Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 8 (1888)
- Issue
- Heft 19 (5.6.1888)
- Date
- 1888-06-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Gründe nicht vorhanden waren, wurde dem' Geistlichen sofort geantwortet: Hochgeehrtester Herr! In höfl. Erwiderung Ihres vorgestrigen Geehrten heißen wir Sie herzlich willkommen und werden wir uns die Ehre geben, Sie Freitag am Bahnhofe abzuholen. Alles Weitere bleibt der persönlichen Besprechung Vorbehalten. Hochachtungsvoll der Synagogeurath. Vollzählig fand sich am Freitag der Synagogenrath, aus sechs Mitgliedern bestehend, -uns dem Bahnhofe ein. Tein Zug aber entstieg kein Geistlicher, son ern eine Gestalt mit seh׳. fragwürdigen Aeußern, die sich sofort zu dem erstaunten Rälhcn wendete, höfltichst für die Einladung dankte und den darob verblüfften Mannern das letzte Schreiben cntgegenhielt. Da ging den Herren ein fürchterliches Licht über das Ausbleiben des Rabbiners auf; die Antworten waren beim Convertiren verwechselt worden. Was der Rabbiner zu den drei Marken in Marken und dem ihm gescndet-n Schreiben für ein Gesicht gemacht haben mag, läßt sich leichterden׳ ken, als beschreiben. Natürlich wurde der Jrrthum sogleich telegraphisch aufgeklärt. Dem Schnorrer hat es nichts geschadet. Die Gemeindeangehörigen haben über das Versehen ihres Synagogenraths meidlich gelacht und den Schnorrer gut beschenkt. Eiugeseudet. Geehrter Herr Redacteur! Ein College aus meiner Nähe theilt mir Folgendes mit: Vorige Woche habe in seiner Gemeinde eine Trauung im Tempel stattgefunden, bei welcher der dortige Männer-Gesangsverein einen Choral singen sollte. Als der College befragt ivurde, wann der Verein singen könnte, bestimmte er selbstverständlich, nach der vollständig beendigten Trauung. Dieser Ansicht war aber der dortige Herr Vorsicher und Rabbiner nicht, und sie bestimmten, der Verein solle vor der Rede des Rabbiner ihren Choral vortragen! Wir haben stets bei solchen Anlässen den Verein nach vollendeter Trauung, nach den Schewa B’rochaus singen lassen, von dem Standpunkte ausgehend, dass eine vorgeschriebene religiöse Feier nicht durch einen Umstand, der nicht in den religiösen Act hineingehört, unterbrochen werden darf! Wohl ist es hier Sitte, dass bei einem solchen Falle der Rabbiner nach dem Gesänge des Vereins noch das P^voreeh'Lho spricht, mit welchem aber auch die Trauung vollständig beendet ist. Indem wir Sie, geehrter Herr Redacteur, ersuchen, diesen Zeilen in Ihrem gesch. Blatte Raum geben zu wollen, richten wir gleichzeitig an die geehrten Herrn Collegen die Bitte, uns ihre Ansicht und Erfahrung bei angeführten Anlässen in diesem Blatte gef. mittheilen zu wollen. Zn— T. Korrespondenz der FLedaclion. B in Gl. Besprechung erfolgt in nächster Nummer. T. in B. Die eingesandte Fortsetzung zu kurz, bitten für nächste Nummer um Nachsendnng eines gleichen Theiles. Are Wedaction. Via von Tosef ZEToerle 3Z Co. WIEN, YII., Seidengasse Nr 7. (im eigenen Hause,) empfiehlt sieh den P. T. Herren Cantoren und Compositeure zur Anfertigung von Notenstich u. Notendruck als einziges complet eingerichtetes Institut dieser Art im In- und Auslande. Soeben ist erschienen und vom hochlöblichen Landesschulrate in Böhmen in der Sitzung vom 29. Mai 1888 für israel. Volksschulen in Cisleithanien genehmigt worden r Deutsches Schul-Licderbuch mit einem lithurgischen Anhang verfasst und zusammengestellt von DenedicL Singer, Obercantor und Gesangslehrer in Jungbunzlau. Einleitung von Dr. ZK. Grürrwakö, Bezirks-Rabbiner und Schulleiter in Jungbunzlau. Verlag des Verfassers. ßoncurs Bei der isr. Cougreßgemeinde in Sarvar ist mir 1. August l. I. die Stelle eines Rabbinatverw-sers und Cantor, der zügle ch Paskener. Schachet und Kore fein muß. mit dem Zahreszehaltc von 400 st.» freie Wohnung, ganze Schechite nebst Neden-Emolumenten zu besetzen. Restektauten wollen ihre Gesuche mit Angäbe des Alters und Familienstandes bis 15. Juni an den Gefertigten cinsenden. Probevortraq erwünscht, Rcisefpesen werden nur dem Aceep׳ tirteu vergütet. Sarvar 20. Mai 183°. Samuel Sulzbach, Präses. Vsrbeterschute, Preis 13 Mk. 50 Pf. Mrestauer Synagogen- Gesänge Preis 20 Mk., cvmponirt von Kantor KeniM in Breslau. Zu beziehen vom Verfasser. Coll gen erhalten die Werke zu bedeutend ermäßigtem Preise. MMM •Mf MMM MMM Ug *Ag gdg MMM MMM MMM glg MMM •lg lif MMM •lg mSg »Ag MMM *Ag gdg gAg mmm •A■ •A• MMM MMM MMM 11^0■ FRAKZ strommer Orgeibaamelster iDWDl Vm, Wieiner tojtstrasse 46 11 1 IlBWl 1 1111 _ empfiehlt sieh für Neubauten und Reparaturen von Tempel-Orgeln. wm.ז Ri/JlW&v Musikalische Synagogen - cvmponirt, gesammelt und herausgegeben von Höercantor I. «L. Weiß, Warschau, Eingerichtet für Pianoforte, Harmonium und Orgel zum Ge brauche im Tempel und in der Familie. 6 Kefle fl. 1.- ö. Währ. Elnzeluhest — LL kr. Zu beziehen gegen Vorhereinsendung des Betrages und 15 kr. Porto durch die Redaktion der 5sterr.-ungar. Cantoreu-Zeitung. Durch Zufall fiub wir in den Besitz der gesammten Auslage dieses gediegenen Werkes gelangt und so in die Lage versetzt worden, dasselbe, so lange der Vorrath reicht, unseren geehrten Collegen zu bedeutend herabgesetzten Preisen zukommen zu lassen. Wir sind überzeugt, dass die trefflichen Compositionen bei allen Freunden synagogaler Musik Anklang finden werden.