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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-03-21 · Heft 9 (21.3.1896) · p. Seite 6

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 9 (21.3.1896)
Date
1896-03-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6, Seite t י -$tW■ i Gesterreichisch-unggrisHe Lantoren-Heitung. 9tr. 9. sind auf ein und derselben Basis gegründet, beide vollständig :lt. W Me Htte VIH yMJ jV*VV1 1 , - ~ •V. ' MMchr HeMßk man unter deutscher Schule heutzutage Bluter MsienischedHen kolorirteü ׳ -^׳die HW"LÄeE zE^vMchrebene׳ öHken! ׳ KünstleH siH müsset' 'Leide HÄtz KiH^jM: WKDM MüAünbedinht״M!D Milüks örtlnHMes SüMnHlHRMdeMtt'M'erreicheD; wHH nicht Lym,. kackt'-Äe^E ^HKNMKn ÄnsHm^HlaW^aöf; Ä»k׳WnK.MlsW^^^׳r^M'MÄlän6'׳MK«"weder׳ Mann Wch'HrM noch Sängerin:" Der.. HlM^iMerf^ö zMschW Mer׳׳:rnd . neuer Geso^biÄsing Ml AHtEtDü, Ms' siDK^ die Leute, sechs bis acht׳ Zähn' UntÄ-: Mk Hätten HWpM Nrö Gesang, und Hss Mau das jM rn: cWal Mhre üöWKt. "Hw \üg^crc eWicheN7^ HHöchte Her Len Msspruch/RoMs׳ emschöZM, - EHsagt, Hass A Mt Zähre am HüH^ gHrnt/ bisH'Hn Äif M'׳MM gMWt/"-^K,Ha,׳AH׳ere machen das in vier : Wochen!'Wo etwas Muß ewig eiU Stümperwerk bleiben, ׳es müssten denn hochbegnadete Genies Hn, 'He durch' göttliche: WMä Wtes Äschen i Heu gerade wirkliche Genies fangen! dNH/ erst recht M zu lernen, wenn sie sehen, ' dass ' es im; Gtunde Än aNen Eckm und Enden mangelt, und werden sich : mMM dem momentanen Msfluss ihres׳ Gefühles begnügen.- ׳!׳' ' Eine Röllezu schafsen/siezu durchgeisttgen, sie physisch! zu bewältigen, He sich M eigen machen, in ihr aufzugehen,: respecüve sie sich einzüsingen. das braucht Jahre, und dann erst,: maut man sie hundertmal gesungen, merzt man noch 'Uneben-: hestän aus, mutz äüch bedacht sein, grötz,׳ edel ׳und׳ maßvoll H; Wiben; mie 'Mele^/beachM'^Ms7׳hMtzMge? Das große; Üebungen singen, lmlge Töne tragen^ mit großen Äthemübungen,׳ Wwnt ganz aus der Mode; das WralensingeN strengt mich zw sehr an, heißt's da; sch aber wer gute Scalen singen kann, dem! wird auch alles Andere leicht, und das ist das Geheimnis, seine Stimme sung und frisch zu erhalten, bis in's höchste Alter. Meine selige Mutter hat mir oft gesagt: Für's Auswendig-; können und Reinsingen giebt Euch kein Mensch einen Pfennig,! das versteht sich ganz von selbst; wenn Ihr eine große Rolle: gesungen habt, müsst Ihr am Schluss derselben so frisch sein,; dass Ihr sie noch einmal singen könntet, so viel muß bie! Stimme aushalten können; auch dass man stets einen h alben! Ton mehr haben muß, als man braucht, sei's in der Höhe ober in der Tiefe. Lauter göttliche Lehren, die ich mir nach Lsn Tode meiner Mutter sehr zu Nützen gemacht und die ich allen Süngern empfehlen kann. Da nun das Studium und Jnstandhalten der Stimme so schwierig ist, so verlangt der Sänger auf der anderen Seite die größte Ruhe. Hat man läglich seine zwei Stunden — im Gänzen — tüchüg tnid güt geübt, so hat man vollständig genug. Gesellschüsteu dtwf matt gar nicht oder nur wenig besuchen, man Mß'sich ^ehr Wegen dÄch guten, stärkenden Schlaf bA siühem ZHetWen, mutzBvperüche BÄvegung machen in guter, frischer Li^t,'dÄtn der geistigen RÄesi mH M Gegengewicht geboten werden. Kräftiges,׳ gutes Essech alles mit Maß, Me Überhaupt die. Worte Maß und Grenze so recht für das Wben Äd^düs ^Hßd'M^s ^KÄstlrD -gemachtststid/׳r y-: 'm 1 ׳, viÄ.MPbräuch^ ׳getrieben; ׳iK,D, - WLNN'-Mä Wk dass'Mirte, He ^WHeß^MlWsMes^eMLÄter-M chabenMieMit GÄw, ׳ÄlE^^ Wh übe?UWereHMwungeü Hüm, mit Solchen, die kaum die Kinderschuhe ausgetreten, geschweige HjiHsichHm 'He Wist v'erWnf'׳WMt HHH in eiW. Topf EeMrsen"werden: ‘'‘׳׳s *?