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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1888-03-17 · Heft 10 (17.3.1888) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
8 (1888)
Issue
Heft 10 (17.3.1888)
Date
1888-03-17
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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einige Frauen herauszuziehen, so dass die Nachdrückenden leichter den Ausgang gewinnen konnten. Trotzdem hat die Panik zahlreiche Opfer -gefördert/Man "zählt fünf Todte und mehr als dreißig Verwundete, deren Zustand im hohen Grade bedenkt ch ist. Die erste Hilfe wurde an der Stätte des Unglückes selbst geleistet. Man glaubt, dass die Alarmrufe von einigen ruchlosen Taschendieben ausgestoßen worden seien, da mehreren Frauen im . Gedränge sämmtlicher Schmuck entrissen wurde. Mien. Dem. Jahresberichte der »Talmud-Thora«: Schule entnehmen wir Folgendes: Mit Genngthnung können wir darauf Hinweisen, dass der Rechnungsabschluss für das abgelaufene Jahr — gleich wie im Vorjahre --- kein Deficit aufweist. Dabei können avir es gleichwohl nicht verhehlen, dass dieses Re) ultat nur dadurch ermöglicht wurde, dass wir 1. im Jahre 1886 nahmhafte Spenden von den beiden Herrn Wilhelm und David Ritter v. Gutmaun erhielten, wodurch die Bilanz des Jahres 1866 mit einem Ueberschusse abschloss, .sowie 2. im abgelaufeuen Jahre ebenfalls eine bedeutende Spende seitens des Herrn Albert Freiherrn v. Rothschild zu verzeichnen hatten. So * lange wir nicht den Bestand unserer Schule derart gesichert haben, dass sie von zeitweiligen größeren Spenden unabhängig ist, müssen wir mit dem bisherigen Resultate uns begnügen und können vorläufig wohl lange noch nicht an die Verwirklichung unseres Planes des Ausbaues unserer Schule durch E! Öffnung einer 5. Classe denken. Mit Befriedigung können wir aber bei Berücksichtigung der obwaltenden Umstände auf die Resultate unserer leider nur vierclassigen Schule verweisen, können wir dieselbe geradezu als nmstergiltig bezeichuen, können wir constatiren, wie unsere Schule sich allmälig allgemeine Anerkennung erwarb, die Nothwendigkeit derselben allmälig zur Erkenntnis gelangt. Durch \ unsere Schule sollen nämlich, wie mir wiederholt hervorgehoben haben, > Kinder, die durch die Verhältniße, in denen sie ausgewachsen sind, durch die galizische Provenienz, sich vorläufig für den Besuch der anderweitigen öffentlichen Schulen nicht eignen, erst schulfähig gemacht werden. Durch unsere Schule sollen diesen Kinder gewöhnt und gelehrt werden, die deutsche Sprache rein zu sprechen, sollen sie herangebildet werden, den Jargon abzulegen. Dass unsere Schule diesen Zweck erreicht, weisen die Erfolge ans, die wir in der Schule zu verzeichnen haben. Damit wir nun auch weiter in die Lage versetzt werden, in der angegebenen Weise zu wirken, müssen wir neuerlich an die Opferwilligke L unserer Glaubensbrüder, unser Streben durch zahlreichen Beitritt und reiche Spenden zu unterstützen, appelliren. An dieser Stelle nehmen wir gerne Veranlassung, der hiesigen löbl. israelitischen Cultusgemcinde, dem löbl. Wiener Gemeinderathe, allen Gönnern und Freunden unseres Vereines, für das unserem Vereine entgegengebrachte Wohlwollen den besten Dank auszusprechen, sowie auch den Herren Gebrüder Gutmann und dem Dr. Berl insbesondere für das unserer Schule in hochherziger Weise zur Verfügung gestellte Brennniateriale, welcher Umstand bei dem diesjährigen strengen Winter wesentlich dazu beitrug, dass wir kein Deficit hatten, endlich auch all' den vielen Wohlthateru, die uns in die Lage setzten, unsere armen Schulkinder diesmal reichlicher als sonst mit Winterkleider und Speisemarken zu betbeiten, wie auch den Herren Revisoren für die bei der Prüfung unserer Rechnungsbelege gehabte Mühewaltung. — Der Vorstand. Der Ausweis der VerciusbeiLräge erfolgt in nächster Nummer. Ire Hledaction. Gegründet 1794. CARL GrIANI juß. Wien, VH. Bezirk, Westbahnstrasse Nr. 21. 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