Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 8 (1888)
- Issue
- Heft 20 (13.6.1888)
- Date
- 1888-06-13
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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-Auge des Kritikers, 'wie Sachkundigen e ne richtige Anschauung über den Plan desselben gewähren können, hier vorzüführen: 1) Zeitung des Judenthums Nr. 38. 1875: ״Wir erkennen gerne die Nützlichkeit des vorliegenden Schriftchen's an und wünschen, dass die beiden andern Heftchen folgen mögen". 2) Jüdisches Litteraturblatt Nr. 3. 1876: ״Der seit fast -40 Jahren im Dienste der jüd. Schule, um die er sich gar manche Verdienste gerade durch Förderung des hebr. Sprachunterrichts erworben, stehende Verfasser des angezeigten Büchleins geht am Schlüsse seiner pädagogischen Laufbahn an die Lösung des anerkannt schwierigsten Problems der jüd. Schute überhaupt, der Religionsschule insbesondere, nämlich an die Vermittlung des Verständnißes der heiligen Schrift im Urtext, in Rücksicht auf das jugendliche Alter der Lernenden und auf die geringe Zahl der hierfür sich ergebenden Unterrichtsstunden und Schuljahre. Wir sind überzeugt, dass das -Büchlein in den Händen eines geschickten Lehrers recht ersprießlich für den biblischen Uebersetznngs-Unterricht werden kann, und wün: scheu demselben recht große Verbreitung". ׳ 3J Der Israelitische Bote in der Beilage Nr. 23 1872. ״Der Verfasser, der fast 40 Jahre als Lehrer gewirkt, hat in diesem Büchlein das Product seiner reichen Erfahrung niedergelegt u. s. w. Wenn wir sehen, mit wie vielen Schwierigkeiten heute noch der Unterricht in der Bibel verbunden ist, besonders bei der kurzen Zeit, die darauf verwendet werden kann, so können wir dem Verfasser für seine Gabe, mit welcher er der jüd. Schule einen Dienst leistet, nur dankbar sein u s. w. Die Einführung des Büchlein's in jüdischen Schn- -len ist daher sehr zu befürworten. In ähnlicher Weise empfiehlt der streng orthodoxe ״Hamagid" das quästirte Schulbuch. Außerdem sind dem Verfasser von namhaften Rabbinern anerkennende Zuschrift ren zugegangen. —. Wir erwähnen nur die Herren Rabbiner Dr. Joel — Breslau, Rosenthal — Beuthen O.-S., Cohn — Kattowitz, Jaffe — Myslowitz, Frankel — Rybnik, Wiener — Oppeln, und Kurrein — Linz an der Donau, wie die des k. k. Schul-Distrikts-Jnspector Herrn Lodner — Lemberg u. a. m. — Auch wir können dieses treffliche Schulbuch, das in vielen Schulen eingeführt ist und sich daselbst außerordentlich bewährt hat, allen Gemeinden und Schulvorständen, sowie den Herrn Rabbinen und Religionslehrern auf's Wärmste empfehlen. Dasselbe ist vom Der'asser oder durch die Buchhandlung A. Jäger in Gleiwitz (Preis a. Heft 60 Pfg.) zu beziehen. Kleine Chronik. Wien. Der Verein der ״Wiener Fachpresse", dem auch der Herausgeber der Cantoren-Zeitung, Obercantor I. Bauer angehört, hat in der Jubiläums-Gewe.be russtellung in der Rotunde eine Collectiv-Ausstellung sämmtlicher in dem Vereine vertretener Blätter veranstaltet. Demgemäß befinden sich daselbst auch einige Jahrgänge der ״Oesterr.