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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1893-10-21 · Heft 25 (21.10.1893) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
13 (1893)
Issue
Heft 25 (21.10.1893)
Date
1893-10-21
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 25. Seite 7 Mesterreichisch-ungarische Lantoren-Aeitung. besonders ihr Cmttvr, uüt seiner schönen Stimme und dem erhebenden Gesänge hat mich ganz entzückt. S. Sniatyn. Am 4. October, als am dkainenstage unseres Kaisers, fand die Einweihung und feierliche Eröffnung der neucreirtcn Baron Hirsch-Stiftungsschule statt. Das Schul׳ gebäude war festlich und sinnig decvrirt und fand sich ein sehr zahlreiches, distinguirtes geladenes Publikum, voran fast die ganze Beamtenschaft, geführt von den Chefs der Behörden, die Geistlichkeit, die ׳Stadtrepräsentanz, die Direction der städtischen Schulen mit den Lehrkörpern, der Cultuspräsident mit dem Cultnsvvrstande, Advokaten, Aerzte, Gutsbesitzer und Gutspächter und eine große Zahl Damen aus den besten Kreisen in festlicher Stimmung ein. Nach einem solennen Gottesdienste, welchen Herr Cantor Schneid ans Kolonien mit feinem Chorpersonale mit allgemeinem Beifalle celebrirte, hielt der Präsident des Loealcomitss, Landesadvocat Dr. Davidovies die Eröffnungsrede. Er gedachte der wohlthätigen Wirksamkeit der Stiftung und pries den hochherzigen Stifter als den Wohlthäter der galizifcheu Glaubensgenossen ilnd schloss mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser. Hierauf richtete der Schulleiter Langer an die Schuljugend eine Ansprache, welche aitf sämmtliche Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck machte, ׳.vorauf der Schulinspector Landes im Namen des Curatorinms allen Theilnehmern den Dank aussprach. Ein Diner bildete sodann den Abschluss dieser hier inallen Kreisen ohne Unterschied der Nationalität und Confession gewiss lange in Erinnerung bleibend en höchstgelungenen Feier der Eröffnung der Baron Hirsch-Stiftnngsschule. Wällisrhlnrlreir. Eines der meist interessanten und werthvollsten Ueberbleibsel des Alterthums wurde jüngst im Nildelta ausgegraben unt> nach Boston in Amerika überführt. Es ist dies unzweifelhaft die doppelte Handhabe der goldenen Ranchpfanne des Pharao H o p h r a, die Mr. Fliuders P e t r i c von deregyptischen Ausforschungs-Gesellschaft zu Tel Defenneh, im nordöstlichen Winkel der Deltamündnng gefunden hat. Die Handhabe ist aus massivem Gold, sehr reich verziert und kauftvoll gearbeitet und beiderseits mit einem sehr schön gravirten Lotosblatt versehen. Der Goldwerth allein betrügt 120 Pfund Sterling (circa" 1500 fl. ö. W.) Wieso ist es nun authentisch, dass dieser Fund Eigenthnm des Pharao Hophra war, der vor nngefähr 2552 Jahren gestorben ist. Dies zu beantworten, wäre sehr umständlich, aber das 40. Capitel Jeremias gibt uns einige Aufklärung. Es heißt daselbst, der große Prophet fand seinen Weg ins Hans des Pharao in demselben Defenneh, er hieß es Tachpanches, in derselben Festung, genannt das Haus des Pharao, wo auch einige jüdische Prinzessinnen, die Töchter des Zedikaja Zuflucht fanden. Tie Berschanznng, wo^dieses werthvolle Stück gefunden wurde, wird noch heutigen -rages von den Arabern das ״Castell der jüdischen Töchter" genannt. Litteratnr. Große Universal-Agende von Prediger Lion Wolfs in Berlin, 2 Bande mit Sompcitbiuut. Ein