Mannheim
Compact Memory

Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-11-21 · Heft 28 (21.11.1896) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 28 (21.11.1896)
Date
1896-11-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/1304829-3453365-3453393--4683-3459171
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

ß$;'.ff 4 A, ן jr;;: 0eite6־.' MWÄMWMÄngÄrMI LMWen-WÄung. MXr M 444׳■׳ LöbliHe ReAacAioü!^ ' 'M Nr. '׳'M: Jhre§ /geschaßten' ,Blattes wird ' von Güte M VorMudes vsterr. Ungar.׳ WntorenMWes׳, darüber gÄllägW dass von sämmtlichäü Eantoren und Cütttlsbeämten OUterr^ch-Uugarus Lamn hundert dem Vereine augehören. Ich; erlaube vW dahe^sowohl stu Interesse des Vereinesals; auch ipi meiner Berussgeuoffeu, den ehrsamen Hereins^ vörstchtd auf einen Umstand äusinerksäm/zumachen/ durch dessen B^ÄÄzÜW׳ vrele/ meiner' Tollege«'; Me bisher öern Vereine MÄiübLr׳ bMndete Passivität aüfgeben und dem Vereine beitzrtW Würden.) . , , c . .׳ Ein jeder Verein ist bestrebt, soviel Mitglieder als möglich zu eyverbech denn je mehr Zahlende . Mitglieder,. desto leichter sind die Interessen des Vereines in jeder Hinsicht zu',fördern. Bei dem Emrtvren-Vereine ist dies leider nicht der Fall, da durch «ae Bestimmung der Statuten vielen Collegen die Mögüchkeit genommen ist. dem Vereine, dem sie gewiss ihre vollste Sympathie entgMflbUnge)!, beizulreM, Ein Passus; der Machten, chchä;./Hche,,BÄgÜchep.,zahlM außer dem JahresbeHah als DuKeis. Diesen Paragraphen halte ich-'sür' ««en^Zroßm'׳ UÄelstand, ich emstsehle ihn darum Mc: EftnerHmnkeit des löblichen Bereinsvörstände^ und bin überzeugt, dass durch Aushebung desselben der Verein viele junge M^Lste gewinnen köunte.2) Ich hatte schon längst e bie: Esicht, dem BeE5e beizutreten,- nur war mir diese AufnahmsgMhr ein Dorn im Auge, denn offen gestanden, waren etwa '. die Vereinsmitglieder vor 15 Jahren, als sie dem Vereine beitrat«!, jünger, als ich heute bin? Oder kann ich dachr, dass - ich urcht schsu vor 15 Jahren dem Vereine beigetreten bin?- Es müsste also ein Modus getroffen werden, wodurch dem Vereine , junge EtAliedex zugesührt werden könnten, , und so, gleich mirvieW anderen Collegen die MöMchke'it geboten , würde, als eWge ÄWtglieder dem Vereine 'anzugehören. Ich würde zu diesem Behufe der löbl. Vereinsleitung empfehlen, die Aüsnahmsgebühr vM. W Gulden Mtweder. ganz zu. streichen, öder-' da ich mir dieJuterMeu.des Vereines auch in anderer, Hinsicht por Augen häU,.,Hhjn.zsi WyWcmen....dasß. Mos solche .neue Mitglieder, die b'erchts. das. 35./JÄ^׳ LHexschMen ßakch,;.die/ Aüfitahms- . gMchr ••§»׳ entnchteü häven.^ Hochachtungsvoll ׳ Em. Roth, Ob.