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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-11-11 · Heft 27 (11.11.1896) · p. Seite 3

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 27 (11.11.1896)
Date
1896-11-11
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Mr. 27. ^WkeMiWÜMarWeLLantor^li-HÄtürrg. Sette 5 Äi)lDM, ällWlM prosaisch MsprechechwekchÄff Nutzen und uVvrthtzil׳HÄbA1׳As -jetztu-M^M^ Kl^en--und^ Lamentätivüen - stzM?׳gtzbMHkV׳rHatrrdiMlMH(1.MHmehrldäMäbeiMrägen, Äs in den Augen der Außenwelt MMmÄrWr'Uü'M üM'Wwst l MhsmOcheü zu! cheÄitternrrMiu;6j^)erü-Stande uM Beruf hat { MchtnuD2SchHtenMiM8selbftZdM niÄrigste ^Händwerk/Hat; -seintz Mlletantch Äd; Parasiten/ümclwie biet-UehrÄsevStand, j Reffen EpräfentanteE zwischen! Künstlrri-׳unöl Geistlichen himiilldl cherpMdeW Dägeg en /!ankämpsenhieße wahrlich vou dem hohen;Medestal; auf-:,dem ׳.der /wahrhaft:, durchgeistigte Cantor! steht, -herabsteigen;u;um:/stch^änc ndrnrüihst r umspülenden Pfützen zu!.beschmutzen /Inudein;;:Momente;!! wo-; der; Sebeliäch : Zibbnr chdr r^en-^IüisrncA tritt;: sollen 1 nicht..weltliche Dinge sein Herz und seinen Sinn umfangen, unD selbst die unheildrohendm Wlicke eines,.Synagogenpaschaoder.-dgs spöttische Lächeln irgend enter; .GMeindegröße ^daxß ihn :nicht;.aus,?seiner Begeisterung reißen,!MW er sein Maani ssülosi MitwahM und : inniger Begeisterung für sich, .und. seine Angehörigen zu, Gottes : Thron emporsenpet:,Was . scheeren,.den-Adler sdio^KrähenMnd. Gimpel, die. ihn. umschwirren,: was kümmert :ihnWll'.chas, Gekreische Keifen und..Zanken? Ein.einziger mächtiger.;Flügelschlag,, und hoch, erhaben, unerreichbar schwebt er im hohen, reinen Aether, Während/all-das/niedere.Volk inr dunklen Nebel zurückbleiben muß-- um.sich, gegenseitig die Augen auszuhackem - . .. . Ter -verehrte Autor des. Epilogs - 5656:-klagt über: die vielem unreinen .Geister, die :stch^in unseren Stand : eindrängen, nun, : wennes auch kein Trost ist,, jedenfalls wird er zugestehen, dass ,es in unserem Zeitalter 7: allüberall von Parasiten, Bakterien,.iSchmarotzern.,wimmelt und dass uM ein radicales Mittel imstande ist, derenBertilgung gründlich zu bewerkstelligen, wenn-Geist und Körper: vor Zerstörung gerettet wexden sollen, tlnd dies wäre? In diesen Blättern wurde es wiederholt, angedeutetr.und die Verwirklichung desselben würde sich auch sehr zweckmäßig erweisen, allein es wäre hiebei ettte vollständige Umgestaltung der internen Einrichtungen des israelitischen Gemeindewesens nothwendig. C o n s i st o r i e »^ welchen sowohl irr der Mfidenz^ulsAuch-ch deNzWopulzen: behördlichuütorisirte Commissionen nuterstehen, denen wieder die Beaufsichtigung, Regelung und Entscheidung aller das Gemeinde- und Religionswesen?betreffenden Einrichtungenobläge> unter Anderem auch die Prüfung, Bestätigung eventuell Anstellung befähigter; und gediegener: Funktionäre, welchen Namens immer — diese waren wohlrdas richtige Mittel zur Behebung sowohl der höchst tristen Verhältniße in den Gemeinden als auch bei den FunctionäreN.2)- ׳-Keineswegs fiihle ich mich autorisirt, diese meine Meinung irgend Jemandem -aufzudrängen, allein den gesunde Menschenverstand-zeigt uns, dass eine Reorganisation unbedingt nochwendig erscheint, und dass dieselbe vielleicht nur in der oben angebeüteteii -Weise möglich ist.3)-Das ewige Lamentiren, Zanken: mibWägen führt keineswegs zum Ziele, und es wäre höchste Zeft. dass sich die Lehrer; Cantoren, Rabbiner; sowie ׳überhaupt alle - Cültusbeamte, zu einem Gänzen veremiM, - um eben in gefchlöffenen-Reihen - gegen all diffe Mängel׳ und Differenzen׳ MksäinNnd energffchvorWtn zu können: " Ä -«Die- Vorbedingungfür:-^das- ^.Bestehen; der. Prüfungen -vor: dem Konsistorien bleibt, aber doch. das.,Lernen, und letzteres ist leicht zu erreichen; wL^rinöHaS״@!irj|ere'nö'H!.inMezter Ferye^schjveb't... .