unentbehrliches Handbuch und ein treuer, verlässlicher Rathgeber für indischc Cultnsbeamte. Das Werk ist zu ermäßigten! Preise durch die Buchhandlung I. K a u f f in a n n, Frankfurt a. M. zu beziehen. (S. Inserat.) Herr Markus Löwy hat seine Wandkarte von Palästina in dritter, bedeutend vermehrter und verbesserter Auflage erscheinen lassen. (Siehe Annonce) Die Vorzüge dieser Karte sind bereits von den hervorragendsten Fachmännern in zahlreichen Zeitungsblätteru hervorgehoben worden( sehr fleißig und sorgfältig gezeichnet, durch eine angemessene Farbenwahl sowie durch Nummern übersichtlich gestaltet, die Orts-, Fluß-, Bergenamen :c. rc. in deutschen und hebräischen Lettern bietend, ist die Karte für Schule und Haus, auch für höhere Lehr- und Fachanstalten besonders geeignet. Zum Religionsunterrichte, mit o">er ohne Urtext ist sie als unentbehrliches Anschauuugs- und praktisches Handhabemittel unschätzbar. Diese Karten sind aber auch überall, laut Original-Correspondenzen, Ausweisen, sowohl im Inals auch im Auslande, auch fast in ganz Deutschland eingcführt. Dieselben werden auch sehr häufig zum Aushängen in jüdischen Lehrsälen, Lesehallen, Aemtern, Gemcindekauzleien benützt. Der Preis einer aus Leinwaild gespannten Karte ist 2 fl 75 kr. Ö- W; nnanfgespannt 2 fl 25 kr. Die Herren Buchhändler erhalten Nabattnachlass. Zu beziehen beim Berfasser: Markus Löwy, II., große Schifsgasse No. 21, Wien. Wir ersuchen dringend um endliche Einsendung der ausständigen Abnnnemrntsdeiräge. Die Administration. Concurs In der Filial-Gemeiude Bezi, (Raaber Comitat) ist die Stelle eines Kore, Schochet Bodck und tüchtigcn Vorbeters, der gleichzeitig die Befähigung hat, den Religionsunterricht zu crtheilen,am 1. November'1893 zu besetzen. Reflectantcn müssen von 3 anerkannten orthodoxen Rabbincn Xsbolos haben, wie auch den Nachweis zur Befähigung des Unterrichtcns. Jahresgehalt 300 fl., freie Wohnung, Schechita und übliche Nebeucmolumente. Bewerber mögen ihre Gesuche und Zeugnisse bis 20. October mit Angäbe ihres Familienstandes und Alters an den gefertigten Vorstand einsenden. Zum - Probcvortrag werden nur die Berufenen zugclassen. Der Acceptirte erhält an Uebersiedlungskosten 10 fl. ö. W. Sandor Deutsch, Vorsteher. Concurs. In der orth. isr. Cultusgemeinde Lackenbach (Com. Sopron) ist mit 1. November l. I. die Stelle eines geprüften Lehrers mit einem Jahresgehalte von 400 fl., wovon 300 fl. für den Unterricht in den profanen Gegenständen und 100 fl. für den Religionsunterricht entfallen, auf ein Probejahr zu besetzen. Nach Ablauf desselben erfolgt eventuell Definitivum und Gehaltserhöhnng. Bewerber müssen der ungarischen und deutschen Sprache mächtig sein. Gesuche nebst Belege sind zu richten an den Cnltusvorstano. Für den Vorstand: S. Ehrvnkast. כשר Fette Gänse כשר und Gänsefett, sowie auch Enten und Hühner liefert zu billigsten Preisen ssanni Kahn, Turnau. Dritte bedeutend vermehrte und verbesserte Anfluge der einzig existirenden großformatigen Wandkarte Vvn Palästina in hebräischen und deutschen Lettern, mit zahlreichen historischen und geographischen Anmerkungen, auch über die neuesten Colonien Palästina's. — Länge 119 cm., Breite 106 cm., in zehn Blättern colorirt Zum Gebrauche für jede jüdische Lehr-Anflalt, sowie für's Haus eingerichtet von Markus Löwy, Wien. 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