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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1894-06-15 · Heft 16 (15.6.1894) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 16 (15.6.1894)
Date
1894-06-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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I I 1 % s ו Oesterreichisch-ungarische n - Zeitun Prämimcrations-Prcis. FürLunlsrrn tt.Ciiltusbcamfe in Vrstrrrrilir-Angarn Ga>!zjähvil,.fl. 1.— Halbjäbrig.fl. 2.— FürLantorcn n.Cnlfuobrnmte im Ausland Ganzjährixi.8 Mark oder 4 Nubcl. Für Prioatc n»d Instilnie Ganzjährig.fl. 6 — Central-Organ für die Interessen der Cantoren und Cultnsbeamtrn. Erscheint jeden zehnten Tag. Begründer: Obercantor laood Kaukr. Hedartwn und Administration Wien II., Novaragasse Nr. 27. Inserate werden billigst berechnet. Manuscripte werden nicht retournirt.! Abonnementsu. Insertion», j betrage find in Wien rahlbar- Nr. 16. Wien, 15. Juni 1694. 14. Jahrgang. Allerhöchster Dank Seiner Majestät des Kaisers. Dem Borstande des östcrreich.-ungar. Cantoren-Bcrcincs ist für die vom Cantorcntagc und der General-Bersannnlnnst des östcrr.-ungar. Canloren-Bereincs Sr. Majestät telegrafisch dargcbrachte Huldigung mittelst Ei lasses Sr. Excellcuz des Statthalters von Nicdcröstcrrcich durch den Bürgermeister der Stadt Wien der allerhöchste Dank Seiner Majestät des -Kaisersund Königs befnnnt gegeben worden. Die betreffende Zuschrift hat folgenden Wortlaut: Z. 420/94. ״Im allerhöchsten Aufträge Seiner kaiscrl. und königl. apostolischen Majestät gibt Seine Exeellenz der Herr Statthalter von stiiedcrösterrcich dem Österreich.-ungarischen Cantoren-Bereinc für die ans Anlass seiner Versammlung in Wien am 28. Mai a. c. durch seinen Vorstand telegrafisch dargebrachte Hnldignng den Allerhöchsten Dank Seiner Majestät bekannt. - Ich beehre mich Euer Wohlgeborcn hievon zufolge Erlasses Seiner Excellcnz des Herrn Statthalters vom 6. d. M. Z. 3716 Pr. behufs entsprechender weiterer Bekanntgabe an den Verein x\1 Kenntnis zu setzen. Wien, am 8. Juni 1894. Dr. N a i m n n d G r n b l m. p. Bürgermeister. An den geehrten Vorstand des österr.-ungar. Cantoren-Bereines." Nach dem Cantorentage. Der herrliche und ersprießliche Verlauf des Cantorentages, über welchen-wir uns eine eingehende Besprechung noch vorbehalten, hat den Theilnehmern desselben soviel Interesse, soviel Liebe und Anhänglichkeit für den Cantoren-Verein, der von so trefflichen Männern mit so inniger Hingebung und Geschick geleitet wird, eingeflvßt, dass es gewiss jedem Cvllegen, gleich mir, ein wahres Herzensbedürfnis wurde, diesem nach so edlem Ziele strebenden Vereine als Mitglied anzngehöreu. Nur durch die Verbindung und Vereinigung aller Cantoren kann das edle und heilige Bestreben der verdienstvollen Männer des Vorstalides unterstützt und erreicht werden, und darum ist es Pflicht eines jeden Cantvrs, gleichviel ob er sich in großer oder kleiner Gemeinde befindet, dem C a n t o r e u - B e r e i n e beizutreten. Von dem Bewusstsein dieser Nothwendigkeit durchdrungen, rufe ich allen Collegen zu: Auf! lasst uns vereint das schöne und edle Ziel des wackeren Vorstandes verwirklichen helfen, denn ״Verbunden sind auch die Schwachen mächtig!" Ferner muß es eine ernste Pflicht eines jeden Collegen werden, das Fachorgan, die״Oesterr.-uugar. Cantoren- Zeitung", welche ieit ihrem Bestände so unendlich viel, für das Wohl unseres Standes geleistet hat, nach Kräften zu unterstützen. Dann kann und wird unsere heilige Sache zum glücklichen . Ziele führen! Bei dem hochgeschützten Vorstände des Cautoreu-Bereines möchte ich noch Folgendes in Anregung bringen: Aus den fortgesetzten Mahnungen in der ״Cantoren-Zeitung" ist es ersichtlich, dass viele Mitglieder mit den pflichtgemäßen Beiträgen gar oft im Rückstände sind. Ich glaube, diesem Uebelstande ließe sich zum großen Theile dadurch abhelfen, dass der löbliche Vorstand einen P o st - C h e ck - V e r k e h r im Vereine einführt. Es würde dies die Einzahlungen ungemein erleichtern und dem Cafsaamte sehr viele Schreibereien und Portospesen ersparen. Ich richte daher an beu hochgeschätzten Vorstand des Cantoren-Vereines die Bitte, diese meine Anregung in der nächsten Sitzung gefl. in Berücksichtigung ziehen zu wollen. Im Falle, dass dies durchführbar wäre, können Sie des herzlichen Dankes aller Vereinsmitglieder gesichert sein! Troppau, am. 8. Juni 1894. Obercantor Singermann. Neber Lhafonus und Steiger. Von Cantor Isidor Schwarz, Wien. (Schluss.) Ein gelindes Grausen erfasst mich beim Anblick der Blütterzahl, die ich dazu verschrieben, um in dem wirren Chaos der Steigerfrage einige neue Momente geltend zu machen. Ich bin mir dessen bewusst, dass ich mit der Anschuung Jener, die in dem Chasonus einen tönenden Widerhall, einen Schimmer des levitischen oder davidischen Tempelgesanges erblicken, im Hellen Contraste stehe. Auch bin ich nicht aus dem Holze, aus dem man echt in der Wolle gefärbte Geschichtsschreiber schnitzt. Mein Grundriß ist in knapp-concisen Strichen entworfen, für -die Eintagsjournalistik berechnet, die stets mit Arbeit versorgt

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