Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 8 (1888)
- Issue
- Heft 11 (25.3.1888)
- Date
- 1888-03-25
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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raeliten im finsteren Mittelalter nach 9, 12); kann auch vielleicht speciell auf sein . Verhältnis sich beziehen. Das Wort יתרו״" leitet er ab von ״in»", Vorzug (1. M. 49, 3) und beziehet einmal diesen Ausdruck auf Juda, יתדו״" sein Bevorzugter, nachher auf sich mit der Deutung ״seinen Vorzug." Beide Bildungen sind grammatikalisch gerechtfertigt. Ferner nennt er den Juda *הנדוד", den Wanderer, den Unstäten, da er in der That ein unstätes Leben führte und besonders wegen seiner sehnsuchtsvollen Auswanderung; nach Jerusalem.*) Nach diesen Voraussetzungen lassen wir den Text! nmd die Uebersetzung folgen: . . נ»פ אברם אסיר תקוה אשר פתח עני יתוו עדי הלך חצי לבו וענה הנדוד יתוו וזה פיוש בפושה תחלתה דנו יתוו. ״So spricht Abram, der hoffende Verbannte, Dem die Augen seines Bevorzugten zu öffnen gelungen Als der Pfeil der Liebe in sein Herz gedrungen Und der Schwankende seinen Vorzug erkannte." Damit wird erklärt: ״Jetro hat gehört." (וישמעיתוו) > : Der geistreiche Abraham hat dieses Motto zu Jetro gewählt, : wegen der Aehnlichkeit seines Verhältnißes. Juda, seine Tochter und Abraham, analog: Jetro, Ziporah und Moses. Auch Moses Flucht glich einer Bußreise. Als er die Ziporah sah, mögen die beiden Herzen sich schon gesunden haben. Jetro gab ihm seine Tochter aus Dankbarkeit, der vornehme, angesehene Priester in Midjan mag von dieser Verbindung anfangs nicht sehr erbaut gewesen sein. Jetzt als er von Moses Thaten so viel Rühmliches verkommen hatte, jetzt erkannte er erst-die Vorzüge״ seines Schwiegersohnes, erbesuchte ihn, brachte ihm Frau und Kinder. Der berühmte Vater hatte sich unbewusst den gleich berühmten Sohn gewählt, ganz wie Juda und Abraham abenEsra. ';.־ Rabbiner Wolln er. *)'הנווד kann auch heißen : ״Der Schwankende," weil er unschlüssig -bei der Wahl sich zeigte. Mciiic Chronik.. Wien, Das ״Wiener Tagblatt", vom 23. b. M. enthält folgendes Eingesendet: Herr Redacteur! Wie aus einer Notiz in Ihrem geschätzten Blatte, ersichtlich, gelaugt das Gesetz zur Regeluug der äußeren Verhältniße der jüdischen Neligionsgenossenschaften morgen im Plenum des Herrenhauses zur Verhandlung, und. wie aus derselben Notiz ersichtlich, wurde die.Bestimmung der Re-' gierungsvorlage, .demgemäß der Staatsbehörde das Recht Vorbehalten bleiben sollte, statt des - Rabbiners einen anderen Religionsdiener mit den die Verkündigung der Ehen, die Trauung oc. betreffenden , Functionen zu betrauen, eliminirt. In mehreren böhmischen Gemeindeu,^ welche Jemen Nabbiner hatten, wurden von Seite, der Regieruug in den letzten. Jahren Cantoreu, welche erwiesenermaßen die Befähigung hiezu hatten) mit der Seelsorge im Allgemeinen und mit der'"Vörnahm/'.vön.^MWMgsfWlxiW;en im Besonderen״ betraut. .Erfährüngsgemaß sind diese böhmischen Gemeinden zumeist nicht in so günstigen Verhältnißen, um sich nebst einem qualifizirteu Rabbiner nvch einen Cantor zu halten, und, nachdem diese Geinei'nden über kurz oder lang zur Aufnahme eines Rabbiners gezwungen Jein werden, iverdcn sie natürlich den Cantor entlassen und sich mit einem gering besoldeten Vorbeter. zusxieden geben. Diese Cantoren, von denen die meisten EruHhvM^eWr zWreichen^ Fämilie. und,- /werden uünmehr brodlos uno,'uächddm'die.