-Cantör in Veröcze (SläVonien.j , .Mcherr.... (VorstandsWahlen in der israel/ CHltusgemeinde,) Sonntag, den 15. d. M. Vormittags fand M, ,,Stesaniesaal" in. der Taborstraße anlässlich der bevörstehsenden NÄrwähl des Cultusvorstandes nach dem Zeilen Statut eine zweiteäußerordentlich stark besuchte WählerversMmluug unter Vorsitz des Dr. F ia ll ä statt. Der Einbemser betonte Mgesichts chW Drangsalirung der Juden die-. NothwendiKit einer rädicalen Abwehr des Antisemitismus, Zu dieser Zwecke sei' es/MchwNidj<g. -Mamier/m den Vorstand zu vrWÄ,-MÄche'«nW^ch׳'für' die Interessen des Jndenthums emtrehm^ ׳Der^dekaunte Rechtsanwalt Dr- Heinrich Steg e r steWe.Pch:HjUaM^U.Candidat vor und gab seinem Bedauern: darüber Ausdrucks dass der bisherige Vorstand dem -Anti-- semistsmus, gegenüber Me zurückhaltende Stellung eingenommen We.׳ Die AüsWhMlgen des Herrn Dr. Steger wurden mit sMMschem Beifall׳ ausgenommen, begegneten jedoch dort, wo ... ^) Nicht vom Vorstände, sondern von der Redaktion der Cantoren- ZÄtung ist jener Artikel äüsgegantzcn. ׳ (Die Rebi . : . I « ,2) Die letzte GeneMvczijammlung Hat: .Ja ohnehin^ die Aufnähms; geHLHr von 20 fl. auf 10 fl. üerabgcfctzt, und da dieser Betrag nicht .auf. <imnal geleistet werden mutz-so -kann er keineswegs Äs ein Hindernis für dey Mntrstti in d.e't; Verein,angesehen.werden, :Me<KufnahmsgeWhr.gänz׳׳ amznheben. halten wir.,nicht'Hr anLczeigt, weil erstenK ^eine .AufnahMs- , gebühr MeraL festgesetzt ist-un8 dann, weil auch jene Nittzlrcder/ die Hei der Gründung dw! ׳Vereine beigetreten sind, eine Aufnahmsgebühr von 5 fl. geleistet Haben. . (Die Red.) ...Vorstäutz. .enMelteu,. Migchsi Wwerspruch;FerntxcanoidirteMM D.r. Heinrich Obmäün -M Brigittenauer Mth'äusö'ereinU,׳ ׳unter lebhaftem^ Beifall. D'ochnt' Dr,- F e ilbog em trat für die CändißAür' Dr-^ Steger's^ eiw und .sorderte4 die-Versammlung .auf,4 sich:' dem socialpolitischep. Programm. AUMschließerf,;-. Herr .Dr.-..Adolsi S t ME .ch'DsWtxr BeifalltheiH ^uyM WldHstrüch' ÄüstW' VerdiMte des brsherigeu^ Vörständes him Derselbe habe auch׳ iiäch: Außen hin׳ stets die Interessen der Jgden öertreten.■ Die JudeM mögril sich -nicht durch Phräsew beeinstustzn.lassen--.u Der Eultusvorstand ^ei; keine politische; Körperschaft. Hieraus.meldete Dr. Fri ed l an der, die.Candjdatnr des bekannten. Rechtsanwaltes.und Philanihropeit Dr. Dtto K׳ e r'p.ä l an. Dieselbe würde mit' BeiM'zur WrnMs.gWmMll.' Auch die Eändldatur des-Höst Und Mrichtsädvokäten Döctor Marchs .,Spitzer,. welcher--m-^län'Mev'- -IküsstihrüM schl Progrymnl entwickelte und welches mit dem des Wahlcomits übereinstimmte, wurde.sympathisch. aufgenomnien. Wähler N e u st.ä d t l^ kritisirte unter allgemeiner Zustimmluig; einzelne Bestimmungen des neuen. Statuts, die geradezu reactionär zil nennen seien. Nach! demselben verlieren nämlich Wähler, welche mit der Eultusstener länger als ein Jahr rückständig sind-- das Wahlrecht. -Das,sei unerhört.und. im,höchsten .Grade reactionär-: da ja der Cultusgemeinde das politische Exemtionsrecht zustehe. Bei. der Commune komme eine solche Verkürzung , des WahlrMtes nicht vör, selbst, wenn der. Meüerträger noch so viele Jahre mit der Steuer im Rückstände wäre. Nachdem noch Gemeinderath Dn Alfred Stern die Angriffe gegen -den bisherigen Vorstand zurückgewiesen und schließlich: für ein einmutiges Vorgehen seitens, des Cultusvorstandes. gegen die antisemitische Bewegung eingetreten war, wurde die Versammlung geschlossen. 