Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 10 (1890)
- Issue
- Heft 25 (21.9.1890)
- Date
- 1890-09-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Oesterreichisch-ungarische Gantoren - Zcitun Central-Oigan _ Pränumkrnlions-Prcis. Kür Kantoren «nd Kuktusveamte in Hesterreich Augarn für dir Interim der ^untoren Mebacliorr NNd Mmmikralio» Wien Ganzjährig.fl. 4.— Halbjährig . .... fl. 2.— Kür Kantoren und Kuktusveamte im Anstand und Hultusbemnten. II. Novaragasse Nr. 27. Inserate werden billigst berechnet. Ganzjährig.8 Mark oder 4 Rubel. Erscheint jeden zehnten Tag. Manuscrivte w-rdeu nicht rewurnirt. Kür private und Institute Ganzjährig.fl. 6.— —^— Abonnements- und Insertions- Begründer: Qbercautor Jacob Sauer. vetr ׳ge stnd in Wien zaykSar. Nr. 25. Wien, 21. September 1890. 10. Jahrgang. Einladung zur Pränumeration auf die ״Desterreich.-Ungar. Lantoren-Zeitung". N)ir beehren uns die geehrten Herren Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, dass mit nächster Nummer das IV. Quartal dieses Jahrganges beginnt, und ersuchen um frühzeitige Er- Neuerung des Abonnements und-Umsetz ern de L insendmn s des Pränumerations-Betrages. Die Administration der ״Gesterr.-ungar. Lantoren-Zeitung". Jom Rippurj. von Emil Berggrün, Hannover. l. Die Schofartöne sind verklungen, Die Worte: ״wer wird sterben? wer wird leben?" Gewaltig haben sie mein Innerstes durchdrungen, Mein Herz erfüllt mit Grauen und mit Beben. H. Dch stehe vor Dir heut' mit reuerfülltem Herzen, In Demuth beuge ich das Knie, Ach lind're meiner Seele Schmerzen, Die Fehler mein, verzeihe siel m. O. Herr der Welt! Gott voll Erbarmen! Schreib' in das Buch des Gebens mich, Beschütze mich mit Deinen Vaterarmen, Gott Israels, ich rufe Dich! IV. Was ist der Mensch, was ist sein Leben? Was seine Tugend, seine Frömmigkeit? Was nützt sein Mühen, all sein Streben? Ohnmächtig ist er ohne Dein Geleit! V. Schon neigt der Tag sich seinem Ende And matter wird der Sonne Schein, Noch einmal zum Gebet falt' ich die Hände: Schreib'^ Ew'ger, Israel ins Buch des Lebens ein. VI. Beschütze und beschirm' es vor Gefahren, Vermind're seiner Feinde Zahl, Vor Krieg und Seuche wollest Du's bewahren,' Abwenden von ihm alle Sorg' und ^ual! VII. Mein Vater, der Du thronst in Himmelshöhen, Nimm gnädig drum mein Flehen hin, Mögst auf Dein Volk Du mild herniedersehen adonaj, elohenu, jaaschew hakrawim! VIII. Die Sonne sinkt, der Abend steigt hernieder, Und vor des höchsten Richters Thron — Schon sind verstummt die Lobeslieder — Führt uns noch einmal der Posaune Ton! Das Nk«e jüdische Gemeindegeleh. In Nummer 19 dieses Blattes brachten wir die Mittheilung, dass die niederösterreichische Statrhalterei sich eingehend mit der Durchführung des ,Gesetzes zur Regelung der äußeren Rechtsverhältniße der israelitischen Neligionsgenossenfchast' beschäftige und den politischen Bezirksbehörden bereits die nöthigen Weisungen übermittelt habe. Heute sind wir nun in der Lage, den dieSbezüglichen Statthalterei-Erlafs in toto wiederzugeben. Derselbe lautet: ,Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 21. März 1890 dem Gesetzentwürfe, betreffend die Regelung der äußeren Rechtsverhältniße der israelitischen Neligionszenossenschaft, die Allerböchfte Sanction allergnädigft zu ertheilen geruht, und ist das bezügliche Gesetz im Neichsgesetzblatte vom 15. April 1890, Stück XVIII, Nr. 57 kundgemacht worden. Zum Zwecke der Durchführung dieses Gesetzes wird den politischen Bezirksbebörden im Grunde des Erlasses des Herrn! Ministers für Cultus und Unterricht vom 4. Mai 1890, Z. 8773 in dieser Hinsicht Nachstehendes eröffnet: Zunächst erscheint es geboten, die Uebergrenzung und Feststellung der Cultusgemeindesprengel, beziehungsweise die Zuweisung