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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1892-11-21 · Heft 28 (21.11.1892) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
12 (1892)
Issue
Heft 28 (21.11.1892)
Date
1892-11-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Oesterreichisch-ungariscbe PrÄmmierakions-PrLis. FürCantoren u.Cultusbeamte in Oesterreich-Ungarn Ganzjährig -.fl . 4.— Halbjährig.fl. 2.— FürCantoren n.Cnltnsbeamte im Slusland .8 Mark 08er 4 Rubel. Für PM«ie nnd Jnstitnte Ganzjähriges .... fl. 6 Uv. £8. Central-Organ für die Interessen der Cantoren und Cnltusbesmtesi. Erscheint jeden zehnten Tag. Begründer: Obercantor Jacob Bauer. Aedaclion und Administration Wien | II.Nonarngasse Nr.27. jj Inserate | werden billigst berechnet. Mai.nscripte werden nicht retournirt.! Abonnementsu. Fnfertivnsbetrüge sind in Wien zahlbar. Men. 21. November 1892. 12. Jahrgang. Jüdisches Leben in Amerika. New-Aork, im November 1893. Die seit Zähren so segensreich wirkende ״United Hebrew Chatiteis" werden heute Abend im Tempel Emanuel ihre Jahres- Versammlung abhalten, die Berichte der Beamten entgegennehmen und Beamte erwählen. So bedeutend die Summen auch sind, welche die Gesellschaft alljährlich ausbringt,' um die Noth der Hilfsbedürftigen zu lindern,'so reichen die Hilfsmittel noch lange nicht aus, um den Ansprüchen zu genügen. Ein Aufruf wurde deshalb von den Beamten erlassen, woraus ersichtlich, wie unabweislich es seitens der mit Glücksgütern Gesegneten ist, der Gesellschaft zu Hilfe zu kommen. Der Aufruf" ift von dem Präsidenten Henry Rice, den Vicepräsidenten Morris Tuska und Henry S. Allen, dem Schatzmeister James H. Hoffman -und dem Sekretär I. S. Jsaacs unterzeichnet und lautet: ״Diese Organisation beginnt ihr Fiskaljahr ohne Bilanz in der Casse. Die fünf Gesellschaften, aus welchen die Bereinigung besteht, tragen nicht ein Drittel der erforderlichen Summe bei. Wir müssen daher auf die freiwilligen und liberalen-Beiträge unserer Gönner bauen, die Mittel zu beschaffen, welche erforderlich sind, um den Hilfsansprüchen, welche in stetem Wachsen sind, einigermaßen-zu entsprechen. Im vergangenen Jahre erhielten wir besondere Zuschüsse zur Unterstützung von Einwanderern, welche weniger als ,zwei Jahre im Lande waren/ dabei waren die Ansprüche der Stadtarmen, welche die jüdiscye Cotnmune zu erhalten hat, dieselben geblieben. Indem die unbestimmte Unterbrechung der. Einwanderung die besonderen Zuschüsse zum Ausfall brachte, steht die Befürchtung nahe, dass die Ansprüche an Unsere Casse durch die Hilssgesuche der kürzlich Eingewanderten, scwie die Anzahl von Leuten, welche durch den Wechsel im Arbeitermarkt und aus anderen Ursachen auf unsere Unterstützung Anspruch machen, bedeutend vermehrt werden. Die Zahl der hilflosen Familien, welche unsere Hilfe -in Anspruch nehmen, ist.nicht.geringer. geworden.. Die an chronischen Krankheiten Leidenden, die Altersschwachen, die, Wittwen und Waisen, die physisch und geistig Hinfälligen haben sich eher vermehrt als vermindert. Außer den von den con- Murrenden Gesellschaften eingezahlten Beträgen sind die Ausgaben für das Jahr, welches am 1. October 1893 zu Ende geht, ans 80.000 Poll, angeschlagen, welche Summe, wie bisher, in der gewissenhaftesten Weise zur Vertheilüng kommen wird, mit besonderer Berücksichtigung der Wünsche unserer Gönner und der Bedürfniße unserer Pflegebefohlenen. 'Während der vergangenen Woche sind über 300 Unter stützungs-Gesuche eingegangen und die Sunnne von 763.90 Doll, wurde an Geldunterstützungen verausgabt." — In der jüngst abgehalteneu jährlichen Generaloersammlumr der Gemeinde Schaaray-Tefilla wurden die' Herren Sal. B. Salomon als Präsident und Barah SeligMatt als Vicepräsident wiedergewählt. — In den Gemeinden Tempel-Beth-Elohim, Rodof - Scholom und Gates of Hope wurden die Freitagabend-Vorträge wieder aufgenommen. Im Tempel Beth El sprach Rabbiner Dr. Köhler über das Leben, Wirken, den Charakter und die Bedeutung für die Verbreitung einer freieren Neligionsanschanüng des verstordenen Ernst Renan. Im Rodof Scholem-Tempel gaftirte Dr. R. Großman und behandelte das Thema: ״Was ist Bildung?" — Die Gesellschaft der Cantoren hielt am vergangenen Dienstag eine Special-Sitzung. Die Mitglieder erschienen in voller Zahl. Vorsänger Kaiser von Baltimore, einer der tüchtigsten Musikkenner auf dem Felde der Synagogal-Musik, hielt einen gediegenen, mit vielem Beifall ausgenommenen Vortrag und die darin gemachten Vorschläge wurden lebhaft debattirt. Am vorhergehenden Abend wurde dem besuchenden Gaste im Hause des Präsidenten Herrn E. Kartschmaroff ein Bankett gegeben, wobei eine sehr gehobene Stimmung vorwaltete. — Eine neue jüdische WohlthäLigkeits-Gesellschast wurde dieser Tage gegründet, die ״Lebanon Hebrew Jnsant Asylum Associatton of the City os New-Iork", welche sich die Ausgabe stellt, den kleinen Kindern, welche zu jung sind, in einem der bestehenden Versorgungshäuser Aufnahme zu finden, die nöthige Sorgfalt angedeihen zu lassen. Die Anregung dazu wurde von Frau

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