Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 13 (1893)
- Issue
- Heft 26 (1.11.1893)
- Date
- 1893-11-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Oesterreichisch-ungarische Prämnn erations-Preis. FnrCsnkorrnu.Cultusbrsmte in Vrsterreilh-Ungarn Ganzjährig.fl. 4.— Halbjäbrig.fl. 2.— FiirCanlorrn u.Cultusbeanlte im Ausland Ganzjährig.8 Mark oder 4 Rubel. Für Private und Institute GanAährisj^.fl 6.— Central-Organ für die Interessen der Cantoren und Cultusbeamten. Erscheint jeden zehnten Tag. Begründer: Obercanior Jacob Bauer. Wien, 1. November 1893. Rrdartion und Administration Wien II., Novaragasse Ar. 27. In fee nie werden billigst berechnet. Manuscripte werden nicht retournirt. Abonnementsu. Insertions. betrage stnd in Wien zahlbar- 13. Jahrgang. Zum Lantorentsg. In Fortsetzung der in voriger Nummer begonnenen Rubrik ״Zum Cantorentag" veröffentlichen wir im Nachfolgenden alle diesbezüglich bei uns einlangenden Anfragen, Anträge und Nnregungen und ersuchen die Herren Collegen, sich an der Discussion derselben recht eifrig zu betheiligen. Mähr.-Bud Witz, am 23. October 1893. Löbliche Redaction! Entsprechend dem Wunsche unseres verehrlichen Vereins- Vorstandes, dass jeder College über den passendsten Zeitpunkt, zur Abhaltung eines allgemeinen Cantorentages sich äußern möge, bitte ich Nachfolgendes publicieren zu wollen. Ich bin gerne geneigt, den beiden ״Eingesendet" in Nr. 25 d. g. Bl. beizustimmen, dass erstens die Wichtigkeit und Noth- Wendigkeit eines allgemeinen Cantorentages nicht zu unterschätzen sei und auch ferner, dass die Weihnachtsfeiertage mit Rücksicht auf jene Herren. Collegen, die auch Lehrer sind, hiezu nicht ungeeignet sein dürften. Meine Bedenken jedoch, die mich vermllassen, gegen die Abhaltung gedachter Versammlung in der nächsten Winterszeit zu sttmmen, sind folgende: 1. Scheint mir überhaupt der Winter, der kurzen Tage halber, nicht geeignet hiezu, indem wir in Erwägung ziehen wollen und sollen, dass sich an einem Sommertag weit mehr ausrichten lässt und wir dadurch unseren Urlaub aus die Hälfte reducieren könnten, was 2. auch dem wichtigen Bedenken zu Statten käme, nämlich die Kosten eines mehrtägigen Aufenthaltes in Wien besonders siir jene Collegen, welche nicht in der Lage sind, 20 bis 30 ft. und auch mehr zu diesem Behufe gn verwenden. Wenn wir nun diese Fragen aufwerfen, so dürfte meines Erachtens ein mehrstimmiges ״Nein" antworten. Ja, die Herren Collegen, welche entweder günsüg situirt silld, oder aber die Gastfteundschaft eines in Wien wohnhaften Brirders, einer Schwester oder sonstiger Verwandter heranziehen wollen und können, haben selbstredend ein leichtes Spiel, jene aber, die absolut auf ihren eigenen Säckel angewiesen sind, werden wohl mit mir ein saueres Gesicht dazu machen. Dem Besagten zufolge ist nun mein.Antrag: Erstens, der projecürte allgemeine . Canto.rentag.lsolle.für eine Jahreszeit mit langen Tagen bestimmt werden, was sowohl für die Arbeit als auch für die fraglichen Kosten günsüg wäre, und zweitens: Es werde wie möglich dasiir gesorgt, den unbemittelten Collegen ihr Erscheinen zu gedachter Versammlung durch Erleichterung der Kosten zu ermöglichen, was erreichbar wäre, wenn ein Auftuf an die Herren Collegen und Cantorenfteunde in Wien ergienge, dass sie ihre Collegialität durch ihre Gastfteundschaft bethäügen, indem sie den Spruch unserer Weisen beherzigen ״ יהי ביתד פתוח לרוחהmöge dein Haus weit offen sein für Gäste" u. s. w. und auch ihre geräumigen Wohnungen siir die Gäste, resp. Bernssgenossen weit öffnen -mögen. Ein solcher Aufruf ergieng an die Bewohner von Brünn anlässlich des Schützenfestes vor cirka drei Jahren, und ich habe nur noch anzufügeu, dass ich nicht pro domo spreche und mir Vorbehalte, meine Anträge erst nach Feststellung des Termines zu stellen. Adolf Kohn. * * * Troppau, im October 1893. Löbliche R e d a c t i o n! Es wäre sehr erwünscht, wenn der löbl. Vorstand des Cantoren-Vereines die Tagesordnmig des bevorstehenden Cantorentages in der nächsten Nummer Ihrer geschätzten Zettung bekannt geben würde. Es ist doch vorauszusehen, dass einige unseren Stand betreffende Fragen zur Discussion kommen werden. Durch tue vorherige Veröffentlichung derselben wäre den einzelnen Collegen Gelegenheit geboten, sich vorher eingehend mit den zu besprechenden Fragen zu beschäfügen, um dann die Discussion kürzer und klarer behandeln zu können. Denn allzuviel Zeit steht ja dem Cantor nicht zur Verfügung, um die Debatten auf Tage hinausdehnen zu können, ohnedies soll uns ja auch noch etwas Zeit zur Verfügung bleiben ftir das gemüthliche und collegiale Beisammensein mit unseren Freunden und Collegen, um so ein festes, ümiges Band zwischen allen Collegen zu knüpfen, welches unserem Stande nur zur Ehre und zum Wohl gereichen könnte; denn Einigkeit macht stark und ״verbunden sind auch die Schwachen mächüg". S. * 4- 4- T a r n o w, im October 1893. Hochgeehrter Herr Redacteur! Ich erlaube mir Ihnen meine Meinung mitzutheilen über die in Ihrem gesch. Blatte gestellte Frage, ob der erwünschte