-Cöllträcte׳,"welche sie mit' ihren rchpektiven Gemeinden schloffen, die Klausel enthalten: ״wenn das neue Gesetz dies gestattet," so dürften sie wohl, sofort nach Annahme dÄ Gesetzes mit ihrer zahlreichen Familie dem Elende preisgegebeu sem. ^m^M^ges^EleuL^l^provozireu^dürfte-4vshl׳-nicht in den Intentionen-Jser^ Gesetzgeber gelegen sein,״und Sie׳ würden sich, Herr ׳!1•?; # HU - ck' ■'•־־ Kw« •i J a ,־ . ' ' ־. Redacteur, den Tank vieler Familien erwerbe!^ wenn Sie diesen Zeilen in Ihrem geschätzten Blatte Raum gönnen würden. Hochachtungsvoll. Herrn. L öw. Kründungs- und Aereinsöeiträge. M: Reiser, Neuern, dreiviertelj. Beitr.; S. Streicher, Veröcze, dreiviertelj. Beitr.; B. Haas, L-St.-Miklos, ganz!. Beitr.; I. Rosenbaum, Graz, einviertelj Beitr.; I. Heymann, Amsterdam, fünfviertel!. Beitr.; I. Feldbauer, Semlin, dreiviertelj. Beitr.; S. Löw, Jglau, ganz!. Beitr.; Schischa, Kirchberg, 1 st. 50 kr. : S. Salomon, Wien, dreiviertelj.- Beitr.; L. Spiegel, Bitse, 2 st. 35 kr.; S. Dünmann, Wien, Gründ.-Beitr. 5 st. und einviertelj. Beitr.; A Schäfer, Baden, anderthalbj. Beitr.; F. Schönfeld, Tab, dreiviertelj. Beitr.; I. Weiß, Tobitschau, 50 kr.; D. L. Rotier, Wien, halbj. Beitr.; S. Hirsch, Wien, viertelj. Beitr.; G. Löwenthal,. Wölkersdorf, 1 st. 50 kr.; I. Körner, Smichov, einviertelj. Beitr. M. Blatt, Gastier, 2. Bezirk, Tempelgaffe 3. Nachtrag. Die Gesetzesvorlage zur Regelung der äußeren Nechtsverhältniße der Israeliten wurde in der Freitag-Sitzung des Herrenhauses in zweiter und dritter Lesungangenommen. Die Vorläge-gelangt jetzt an das Abgeordnetenhaus. Ausführlicher Bericht in nächster NümMeL '•׳'׳' Die nächste Mummcr erscheint nach den Jeierlagen. , Mnsikatischc Synagogen - Widliolhek componirt, gesammelt und beransgegeben von KVercantor Weiß, Warschau, Eingerichtet für Pianosorte, Harmonium und Orgel zum Gebrauche im Tempel'üüd ' in der Familie. 6 Kette ff. 1 — ö. Währ. Einzetnheft —.2» kr. Zu beziehen gegen׳ Vorhereinsendung des 'Betrages durch die Redaktion der österr.-Ungar: Cäntoren-Zeitling. ׳ Durch Zufall sind wir in den ״Besitz der gesammten Austage ieses gediegenen Werkes gelangt׳ und ׳ so in die Lage versetzt worden, dasselbe, so lange der Vorrath reicht, unseren geehrten College» zu bedeutend herabgesetzten Preisen zukommen zu lasten. Wir sind überzeugt, dass die trefflichen Compositionen bei allen Freunden synagogaler Musik - Anklang finden weroen. 6 e £ r ü redet 1793. CARL Gl ANI jure. WieD^ VEL Bezirk, Weatbahnstrasse Nr. 21. Größtes- Etablissement zur Anfertigung von Ornaiuenten für Synagogen -als :^2פוו, ft^W/Decken. NSIN'd-deck-.Tacher. י2ליתיפ Tgoramamel "'ko /(מפותy 3 »גc. -״ftreng narf) d-in Rtns tu künitleriiche.׳. solider Äusfüyrung. Die Inschriften weroen unter Zuziehung eines aue k -» FackmanneS correcr ansgefnhrt. Zahlreiche israel. Cultusgemeinden. de« In» und Auslandes, Wien ,Arah!,' Szegedin, "H^'Leipä,;Tabavt׳ Rachod, Breslmr, Poderfam, Philadelphia 2c. -haben ihren diesbezüglichen Bedarf im obigem Atelier ausführen lassen, und liegen darüber auerteuueude Zufchrifteu auf. Provinz-Aüftragr werden prompt essectuirt. . - - -Skizzen vitü^Äusier^gratiS und franco.