Mannheim
Compact Memory

Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1892-01-01 · Heft 1 (1.1.1892) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
12 (1892)
Issue
Heft 1 (1.1.1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/1304829-3453241-3453242--3341-3457686
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Oesterreichisch-ungarische Central-Organ Prsnumerations-Preis. Kür ßanloreu und ßultusSecmle in Hesterreich-Ungar» Ganzjährig . . . . . fl. 4 — Halbjährig.st. 2 — Kür ßantaren «nd EuttusSeamte , im Ausland Ganzjährig . . . - . . S Mark ober 4 Rubel. Kür private und Institute Ganzjährig.st- 6.— für die Inierrffen der Cantoren und CuÜusbearnten. Erscheint jeden zehnten Tag. -- Begründer: Obercantor Jacob Bauer. Kedacliorr und Administration Wie» II. Novaragaffe Nr. 27. Znserate werden billigst berechnet. Manuskripte werden nicht retournirt. Abonnements- und Jnsertionöbe» träge sind in^ Wien zahlbar. Nr. 1 ien. 1. Immer 1892. 18. Jahrgang. PrZnumerations-Einla-nng. Indem wir am Beginne des neuen Jahrganges die geehrten Herren Abonnenten zur Erneuerung des Abonnements auf die ״Gesterreichisch-ungarische ßantoren-Zeitung" ergebenst einladen, ersuchen wir um pünktliche Einsendun g. d e s P v ä n u me rati o ns-Beträges. Wir hoffen, dass jeder College in den nächsten Tagen seine Pflicht dein Fachblatte gegenüber füllen wird. Die Administration. erlen. 1. Jänner. Zehn Jahre publiciftischer Thätigkeit sind hinter uns, zehn Jahre ernster und anstrengender Arbeit im Dienste der Gesammtheit. Als wir an die Gründung dieses Fachblattes schritten, war der Cantorenstand in Oesterreich-Ungarn fast nur ein leerer/Namen. Jeder lebte eingesponnen in dem Kreise seiner engeren Wirksamkeit^ ohne Gefühl der Zusammengehörigkeit mit der Collegenschaar, vhpe,. Bedürfnis mach Bethätigung . gemeinsamer Interessen. Das - Standesbewusstsein.. .Hg. tief darnieder, und die Summe der Talente und Fähigkeiten, über welche die Einzelnen verfügten, konnte der Gesammtheit nicht zu Nutze gemacht werden und musste naturgemäß, aus Mangel eines gegenseitigen Ideenaustausches, allmälig geringer werden. Wie der erste Frühlingsbote, der das Erwachen der Natur aus langem, bangem Winterschlafe der Menschheit verkündet, ward darum das Erscheinen eines Fachorganes mit allgemeinem Jubel begrüßt und sein Programm war von selbst gegeben. Die ״Oesterreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung" sollte belehrend und anregend wirken .auf dem Gebiete der Fach- Wissenschaft, schützend in Ansehung der Interessen des Cantorenstandes, prüfend und urtheilend in Fragen der Oeffentlichkeit. Ein Mittelpunkt cantoralen Lebens und Wirkens war geschaffen, ein Forum, auf welchem der im Amte ergraute College die Schätze seiner Erfahrungen den jüngeren theilen konnte. . Hiemit war jedoch die Aufgabe unseres Fachb nicht erschöpft. Die ״Cantoren-Zeitung" musste vi Fachgenossen^ m Fragen in den Kreis ihrer Erörterungen ziehen, die mit dem Cantorenstande in. engerem oder entfernterem Zusammenhänge stehen; sie durfte sich hiebei nicht begnügen, diese Fragen chronistisch zu verzeichnen oder gelegentlich eine solche aufzuwerfen, sie musste vielmehr zu denselben Stellung nehmen und sie beurtheilen mit Wärme und Würde, aber ohne Leidenschaft, objectiv und sachlich. In erster Reihe haben wir — abgesehen von den streng fachlichen Fragen — den jüdischen Gemeindeangelegenheiten erhöyres Augenmerk zuwenden müssen, und gerade aus diesem Gebiete har sich die Nothwendigkeit einer Cantnren-Zeitung eclatant erwiesen. Der Beruf des jüdischen Cantors hängt mit dem Gemeindeleben so eng zusammen, dass ihre Interessensphären sich fortwährend kreuzen. Unsere Aufgabe war es demnach, darüber zu wachen, dass bei den fortwährenden Experimenten, denen das ganze Gemeindewesen und der jüdische Cultus, namentlich in den letzten Jahren, unterworfen waren, die Interessen unseres Standes nicht geschädigt und außer Acht gekaffen werdend * Das Jahr 1890 hat uns mit dem neuen Gesetze zur Regelung der äußeren Rechtsverhäktniße der jüdischen Religionsgenossenschaft eine gewisse Fixirung und staatliche Ordnung der jüdischen Cultusverhältniße gebracht, die sicherlich den Ausgangspunkt weiterer bessernder Reformen bilden werden. Wir Cantoren haben wohl in diesem Gesetze nur kleine Errungenschäften zu verzeichnen, aber was erreicht wurde, haben wir, neben der anerkennenswerthen Thätigkeit des österreichisch-ungarischen Cantoren-Vereins, sicherlich nur dem Umstande zu dauken, dass den berechtigten Ansprüchen und Wünschen des Cantorenstandes in diesem Blatte unbeschränkte Publieität geliehen wurde. Die geehrten Collegen und Leser unseres Blattes mögen dieses Moment nicht unterschätzen, denn es ist gerade dort von besonderer Bedeutung, wo es sich um die Wahrung und Ver- »-Heidigung jener Interessen handelt, die uns allen gemeinsam Und darum ist es auch die heilige Pflicht eines jeden erufsgenoffen, die ״österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung" J

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.