. das! gefintgenfeתSBdrt!_ber'ז betenden. Geineinde üt einer! stimmnngerweckenden! alsv^ andachteWöjenden Weise vdrzutragen? Welche- Summe von deklMachnschen Und ästhetischen Kenntnißen gibt׳;' Wel^ Ö^tllenz, bön.^esäN'g^technischenj!!!wie!!mcht,!unyder-. psychisch ew' Vorbedingungen 4 b'i^ Gestalküng; eines ־'. makellosen! Tones 'erheiAt,^zeHt Nms° die 'G e s ä N g s k u n st zur :Genüge. Wie. nberaWfchivierig' ^es demnach D,!dm geangenes Wort künstlerisch zü^geMM,^Est^ nNn׳aü^dei!!HdMLMg^ zu Äschen, dass!nür in! der-Bechätigüng. ureMngegenseitigen - Ergcmzung - zweierMinstbe- Mrcher!oben׳ miged^steterdMeMM^^erreichtroeMn Wfl! ׳-ט:׳ l Dcch!HorangeMMe gilt vorn.KunstMAer׳ im Mgenreinem. deirnMdifchen. ^MorckoWnt aber noch Me dritte KunstrichLnnK W 7Metracht,n indem-uer veranlasst - ist-auch als MüyhM-t ^Wonist: :Mtig zu seü^Man? durfte emwenden, dass- Wchek wie bei .derMper bie Hrbsit getheiltz werden könnte, indenr M EyHponisten den ׳genaMtM ,GesanHstE st^lig stellen unddex ENWbesCantyr fMefiitz^M^chMe Parthie gleich dem tzpew- HW OrMxienstmger vMWlds! hätte. Hierauf muß LemerU werden. 0chM.r-.ickA»>--.dAm!SMMv«Ken W alten Dpern uM Oratorien in WW^guNg des Mnftäntzes/ dassdie Vortrags-» Wirkung W ReMctivs ledigkch durch die Anstlerffche IMvidUalität des Sängers bedingt sei, es vorzogen, nur Arien und- Wirre-zu^compomren, die Ausgestaltung des Recitativs jedoch dem- Sänger überließen.׳ Erst der VerfM. echter Säuger-׳ künstlerschast,^sowie die Rückstchtnahme auf die Einheitlichkeit des^ Gesammtwerkes bestimmtem die ׳ späteren Componisten, die Reci-: tative gleichfalls zu verzeichnen. Joh. Seb. Bach bietet im seinem Weihnachts-Oratorium wie iu der Matthäus- Passtons schon Belege für die:reichere Ausgestaltung des Recitativs, undder ׳Vollständigkeit halber muffen wir erwähnen, dass die großem Pstege und Erweiterung, welche^ von allen MWen MnsiktzeroeUi dem ^Recitative zugewendet wurde, nunmehr in dem Wagner-! Style Wnen Gipfelpunkt erreicht hat. Der Wagner-Styk muß! demnach als die׳-für unsere -Periode höchste - ,AuSgestaltyM-W Recitativ-Form erachtet werden, und wie wepige, wirklich -qE gezeichnete Wagner-Sänger; gibt es!, Mr viele langgedchntr Jahre des Studiums und^ dep.BeMMug, iy.-He-- F0M gehöre!^ dazpq -chm den Anspruch - erheben zu können,- eich Wagner-Sänger!׳ M. sein!? 2 Do sehend wir, wie man WügM des Reeitativ-: Gesanges.im Kreisläufe der--SahrhundeM: gemwr.. ay5,deu gangspunkt -zurückverMt wurde, v.-.h,׳/zD der unanfechtbareM Ansicht, dass .diefer Theil . der, Gefan^krnst mndnrchHhrbar^ wenn der betreffende Recitator nicht befähigt ist, in erster RMr, seine., gesqngskünstlerifche Individualität in die Magfchale des EMlgeszu legm. .. 1. 0 <; 1 , - - ׳ --:.-.Mn der -Oper, wieim Oratorium jedoch stellt Me^ LuH»; tretende Person.ein.in sich abgeschlossenes ^chMcheM , zupr Baue des ^G^Mlntkunfiwerkes vor,- hat demnach:ledWchf - j^chtKW0Warakter,chder he^erMfagt,^e^e4nchS thvLMUHK