-ungar. Cantoren-Zeitung", und es ist gewiss erfreulich, dass hiedurch die Bestrebungen des Blattes, sowie die in demselben ausgedrückten Intentionen der Cautoren in größere Kreise gelangen. Die Ausstellungsgruppe des Vereines der ״Wiener Fachpresse" befindet sich im Ostportal der Rotunde Nr. 967/c. a. Wien. Zur Erinnerung an das vierzigjährige Negierungs- Jubiläum Seiner, Majestät des Kaisers Franz Josef I. hat Herr Nathaniel Freiherr v. Rothschild dem unter dem Protektorate der Frau Erzherzogin Marie stehenden, unentgeltlichen St. Josefs- Kinderspitale auf der Wieden, mit der Widmung zum Baue und zur "Erhaltung eines Jsolirtraktes für die mit ansteckenden Krankheiten behafteten Kinder, den Betrag von fünfzigtauseud Gulden österr. Währ, gespendet. Die durchlauchtigste Frau Protektorin hat hierüber an den grostmüthigen Spender ein höchst eigenhändiges, überaus huldvolles und warmes Dankschreiben gerichtet. Wien- Nach mehreren Probevorträgen ist die vacante Cantorstelle in Fünfhaus Herrn Jurberg, einem Schüler des Obercantor I. Singer, verliehen worden. Trotzdem Herr Jurberg ein Anfänger i.n Cantorate ist, hat die Gemeinde dennoch eine gute Acquisition gemacht, da der Gewählte über eine sehr schöne Stimme ver- "fügt und bei ernstem Streben nach weiterer Vervollkommnung eine -tüchtige Kraft zu werden verspricht. Wien. Der bekannte Restaurateur Winterrritz hat feil Ende Mai das altreuomirte Hotel l'Europe, 2. Bez., Asperngasse 2, an sich gebracht und durch Errichtung eines koscheren Haushaltes in demselben einem lang gehegten Bedürfniße nach einem feinen und comfortablen Hotel mit jüdischer Küche, das bisher in Wien nicht existirte, vollauf Rechnung getragen. Herr Winternitz erfreut sich bei Einheimischen und Fremden eines guten Rufes und wird hoffentlich bei seinem neuen Unternehmen zahlreichen Zuspruch sinden. Komorn. Herr Obercantor Kurzmauir. der sich in unserer Gemeinde einer sehr großen Beliebtheit erfreut, erhielt eine Einladüng zu einem Probevortrage nach Ooessa und erntete daselbst solche ungewöhnlichen Beifall, dass die dortige Gemeinde ihm alle möglichen Versprechungen machte, um ihn zur Annahme der Obercanlorstelle in Odessa zu bewegen. Wir würde» nur ungern Herrn Kurzmann von hier scheiden sehen und wünschen, dass es der Gemeinde gelingen möge, sich einen so tüchtigen und bewährten Beamteu auch ferner zu erhalten. Gingesendet. Geehrter Herr Redakteur! Ich ersuche höflichst um Aufnahme folgender Zeilen in Ihr geschätztes Blatt: Bon der Aussicht auf Verbefferuug geleitet, meldete ich meine Candidatur um den Obercantor- Posten in Fünfhaus an und hielt Srmftrg den 12. Mü a. c. daselbst einen Probevortrag. Da es mir momentan unmöglich ist, die unzähligen Anfragen aus Nah und Fern einzeln zu erwidern, theile ich vorläufig allen Freunden und Bekannten auf diesem Wege mit, dass mich die hiesige löbliche Cultusgeineinde durch Eröffnung glänzender Aussichten bewog, in Graz zu verbleiben und der Gemeinde Fünfhaus zu schreiben, dass ich auf den dortigen Posten nicht mehr reflektire und von der Concurrenz znrücktrete. — Mit vorzüglicher Hochachtung Josef Rosen bäum, Obercantor in Graz. Abonnements- und Insertionsbeträge sind in Wien zahlbar. Hotel l’Europe ^X7־iבבס., XI-, üspemgasse 2- Ich erlaube mir dem P. T. Publicum die höfliche Anzeige zu machen, dass ich das altrenommirte Hotel de l’Europe an mich gebracht habe und Montag den 21. Mai eröffnet habe. Das in allen Räumen renovirte Hotel sammt Cafe und grossem נשר Restaurant, Speisesälen etc. bietet jedweden Comfort. Ich werde bemüht sein das mir in meinem Restall־ rant am Franz Josefs-Quai durch viele Jahre erworbene Vertrauen auch in meinem Hotel in jeder Weise zu rechtfertigen, indem ich nach altem Prinzip meine werthen Gäste in Bezug auf Küche und Keller nur auf das - Beste bewirthe. Mein Haus wird meinen P. T. Gönnern durch seine centrale Lage, beste Einrichtung etc. den angenehmsten Aufenthalt bieten. Indem ich um lebhaften Zuspruch bitte, zeichne ich hochachtungsvoll M. Winternitz, Hotelier. Mein כשר Restaurant am Franz Josephs-Quai wird wie bisher unter meiner Leitung weitergeführt.