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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1896-03-11 · Heft 8 (11.3.1896) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 8 (11.3.1896)
Date
1896-03-11
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 8 Gesterreichisch-ungarische Lantoren-Aeitung. Seite 7. Jugendzeit hielt, und Anderen. Zum Schlüße sprach Obercantor' Goldstei n Zeinen Mischeberach auf Rabbiner. Cultusvorsteher und Vereinsvorsteher und recitirte das Tischgebet unter allgemeinem Beifall. Um 10 Uhr' schloß das Bankett in animirtester Stimmung. — Der Verein, der mit kleinen Anfängen begonnen hat, erfreut sich jetzt zahlreicher Mitglieder und entwickelt eine wol geräuschlose.aber doch sehr intensive humanitäre Thätigkeit. Der gegenwärtige Vorstand besteht aus dem Obmann Eduard S ach s und den Vorstehern: Georg König, N. B achra ch, Dr. Ä. Herzfeld, B. Kanitz, I. Hirschfeld, und D. Lichtenstern.; Wien. Sonntag den 7. d, M. hielt der hier zu Gast weilende Bezirksrabbiner M a r m or st e i n aus Szenitz über Einladung des Tempelvorstandes der Fugbachsynagoge daselbst eine Rede, aus welchem Anlasse ein ungewöhnlich zahlreiches Publicum dem Gottesdienste anwohnte. Die Ausführungen des gelehrten, der konservativen Richtung angehörenden Rabbiners, der über ein hervorragendes Rednertalent verfügt, wurden von der andächtig lauschenden Versammlung mit vielem Interesse verfolgt, das sich am Schlüsse der Rede in allgemeiner Anerkennung kundgab. Am folgenden Tage wurde Herrn Rabbiner Marmorstein von Seiten des Tempelvorstandes ein Ehrengeschenk nebst einem schmeichelhaften ׳Dankschreiben übermittelt. Prag. Letzten Samstyg, 11 Uhr Vormittags verschied Herr Obercantor Singer von der Klaussynagoge, der sich in Gemeinde- und Collegenkreisen allgemeiner Sympathien erfreute. Das Leichenbegängnis findet Montag den 9. um 3 Uhr Nach-- mittags statt. Troppau im März. Der ״Troppauer Synagogen-Chor" veranstaltete am 29. Februar anlässlich des Purimfestes eine gesellige Abendünterhaltung, die einen glänzenden Verlauf nahm. Die beiden Herren Vorsteher, Herr Dr. Sonnenschein und Herr Fabrikant Spitzer, sowie viele Familien ans den besten Kreisen der hiesigen Gemeinde wohnten dieser höchst animirten Unterhaltung bei. Unter der Leitung des Herrn Obercantor Singermann sang der trefflich geschulte Chor, der nahe 70 Herren und Damen zählt, einige Mendelsohn'sche Chöre, die mit größter Präcision und Exactheit zu Gehör gebracht und mit stürmischem Beifall ausgenommen wurden. Hierauf folgten mehrere Solo-Vorträge, von Herrn Obercantor Sing e rmann, der schon bei seinem Erscheinen auf dem Podium mit mästendenwollendem, stürmischem Beifall gegrüßt würde, und einigen Damen und Herren des Chores, die ebenfalls lebhafte Acclamation fanden. Ueberhanpt war düs .ganze Programm, das aus 12 Nummern bestand. sehr geschickt zusammengestellt und wurden aüch die declamatorischen Vorträge mit vielem Interesse und Anerkennung angehört. Nach den Vorträgen begann ein gemüthsicher Tanz nach den Klängen unserer tapferen Regiments-Musik, der in höchst animirter Stimmung erst gegen Früh sein Ende fand. Troppau. Am 15. April begeht unser zweiter Cantor, Herr Jacob Herz, das Jubiläum seiner 30-jährigen Tätigkeit in unserer Gemeinde. Ein schönes Zeugnis für den. Beamten wie für die Gemeinde. Herr Cantor Herz hat durch seine treue und hingebungsvolle Wirksamkeit in hiesiger Gemeinde, die er von ihren Anfängen an heranwachsen sah, sich viele Verdienste, sowie durch seine besonderenund tüchtigen Leistungen, namentlich aber durch seine-schönen Vorträgen an den hohen Feiertagen, viele Freunde und Gönner erworben. Es wird wohl genügen nur darauf hinzüweisen, um unseren löblichen Cultusvorstand wie die Gemeinde-Mitglieder zu veranlassen, diesen Tag des Jubilars zu einem freudigen und schönen zu gestalten. Wir aber wünschen, dass es dem immer noch rüstigen und thatkrästigen Collegen vergönnt sein möge, in voller und nngeschwächter Kraft sein schweres Amt bis zu seinem. 