4 . ' ״ — Montag, den 16. d; M. fand im großen Musikvereins- .׳ saüle die dritte große- Wählerversammlnng statt. Dieselbe warvom Cultusvorstand selbst einberufen worden und, äußerst zahlreich besucht׳. Der gegenwärtige.Vicepräses der .Gemeinde, Herr Gustav Simon, äls Vorsitzellder^betoütein wenigeneinleitenden Worten die Bedeutung der bevorstehenden Wahlen, üiid ertheilte hierauf.dem Cültusvörsteher Gemeinderüth Dr. Alfred Stern/ düs Wort. Mer Redner weist auf die drei wichtigsten Momente in der Thätigkeitdes bisherigen Vorstandes, nämlich ans die Verfassung dH Statutsans die Regelung der Finanzlage der. GeMinde ünd endlich ans die Abwehr der gegnerischen Strömung hin.׳ Bezüglich der Cultussteüer ist eine. entsprechende Regu- - lirnng in Aussicht genommen; Dieselbe soll von 300' Mitgliedern aus den Reihen der; Gemeinde durchgeführt werden. '׳ . Was die Abwehr der gegnerischen Strömulrg nn.langt, führte׳. Dr. S t e r n aus, habe es sich .der bisherige Vorstand zur Wicht: gemacht, dort, wo immer seine. Intervention einen. Erfolg erwarten . ließ, energisch einzutreten. In zahlreichen Fällen haben sowohl einzelne Mitglieder als auch der Vörstand corpörativ mit Erfolg intexvenirt. Gegen die Rohheit ständen aber dem Vorstande keine Mittel, zur Verfügung das. müsse den behördlichen Autoritäten ׳ überlassen b.leib.en,, die: pstichtgemäß. dazu hernfen. seien. (Bravo!) Hieräilf fänb die Vorstellüng 'der Kanoidajen /statt,..Sx. Heinrich ' Steger entwickelte, indem er die verbreitete Version, als öb ' seine Candidätur eine Eamstfcändidätür sei, äüfs Entschiedenste zurückwies, 4sein):bereits bekanntes Programm. -Seine:; Aus--ü , sührung.ey; klangen in dem Appell ans-, die Gesamnltjuden- : sch äst ^Oesterreichs möge sich .fest : zusammenichließen. Seine - ׳ Kandidatur fand Mch 4 m dieser BerschnmMg' ^sympMische.': Zustimmung. Die Kändidätür des Dr. Märcus Sp itz e r würde/ 1 von : der ganzen Versannnlnng mit stürmischem Beifall auf-' genomme!lü:d!-Es ^meldetennoch die Herren ) Dr. Heinrich; - : Schreiber, Hbmann des Brigittenauer, Bethausvereins, -Kammes -: räth Friedrich,P0Lel-stntl'.Bernhar.d,>H/o.f..b.gster ihre ,Kandi--. dätiNn chl, / chelche' dön; der/'MäHritgt/^ber.-4^ersämmMig// züstlmmönb anfgÄwmmen würdein/ Hr ^ingchtnder; Weise/Pole-- 1׳ nüsirte :hierwls -Dr. A; St er n/ im Näm'e'ü 4detz' bisherlgen ■i Gesammst1orstandesMegMileinige;MlssühMügen Dr?;S td'ge rM-r % DliMich^ WMKWMMb^GaW -zu - Mer .AgitütihW aus der Straße der Vorstand, sich niemals' hergeben, dagegen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.