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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-09-01 · Heft 21 (1.9.1896) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 21 (1.9.1896)
Date
1896-09-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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<2?eite f, *»£• Nr. 21 Baden. Donnerstag, dbü13 ׳. ü. M: Md HM Mter groM'BMisignM'hHMiWHMWs'HWDbEER^ehdor B e,r. g^Estäisi Der MHMnstW MamWWMHMesHlchtzpe war 'ew'MDr des als Wohlchäter. hochgeachteten Fabrikanten HeWM -Beuger und SWtetzersohn des' bekannten türk. Gkoßhänbl'ers M/H. MmO Kt Trau'Manse hätten sicheingefanden'det ./ist..'. CuMsgemeind.e, der Vrcepräses .her.Mlener.türk. .Gemeinde,:Herr Liccu Mdutt, samckl? den׳ Mmemdefunotlonärey, eine Deputation der Talmud- MvMscMe-ün^Wkrn-.Ä.-Here^Cimtok'-Schäfee Mg die üblichen Trauerpsalmen in äußerst erhebender Weife' vor, worauf Dberrabbiner Dr. Güdemann und Rabbiner Reich ergreifende Nachrufe hieltenי'/''''".''/'.''"":...'- י- ' . . .MalÄrzlrs- Anlässlich der Enthüllung des Grabdenkmales des seligen Rabbiners der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde Dr. H. P i s k o. wollen wir die ganz vorzüglichen Leistungen des an K. Rosenstein und äüch der mitwirkenden Herren Leopold Reis, Emil K l i n g e r und Emanuel F ü ch s rühmend hervorheben. *: Pr SS. Sonntaß, den 16׳> d. M. fand hie TraMng des Herrn' Richärd Br and ei s, Sohn des bekannten RüchhckNdlers und Redacteurs der ' Prager ifr. ״GÄneiMe-Zeitung", Herrn Jacob B< Brand eis, mit Frl. Ottilie Winter in der Pinkas- Synagoge unter. zahlreicher Betheiligung statt. Die gesanglichsitch'grsche Fünction versah Herr Obercäntör B. Kutmänn m VPMeMcheMWeise und erntete' derselbe wohlverdienken BeisaU k -I/ S^egLdill. Die hiesige israelitische Gememöe hat beschlossen, eine neueSynagoge und .ein neues Gemeindehaus erbauen zu lässE Dieser T Gememde-Borftehung eineSitzung gehalten, in welcher her Baucontract nnterzelchnet wurde. Der Bau des Gemeindehauses KeMnt M nächsten Monate, der des TempMMvelcher in gothischem Style--aufgeführt werden soll, im September des nächsten Jahres. Me Plane hat der Architekt Geza..Mä^ckus angefertigt. '' Darss. (Alliance-Bericht. Israeliten Persiens). Anbei die Ilebersrßüng eines Briefes, der vor einigen Wochen an das Ccntral-Comite gelangte. Die Mittheilungen, welche derselbe enthalt, sind zumeist durch Nachrichten aus einer anderen Quelle bestätigt;' dieselben weisen nach, wie traurig und gefährdet die Lage der Israeliten" Perstens ist. Das Central-Comite hat den Israeliten won Kirckanchah eineUnterstützüng zukommen lassen. Kirmanchah, den 25. Adar 5656. Dir haben die Ehre Ihnen mitzutheilen, dass der Gouverneur unserer Stadt den Preis des Getreides -erhöht״ hat. Die' Einwohner; haben einen Aufstand gegen ihn in Scene gesetzt und versucht/ ihn aus der Stadt zu bringen. Sie schlugen ihn uNd seine Soldaten. Alsdann begaben sie sich ins JudeNviertel und plünderten dasselbe. Der Werth der gestohlenen Gegenstände, Schmuck. MeidüngsstMe, re., betragt etwa 2000 Tomans, (circa 18.000 Frcs.). Alsdann beschlossen sie, die Juden zu mißhandeln. Mm dem Tode zu entgehen, gieng eine große Anzahl von ihnen zum Islam über. Wenn sie später zu ihrem ehemaligen Glauben zurückkehren wollten, würden sie nach dem mohamedanischen Gesetz hingerichtet werden- Wenn ein Jude stirbt, müssen alle seine Güter demjenigen seiner Verwandten zufallen, der zum Islam übergetreten ist. ״Ihr gebt viel aus, sagen oft die Apostaten zu ihren Verwandten, Ihr verkleinert unser Erbtheil; wisst Ihr denn nicht, dass alles, was Euch gehört, unser Eigenthum wird nach Eurem Tode?" Die Mollahs (SchiitteNpriester) ermuthigen die Uebertretenden darin, uns zu mißhandeln; und stacheln die Mohamedaner gegen uns ׳aus; sie treiben sie dazu an, uns auszuplündern, unsere Frauen und Töchter zu schänden. Die Mollahs find viel einflußreicher als der Schah und seine Gouverneure. Die Perser folgen ihnenblindlings und führen genau ihre Befehle ans. Wir ׳stehen am Abgründe. Wir haben Nicht die geringste Stütze und sind sehr um unser Schicksal bekümmert. Wir sind alle im Gleich und haben Nicht hie Mittel,, uns durch . Re. Flucht 'den Strafgeldern und körperlichen Züchtigungen, dmen wir ausgesetzt smb; zN entziehen. Vor einigen Mottaten -hatten einige Mollahs,' Mohanftdaner, Schrnucksachen entwendet.