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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-10-11 · Heft 24 (11.10.1896) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 24 (11.10.1896)
Date
1896-10-11
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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M 24;... ... (OesterreiHisch-ungarifche LantoremIeitung. Seite 1. des ׳eigenen׳ Glückes abhängt.^ Nach/vollzogenem׳ Trauungsacte Ammte HW OVerÄlför Singer jn meisterhafter und HgreMcher Weise, unterstützt von ) seinem׳ Diener Hynagögenchor, M üWchen Gesänge an, welche allgemein beifällig aufgenymmen Würden und zur Hebung des Festactes erheblich beitrugen, wo.mit die heilige Handlung beenhKt erschien.- Von ' den anwesenden Festgasten, die: auch am Familiendiner theilnahmen, sind zuvördeMdie׳ beidM--Herren. Whwiegexsöhne. ches Mn Güttmann-schen Hauses, Nzw. Herr Baronvon Mayer sammt! Hemälin aus׳Coburg Knd״H'M׳׳b-7DH^füß^sämmf Gemalin ׳ üus Päris^ wie Iran JWWn Guttmännj Mute der" Braut, zu nennen, außerdem wären erschienen' Frau Dr. GüdemaH, - Uegierungsrath Ritter von Hahn,׳: Dr? Bacher^. Chefredactevr der ״N. Fr, Presse", Generaldirector Wittmänn von den Unionbank. Abgeordneter von Proskowetz, Gemeinderath Dr. Stern, ProkuristWttmgnn, Advycat Dr^.M.-Fremch,Herx. Steiygrgber, Hofopernsänger Müller,' Herr Übel, mehrere Oberbeämte des Hauses u. v. A. Möge das junge Paar all' her Segnungen theilhaftig. werden, die der - große Bekanntenkreis ihnen, spendet Und möge das neu zu gründende Familienhaüs eine - glückliche Stätte desSegens und Öeäfeiles tDeiten. Pxzemysl Unter den Deputationen, die anlässlich der letzten Manöver in Galizien vom Kaiser empfangen wurden, befand sich auch die Vertretung der israelitischen Cultusgemeinde. Rabbiner Schmelkes sprach bedeckten Hauptes den üblichen Segen, wofür der Kaiser freundlichst dankte. Auf die. patriotische, warme Ansprache des Cultusgemeinde-Borstehers Herrn CH. Wolf, erwiderte der Kaiser: ״Ich bin.überzeugt, dass ich auf die Treue der galizischen Israeliten, wie der Israeliten: meiner ganzen Monarchie fest rechnen kann". Der Kaiser zeichnete die Mitglieder der Deputation.Leon Schwarzthal; und M. Gans mit längeren Ansprachen aus. Eine bessere Widerlegung hätte das Lueger'sche Wort von den ״Fremdlingen" nicht finden können. .י . , י;.,:־ג; Orsvfta. Aus Anlass der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers in Orsova erschien die Deputation des israelitischen Gemeindedistrictes Unter Führung Sälomon Sternthal's, welcher gegenüber der Kaiser sich in folgenden Worten äußerte; ״Ihre Huldigung und Heu Ausdrück Ihres Dankes nehme ich gnädigst : ab. Es wird mir jederzeit zur Freude' gereichen, zu hören, dass Sie Ihre durch das Gesetz gesicherten Rechte in gemeinnütziger patriotischer Thätigkeit genießen können."? Budapest. Das ungarische Amtsblatt vom 3. October: veröffentlicht die mittelst allerhöchsten Handschreibens erfolgte - Ernennung des Herausgebers des ״Neuen Pester Journals",: Herrn Sigmund Brod y, zum lebenslänglichen Mitgliede des; Magnatenhäuses. Sämmtliche Blätter erörtern aus diesem Anlasse; die hervorragende publicistische Thätigkeit und. den vielfach - bekundeten Wohlthätigkeitssinn Brody's, auf den die Juden Ungarns mit berechtigtem Stolze blicken können. \ Gran. Nach fünfjähriger Dienstzeit wurde unser Cantor, - Herr Adolf Grünhut, mit einer bestimmten Gehaltserhöhung: definitiv angestellt. Das Beispiel unserer wohlorganisirten! Gemeinde, an deren Spitze der hochverdiente Präses Dr. Karl Hör n steht, sollte auch für andere jüdische Gemeinden ein Finger- - Zeig sein, dass Billigkeit und Gerechtigkeit es erheischen, einem j Beamten, dessen Verwendbarkeit durch Jahre erwiesen ist, das' Definitivum nicht vorzuenthalten. r Stettin. Der renommirte Theaterdirector, Herr Jaaues G.o l d b er g, eröffnete unser Stadttheater mit einer glänzenden Vorführung von Wagner's ״Tannhäuser". An dieser Aufführung.' welche eigentlich — ׳ als erste Vorstellung in der Saison — mit! ihrem aus allen Weltgegenden zusammengebrachten Personale ] keine.vollständige Abrundung des Gebotenen erwarten ließ, zeigte! sich so völl'Md ganz, fvAchd ausgezeichnete Kraft unser Theater. an dem Director Herrn Goldberg gewonnen. Nicht minder bedeutend erscheint uns der Cäpellmeister Herr Erd mann, der. seine zumeist jugendliche Künstlerschaar mit sicherer zielbewusster. Hand - den glänzenden Erfolgen entgegenführte. Von den mit-; wirkenden trefflichen Künstlern nennen wir zwei, weil der Wiener . Schule.entstammend, welche hier künstlerisches-Aufsehen-erregten, undzwarFräuleinM eißen(Elisabeth)undHerrnS z eng ery. Wolftam) — ein Sohn des Dbereantov Sing er in -Men. -2ד sowohl Herr SMgery als Iräukem Weißen wurden von dem ausverkaustm Hause durch wiederMkten stürmischen Beifall ausgezeichnet. ־ד ־7 :7׳! 