(Die.Red.):: .;׳'/׳ .^'b).Äer Anfang zur t^eilwnsenAchS'Wrun'g.diesÄ vielseitig,gehegtes GedMkend^'-würdt׳' wM׳'.^n^^'^egrllndung''"deS^^emeknt»DMdÄ'.'rn' BöhnW^tzemacht/^^U-^ :<•> ,־;;!;;i-■י (Der Autor ) Nach dem Gesagten׳ Wre/es kkemlrch von mir, ׳aus alle eiitzelnen, vöst dem verehrten Collegen S7 ׳ angeführten Puneke maher ׳einzagehen, älstkn nur das'eM Hi inir noch gestattet zu PWtkw^öMtzäMch'derPiMinDWb'oie Sachlage richtig auf- -stffst^ünd'Mmswegs Mrch bas Kaleidoskop der Gleichgiltigkeit mnd^ndolW bttrachM, eilt Beweis hiefnr ist eben׳ diese M- MWluM Es׳ ist ferner unsere ״idyllische Ruhe^ keineswegs so beneidenswerth, im Gegentheil gerade der Provinzkollege ist mit solchen Pflichten und Aufgaben überbürdet, mit denen man sich aiü deir Resrdenzcäntor gar nicht hemnwagen dürste, und darum ist auch unser Dasein nichts weniger als idyllisch zu nennen. Zum Schluß wünsche ich, diese schwachen Zeilen mögen freundliche- Ausnahme und Widerhall in den betreffenden Kreisen finden, damit sie zu Gunsten und züM Bortheil des großeir Ganzen wirken und nicht blos als ״leere Flofleln" gelten; denn der herbste- Tadel lässt sich ertragen, wenn mau suhlt, dass derjenige, der tadelt, lieber loben würde. Nus dem Berichte der AMsnrr Israeli t e n R ü ß k a n d s. Der Messager du Gouvernement Hat die Statuten der Kinderbewahranstalt veröffentlicht, die S. M. her Kaffer auf eigene- Kosten zum Andenken an die Geburt der Großfürstin Olga, feiner Tochter, errichtet hat. Die Anstalt ist unter das Allerhöchste Patronat der Kaiseringestellt worden. Anbei einige Paragraphen der Statuten, die hervorgehoben zu werden verdienen. § 3. Es werden Kinder beiderlei Geschlechtes ohne Unterschied des Glaubens ausgenommen! §.16., Die Kinder von nicht orthodoxem Glauben werden den Religionsunterricht von Vertretern ihrer- Religion erhalten. §31. Die Kinder von nicht orthodoxem Glauben werden ihre religiösen Pflichten erfüllen im Einklang mit den Vorschriften ihres Glaubens. Die Regierung hat seit mehreren Jahren die Organisation des Monopols für Alkohol in Vorbereitung. Zuerst wurde diese große Reform in drei westlichen Bezirken versucht und nun in den Bezirken des Territoriums eingeführt. Niemand wird daran denken, den Fiskus anzukkagen, dass er hierdurch die jüdischen Familien, die von der Fabrication und dem Verkaufe von Spirituosen leben, zu Grunde richten will. Und dennoch wird die Existenz von mehr als 16O;0M Juden gefährdet; und wenn auch das Monopol einerseits dem Märchen- Einhalt gebieten wird, dass den Juden als den Giftmischer der Bauern hinstellt, so wird es doch das bereits so entsetzliche Elend der Inden in unabsehbarer Weife vergrößern. Was soll aus den Tausenden von Familien werden, die vom Handel mit Wem und Spiritüosen leben? Die aus Rußland kommenden׳ Briefe, die Nachrichten der Zeitungen schildern die Lage her armen!Leute in' tun trübsten Farben. Wenn es Ihnen noch ftek stünde, sich in dem Innern des Landes anzusiedeln! aber es ist ja bekannt, dass sie dazu verdammt find; in dem Riefenghetko, das ihnen angewiesen ist, zu leben und wo die Eoncutrenz derartig ist, ifäf* die besten Handwerker keine Arbeit finden und sich zn mtglaüblich lächtrkichen Preisen verdingen müssen. Me russischen Behörden find es/ welche Mein dem ünabfichÜkchÄ Mbek, das fie - heräufbefchtvölrech abhelstn Mnen, m-W fie dstfe» ÜA glücklichendie Niederlagen von Wein und Sprrstüoseir MivW traütW a inöeffett scheint' es, dass sie die Juden systemätffch aussMeNn!^^-^ : 1 ::’־r׳: v;': י"׳ ־

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