-Die Besitzer der Schmucksachen erkannten die Diebe und erhoben7׳Klage bei demrGpuverneur. Me-SchnWgen würben festgenommen. Als die WlstkWn zur 'Rechenschaft gezogen wurden, behaupteten sie, einen Theil ihrer Schmucksachen an echen Odifchen Kausmann, NameW MoM Meazar verkauft zu habm. Aksbälb würde der Juhe emgespeM und iuWftn gelegt. DieMkqbW der DkM ergrUen Partei zu Mnsten des Indens her erst in Freiheit gesetzt würde, nachhem er 5ftUomans (490׳ Frcs.) bezahlt hatte. NrfS-HoM. Die durch M bekaNM Broschüre des Dr. Herzt in KW HeSrachke «-Mische Kragewird in eurem hochinteressanten WW üüh mft gründlicher Gelehrsamkeit von deck bekannten Professor Dr. E Jäflrow jnN. in her vorneMen Zeitschrift ״Jnkematidnäk Journal of Ethicsbehandelt. urw kommt er jpc dem Schlüsse, dass die innere Phase des ״Mischen Frage" mtt der äußeren Phase in enW VerknüpfMg stcht. Der Verlauf des JühenHums hängt von der Behanölung ab, die den Inden zn Theit geworden, mrd schließlich sind es die Inden, die das Jndesithum geftäkteck, und nicht das Jüdenthmn, das die Juden gestaltet. Wenn, wie es den- Anschein hat, das gesellschastliche Borurtheil gegen die Juden nach und nach sich überlebt, so kann es keine Frage sein, hass, das universale Element in her jüdischen Religion den hervorragenden Zug bilden wird. So lange sie indessen in der Ausnahmestellung zu verbleiben gezwungen sind, so lange werden die absondexnden.Merstnale, weW ׳der Religion durch Hren Raffeumspmng ausgetMO wurden, beibehalten werden. Die Pflicht, die hem Juden obliegt, ist klar genug: Den guten Willen und-die AchtnngDerer zn erwerben, in deren Mttte sie lebe», muß eben durch das gute Beispiel, das sie geben, du-ch die MWHnng an W WW der Menschheit geschehen« und ihre. Stellung zur eigenen .UHgchn kann nur durch Me AsLWügung tzsMiWWiek wsrdew Ntzer» Zeugungen reiflich gewonnen Mb festgehakten, können niemals auf Irrwege Hhreu- Dw s.chwMlgkN PrMemsder Religion können blos hnlH geistigen Müth gelöst werben. Die Pflicht des Meisten lW ebenso ftar har. Ihre Herzen von.Mn .KNerAten ׳;mitEormGMen'-ft« zn wachen, has Evangelium der Humanität, wie es Jesus gelehrt, in die MrMchkeiL überj zutragen, gegen alles Unrecht, gegen alle Ungerechtigkeit, gegen alle Sontzerstellnngen, welchem JMvidüum sie auch angMiese» \ wird, zu protestiren. So weit die Zukunft in Frage ist, mögen! Juden und Christen es lernen, ihr mit der Ruhe entgegenzu-! schauen, welche hie alten.israelitifthen Propheten kenNzeichnete, welche sich bewusst wären, ihre Pflicht voll nüd׳ ganz erfüllt zu haben, wenn sie ihre Herzensüberzeugung furcht- und rückfichtslos verkündet und ihre Ueberzeuaung treu der Wahrheit das Wort geredet. — Der berühmte Rabbiner und CanLvr Rev. Osias - Hochglück, früher in Ponghkeepfie. N. I., unb in Newark, N. G.! und zuletzt bei der Co-ngregation Tempel Mnai Israel, 79-. Str., New-Iork. ist nach einem glänzenden Probevortrag einstimmig i von der Congregatrön ,Men StQ Synagogein Baltimore! gewählt worden. Es hatten sich 78 Canhidaten um dieselbe Stellung beworben' und K haben geprobt. DrüErhler-Berichttgung» In Nr. 2S, Seite k, in dem Außrufe ״Zur gemeinsamen Abwehr" soll eS heißen statt ״die sämmtlichen Frauen und gutgesinnten" richtig: ״Die sämmtlichen treuen undk gutgesinntzeu Standesgenoffen". ^_ CorresxondeW drr Kedartion. A. in V. "1V2 Gan^kebern kauft die bekannte Selchfabrik I. Lheumann, Wen, Ik., Eircusgaffe 40. —^ G. in P״ Empfehlen Ihnen bestens die Talesfabrik in Kolomea. (Siehe Inserats — D. irr K. Bereits besetzt. — W. in Fl.. Bukareg und B. in Gr. (Odessa). Der Unterricht an der ״Cantoren Bildungs-Anstalt" des Obercantor Bauer beMNnk erst nach alldn Feiertagen. — Sxr. in fl Die eingesändte Richtigstellung erscheint uns überflüssig, da Ähren Ausführungeir eigentlich vom keiner Seite widersprochen wurde. — Sk, in H* Bezüglich der Petition bitte sich direkt an den Vorstayd des österr.-ungar. Cantyren-Bereines zu wenden. — I» B. ist L. Ihr Unerbietett muß erst in der nächsten Vorstandssstzung beräthen werden. Bitte sich gleichfalls direkt an den Vorffänb W wenden. — N, G«. irr f. Wurde bereits in, voriger NuMmer veräffentücht.' - , ך - י- -- ' ' ■—d— 7־ . ־ ־ ־ 1 ■ I ■[ ... י I. E-ch Wir machen unsere Leser auf den der heutigen Nummer unseres Blattes beiliegenden Aufrufes ^6^ CanllraP-GrtlifilTQSi GlrQiftignaigi'/^bfl^r jüdischen Haspitales in ierusafem hesonifers aufmerhsam.

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