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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1888-02-22 · Heft 7 (22.2.1888) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
8 (1888)
Issue
Heft 7 (22.2.1888)
Date
1888-02-22
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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gewesen sein; Jarobh-am greift auf diese zurück, und sanctionirt sie, ohne auf den geringsten Widerstand zu stoßen. Die alten Sintfluthseste fielen der Vergessenheit anheim, aber ׳ mancher Brauch dieses alten Festes blieb selbst in Judäa am Sukkothfeste hasten; die Propheten haben es zu gelassen, vielleicht gar sanctionirt. Deshalb der Cultus der Wasserspende, die Ceremonie mit' der Bachweide und die eigenthümliche Färbung des Festes überhaupt. Was mich, in dieser Vermuthung bestärkt, ist Folgendes: / -Aus einer liturgischen Ordnung des Tempels ersehen wir, dass um ersten Halbfeste, also auf den Abend der großen Festlichkeiten, die wir oben angeführt haben; folgend, für den Levitenchor der Psalm 29 als Tagesordnung bestimmt wurde. Was hat der Inhalt dieses Psalms mit dem Charakter des Festes gemein? Der Dichter fordert die Natur aus, den Ewigen zu verherrlichen, schildert dann, wie das sonst so bezeichnete göttliche Wort jetzt stürmisch als göttliche Stinune waltet, im Westen über die Meeresmassen, im Norden läßt sie Berge gleich Thiereu Hüpfen, im Süden die Wüste durchbeben, und in der Burg des Herrn ertheilt Ihm alles Ehre. Er schließt dann damit: יהרה hat gethront über der Sinlfluth, und es thront יהרה als König in Ewigkeit; יהרה möge Macht seinem Volke verleihen, .11.1' möge segnen sein Volk mit Frieden. Aus diesem Schlüsse ist wohl ersichtlich, dass der Dichter die Sintstuth vor Augen hatte und zum Ausdruck bringen , wollte, dass derselbe Gott noch immer König ist, und seine Stimme schaltet über die ganze Natur.. . Hängen nun besagte Gebräuche des Snkkothfestes mit der Idee eines Sintstuthfestes zusammen, dann wird uns alles klar, und die liturgische Verwendung des Psalms illustrirt geradezu den Inhalt unseres Festes. Gingesendet. Geehrter Herr Redactenr! Mit Gegenwärtigem erlaube ich mir, in unserem Vereinsorgaue eine Frage der Besprechung vorzulegen, die von principieller Bedeutung für den jüd. Gottesdienst in fortschrittlicher Beziehung mir .zu dünken scheint und einen großen Theil der Collegen persönlich -Lnteressiren dürfte. Ich will diese Frage in zwei Theile zerlegen. 1. Ist der Rabbiner in der Gemeinde die maßgebende Persön- 4ichkeit für die Festsetzung der Art der Ausübung der Gottesdienstes -oder besitzt der Synagogenvorstand von Rechtswegen die diesbezügliche Autonomie, um die gottesdienstliche Ordnung mit Herbeiziehung ^es Rabbiners im Sinne der Mehrheit der Gemeindemitglieder festfetzen zu können? Ist es vom rituellen Standpunkte gestattet, im gottesdienstlichen Gesänge beim gemeinsamen Chore auch Damen zu verwenden? Während einerseits in vielen Gemeinden des In- und Auslandes derartige Chöre ohne Beanständung seitens der betreffenden Rabbinen fungiren, werden andererseits derartige Neuerungen vom rituellen Standpunkte als unzulässig und sündhaft erklärt. Woher erklärt sich der Widerspruch in der beiderseitigen Interpretation des aus dem -citirten diesbezüglichen Ritualgesetzes? * Bekanntlich schreibt Iben Esra an der Spitze seines Commentares zu jedem wöchentlichen Abschnitte ein Motto. Sein Motto zu .jisro, ist vermöge seiner gedrängten Kürze ganz unverständlich. Ich zeigte es hier in mehreren Lehrstuben,"die es. wohl, nur nach Methode "ם״ו״1״ם% somit,, natürlich nur mangelhaft erklärM^Gestützt auf melaindei hiskalti erbitte ich mir von den verehrten, gelehrten Mitarbeiter» und Lesern dieses Mattes einen nichtigen diesfälligen שפ& und ich hoffe, dass die löbliche Redaction den etwaig eingelausenen Meinungen in diesem Blatte Raum gewähren wird. Achtungsvoll Allenberg. Korrespondenz der Aedaction. I. H. k» Halft Bestätigen dankend den gesandten Betrag. Bl. in Kr. Sie haben «ich für das laufende Quartal zu senden. K. M R Beglichen bis 1. April 1838. M S. in T. Der Antor wünscht feine Anonymität bewahren — Besagter Verein ist wol zu Stande■ gekommen, hat jedoch bis jetzt noch uichls Wesentliches von ßch HSccn lasten. Iie Webaction Allen geehrten Herren Abonnenten, Mitarbeitern und Freunden unseres Blattes wünsche« wir 2'112 שמחת• Diejenigen Kerren Abonnenten, die uns um Stundung wit dem Aöonuementsbetrage bis 'Purim angegangen find, ersuchen mit dringendst, um sichere Einlösung ihres Versprechens. Abonnements- und Insertionsbeträge sind in Wien zahlbar. Musikalische Synagogen - Pibliothek componirt, gesammelt und herausgegeben von Höercantor A. Weiß, Warschau» Eingerichtet für Pianoforte, Harmonium und Orgel zum Gebrauche im Tempel und in der Familie. 6 Keste st. 1.— ö. Währ. Einzelnheft —.25 kr. Zu beziehen gegen Vorhereinsendung des Betrages durch die Redaktion der österr.-ungar. Cantoren-Zeitung. Durch Zufall siud wir in den Besitz der gesammten Austage dieses gediegenen Werkes gelangt und so in die Lage versetzt worden, dasselbe, so lange der Vorrath reicht, unseren geehrten Collegen zu bedeutend herabgesetzten Preisen znkommen zu lassen. Wir sind überzeugt, dass die trefflichen Compositionen bei allen Freunden fynagogaler Musik Anklang finden werden. vis älteste, bestrenommirte Selehfleisehwaaren - Fabrik WIEN II., Girtaasse 38 (im eigenen Hause) empfiehlt ihr Sortimettt /בשי .Wurst-, Selehfleisch-Waaren ungar. and Veroneser Salami bester Qualität. Vermöge gut ventilirter Trockenkammern, durch Aufstellung der neuesten Maschinen und Köhlapparate iät sie in der Lage, jederzeit frische Waare zu erzeugen, Vorräthe bester und trockenster Salami auf dem Lager zu halten. ד^כשר Fleisohextraet, System - Liehig, ist stets _am.Lager. 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