*•.?’,1*י ‘ffi? ׳׳" ׳- u'2h ..״׳ ■־Das' durste nicht sein.. Das Wort Künstler müsste der Kritik und dem/HuHstunHWgDM^ diesWMHrenst^Mürsett stESdHe^HgM^die^fH! JahEHn^,btzvHrl! hDd! Hann nMM mMMnach DHen, Ms nmM Hiner seine' Nase tischt so HM 'trggeü^ wie Hm, es: M, jwHs'Hi^ Hr Hrn! tW. Man laH nicht KünsMin s^nHit seAMnÄer KanM'AMeß. 'Der. ÄMfMmust^Hst Hm' Sch^H!in'HaMer Bezje!Mg gMttAt7fein,^biß er sich''seines'Husten ZieW HÜ Mensch W'^Kchistler klay bewusst WUIo.ll.en A^s,7.HM.e,^Mstlech^MHam^MrstMG,' woher:solt mau sigs M,!WHe^MäöchMnMnen^ Leidenschaften, ston'steneH. mH oft nie.im HbÄ berücht.'wird, oftM^stoHHtreist.''WAäMt fteilich sHn'schon HarHs" etwas HMM:'aMDieM'.' mDen wru doch selbst: Mehen, ehe wir's verengert, yd er 'verstärkt7aus He Sühne bringech. ehe wir es,!Hrchs Mrz veAelt^sn unserem Gesichh und. Gesang wiedergeben können! Hie^.Herren ^^DirestHen wollen aber schon sechszchnfährigeHimstlenHH, das werden sie nie erreichen; es "wird dadurch' der' Kunst, einHloUariat heran- .gezogen, aus dem.in heg. .seltensten/Fällen' etwas wird. 'Der .Hörper ist . nicht ausgewachsen,.. Gehirn,. StHme und/Körper werden überanstrengt, sie, die nothwendig der sorgsamsten Wege hedürfen, sollten später sich zu. den gesunden Menschen/ und Künstlern entwickeln,:Meist erreicht der MHn erstseineoollkommeye Kraft mit Ende der dreißiger Jahre,, die Frau nicht pox dem .dreißigsten. Dann erst. kann von Künstlerschaft die. Rede sein, . wenn Geist und Körper vollkommen entfaltet sind. . . /; Was: ich gern singe? Nun, Alles, was wirklich edel und schon. Von Rollen liebe ich am Meisten Fidelio,, Lemzunächst hie Donna Anna, dann kommt, aber gleich die Isolde. Sie erschöpft so Alles, was weibliches Fühlen heißt, sie verkörpert mir am meisten ein Weib, wenn auch ein sündiges; ich. kann gayz aufgehen in ihrer großen Liebe, ihrer Erbitterung, ihrem Schmerz — und das ist das Höchste, was ein Künstler von einer- Rolle .verlangen kann. Es ist auch keine Rolle, es ist ein ganzer Mensch. Für Mozart möchte ich wer weiß was thun! Ich liebe ihn wie das Sonnenlicht, in dem. man sich wärmt, das man einathmet voller Glücksgefühl. Wagner reißt mir oft Herz und Gedanken in Stücke, es ist das Leben eines großen Menschen mit seinen Höhen und Tiefen. Dennoch dünkt mir, dass wir. ihm mehr zu danken haben, als seine Werke; durch ihn ist ein geistiges Hefühl in die:Musik gekommen,, das uns viel von Beethoven und speziell Gluck verstehen lässt und erfassen, was wiü sonst vielleicht noch lange nicht, hätten erschöpfen können.. . Rathschläge jungen Kr.ästeu zu, gehen, ist theuer, das heißt, mau giebt .sein Bestes und wird nicht beachtet. Eins aber muß bei Allem, vor Allemsein: Fleiß, und wieder der Fleiß..Dazu gehört'nun noch! Stimme, Talent, Äusdäuer, 'viel!WNnen auf allen׳ Gebieten,'-ein gesunder Körper,' grenzenlose Hingabe zur .Kunst — dann siulnH-mst Der!3$ etwaD werden. , -/ ’ Wien. Der in weiten KreiseüLälslWbhlthätex bestbekannte Herr Leopold G o m p e r z, ׳ gebürüg aus.: s^eßburg,׳. -bych seit üahezwHGDahchu iiuMieü )wohHaft/WieM vorige-Mpche im .MMse.׳MvWemH:Hnii80.׳-GWlrtstügriMvMster GePessrische und ckörperlicherÄGMndhAt.-Hevö GömperzHhielt ysiHMyreNde MWißungenP uMer^Msier-en Much? eine. Ä WärsnsteO Tone

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