50-jährigen Jübiläum versehen .zu können, zur Freude seiner Familie und zur Freude seiner Gemeinde und seiner Gönner. Raab. Samstag, den 29. v. M. fand die Verlobung des Frl. Risa Weiß. Tochter unseres beliebten Cantors Herrn Ludwig Weiß, mit Herrn Jacob K Ki n. Eantor-CänMÄ-(eins der Schule des. Mercaütor Bauer' ln Wjeü)' statt.' -.׳" י' ״ י יr’ Ajtony. Am 23. v. M. fand in der hiesigen israel. Gemeinde ein erhebendes Fest statt, indem an diesem Tage der 125-jährige Bestand der Chewra-Kadischa gefeiert wurde. Die Feier begann mit einem Gottesdienste, welchen unser allgemein üelie&ter und bewährter Obercantor L. R o sen zw eig Mit einem von ihm componirten prachtvollen Na. towu eröffnete, Oberrabbiner Dr. V a j d a hielt sodann eine schwungvolle Predigt, in der er besonders die segensreichen Wirkungen der Liebe , und Eintracht betonte, die von jeher in der Äbonyer Gemeinde herrschten, und an welcher Tradition festzuhalten, er auch die jetzige Generation aneiferte. Mit einem, vom Obercantor Rosenzweig ergreifend vorgetragenen Elinole rachanmn fand der chöne Gottesdienst seinen Abschluss. Nach dem Gottesdienste and eine Festsitzung statt, bei der Rabbiner Dr. Vajda einen höchst interressanten Vortrag über die Gründung und Entwicklung der Gemeinde und der Chewra-Kadischa hielt. Nach der Festitzung folgte ein Bankett (חברה סאח״ע), an dem viele auswärtige Gäste, so auch der Rabbiner der Nachbargemeinde Czeglöd, Dr. F e l d m a n n, theilnahmen. Zur Würze des Mahles trugen die gelungenen Gesangsproductionen des Obercantor Rosen zweig, sowie viele gute Trmksprüche, besonders die!des-Herrn Rabbiners Dr. Feld mann, bei. Aber nicht nur der guten Laune, sondern auch der Mildthätigkeit wurde gestöhnt, denn es wurden 1500 fl. zu wohlthätigen Zwecken gespendet, und viele arme Familien wurden an diesem Tage mit Speise und Trank, sowie mit Geldmitteln versehen. Csakaturw Am 23. Feber hielt die hiesige Chewra- Kadischa ihre ordentliche Jahresversammlung ab, welcher ein feierlicher Gottesdienst im Tempel vorausgieng. Derselbe wurde mit dem vom Cantor Mor. Balogh mit Chor und Harmoniumbegleitung vorgetragenen ״Ma-towu" eingeleitet, worauf das Minchagebet verrichtet wurde. Herr Rabbiner Schwarz ließ in seiner Festrede dem Vereinspräsidium für sein humanes Wirken volles Lob angedeihen und mahnte sümmtliche Mitglieder, ihren Eifer für diesen wahren Gemilus OLessä-Berein nie erkalten zu lassen. Zum Schluffe wurde noch ein ungarisches Lied gesungen, welches mit vieler Andacht angehört wurde. Hierauf begaben sich die Vereinsmitglieder in den Gemeindesaal, woselbst über die in der Tagesordnung angesetzten Puncte verhandelt wurde. StellendrrändrrunKen.Herr Moritz Schorr, bisher Obercantor in Siklos wurde in gleicher Eigenschaft in Pitesti (Rumänien) und Herr A. S ch l e'fing e r ebendaselbst als Cantor und Lehrer der deutschen Sprache acceptirt. Corresxonden; der Redartron. Den geehrten Herren Rabbinen, Cantoren nnd Gcmcindcinitgliedern empfehlen wir die alte und bestrenommirte Talles-Fabrik Ion SS Säger in Kolomea (Galizien) aufs Beste. Dr. 3T. G. in N. Wollen gefälligst über cingefandtes Manuscript verfügen. S. in B. Ihre Anregungen werden wir nächstens verwerthen. An vre geehrten Kerren Abonnenten in Nngarrr! Nachdem vir Einfichrnng des P^oftcheckverkrhres inMrgarn für uns mit grotzen Kosten verbunden ist und von gehofften Erfolg nistrt hatte, fetzen wir uns vrrantasst. Venfelben aufzuhrbrn. Indem wir dies den geehrten Nerrn Abonnenten in Ungarn pc Kenrrknis bringen» bewilligen wir aks Entfchädigung bei Einfendung des halbjährigen Aborrnemrntsbetrages den Achug der Dortogrbutzr. Die Ledartivn. ME- MUSfKALlEN-DRUCKEREf von (Erste ־Wiener :Zeitungs- Gesellschaft); . Wien, Vf; Seitengasse 7, [im eigenen. Hause]. empfiehlt sich den P.. T. Herren':. ■Gmtörm. '׳Ä Cowpasitenren■* &ur■ Anfertigung von Jtatenstiek und Jlotemtruek, als einziges comyhtt eiltgericktetes' In^ßtut MfSpc Art im Intmä lAüsfafäädl,

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