7 Die. DHrchsührung im der BundesverfaffunA ausgesprochenen GchachtverboM Kerestet Schwierkgieitey. Dev MtreffenM V^affungsMM, hie Wucht einer unter dem ManteL des Thierschützes entfachten'antifemitifchen Volksbewegung, läutet: >»Das Schlachten der Thiere ohne vorherige Betäubung vor dem Blutentzuge, ist bei jeder Schlachtart und Viehgattung aus-; fiahmslos untersagt.^ Der schweizerische Thierschutzverein, der ein HaÜPtperdienst an dem wenig deeorativen Schlachtartikel der Bundesverfassung hat, erfuhr, es werde in der Stadt Genf ohne vorgängige Betäubung der Thiere weiter geschachtet. Der Verein erhob Beschwerde beim-BünöesraD derftinerseits die Regierung von Genf zum Bericht einlud. Aus dem Genfer Antwortschreiben ergab sich, das zwei Metzger in Genf in der Woche durchschnittlich ־ fünf Ochsen nach jüdischem Ritus schlachteten,jedoch unterAnwendungdessogenannten״Enervement". Dieses Verfahren wenden 'die' ''.MMer''W׳,"Wgör׳ Zeit beim Schlachten 'von Hammeln ach da hei denselben eine Betäubung unmöglich ist. Nach Angabe der Genfer Metzger ist dieses Verfahren ebenso rationell wie die in der Bundes- Verfassung vorgeschriebene Betäubung. Zum Ueberstuß hat der Genfer Chirurg Riverdiu festgestellt, bei diesem Verfahren trete der Tod sofort ein. Dennoch protestirt der Thierschutzverein dagegen und wird sich die Bundesregierung weiterhin damit zu befassen haben. Stochholm. Welche Stellung die Juden in Schweden einnehmen, und in welchem Ansehen einzelne von ihnen bei dem hochgebildeten König Oscar stehen, mag folgende Mittheiütng beweisen. Der früher bei der israelittschen Gemeinde in Elbing hervorragend beliebte und durch seine theologische und philo-? sophische Bildung ausgezeichnete Rabbiner Dr.. Klein wallet seit circa 15 Jahren hier seines Amtes und genießt nicht nur bei; unseren Glaubensgenossen, sondern auch bei allen Gebildeten und speciell bei seinen christlichen Amtsbrüderu das höchste : Ansehen. Seit mehreren Jahren docirt Dr, Klein an der Universität Upsala und ist für seine Thättgkeit an derselben bereits durch Verleihung eines Ordens ausgezeichnet worden. König Oscar, der von allen Vorgängen im Lande auf das Genaueste unterrichtet ist, hat auch von diesen Vorlesungen Notiz genommen und vor einiger Zeit Dr. Klein zu sich befohlen. In einer längeren Audienz ertheilte der König Dr. Klein den ehrenden Auftrag, im Herbste ihm und einigen Auserwählten im Schlosse über einige Fragen strengwissenschaftlicher Natur Borträge zu halten. Die Themata dürsten die Ursprünge des Judenthums und Christenthums, jüdische Philosophie und Mystik und Anderes behandeln. Wo solchen Männern Gelegenheit gegeben wird, ihr Wissen über das Wesen des Judenthums im Allgemeinen zugänglich zu machen, ist natürlich au eine Entfaltung des Antisemitismus nicht zu denken. Landshuk. (Baiern.) Die neuengagirte Sängerin, W. Feld mann, erzielte als ״Maritana" in der Döllingerffchen Operette ״Don Cäsar" durch ihre schöne Stimme außerordentlichen Erfolg. Frl. Feldmann, eine Tochter des langjährigen Bassisten am türkischen Tempel, hat ihre Ausbildung in Wien genossen. London. Am 29. September ist Mr. Georg Fandet- Phillips zum Lord-Major für das nächste Amlsjahr gewählt worden. Der Gewählte, ein Jude, ist einer der hervorragensten Mitglieder der City, der schon vorher verschiedene kommunale Ehrenämter bekleidete. Sein Vater war gleichfalls im Jahre 1865—6b Lord-Major, und es ist dies der erste Fall, dass Vater und Sohn den Londoner Bürgermeisterstuhl innehatten. Sir Phillips ist seit 1890 lebenslängliches Mitglied des Rathes der Uinted Synagogue. ״Haffras Kodesch“ leichte melodiöse Chöre. Sofia, Becitative far den Cantor, Liedes und Gebete, liturgische Notizen etc., also der ganze Caltua nehst Casualien. Gegen Einsendung von 5 fl. ö. W. oder per Nachnahme zu beziehen vom Herausgeber M. Tintner Cantor und: "Lehrer in Bunzlau.

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