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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1888-01-29 · Heft 4 (29.1.1888) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
8 (1888)
Issue
Heft 4 (29.1.1888)
Date
1888-01-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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— 7׳ — Erwähnenswerth ist noch, dass die herrlichen Ciselier-Arbeiten^ welche wirauf den damascenischen Stahlwaaren bewundern, fast ausfchließlich von "jüdischen Meistern herrühren, welche es darin zn einer außerordentlichen Fertigkeit, gebracht haben. Der jüdische Handwerker ist immer fleißig und intelligent. .Er arbeitet den ganzen langen Tag, oft Noch die halbe Nacht durch, um sich redlich durch die Welt zu schlagen. Seine Rastzeit übersteigt nie fünfzehn Minuten. Arbeitend verzehrt er sein mehr als frugales Mahl, bestehe-nr» aus einem Stück Brot. Da er sehr fromm ist, setzt er die Arbeit natürlich während der Gebetstunde aus. Und bei zwölfstüudigem täglichen Ringen ums Dasein, verdient er kaum so viel, um mit den Seinen das Leben zu fristen. Gemeinhin bringt er es täglich aus kaum einen Franc, selten auf anderthalb und säst nie aus zwei Francs. Ja, viele Familien müssen auch mit einem Lagelohn von 50 bis 60 Cent, auskommen. Mit 200—300 Fr. jährlich gilt es Wohnungsmiethe, Speise und Trank, Kleidung rc. zu bestreiten, und das in einem Lande, wo die Familien fast durchwegs sehr zahlreich sind. Oft-hat so ein armer jüdischer Schuster außer zahlreichen Kindern noch die alten Eltern zu ernähren. Und es geht, weit es eben gehen muß. Natürlich arbeitet die Frau mit. Aber das geschieht nur im eigenen Hause, niemals auswärts. Für das Nähen eines ganzen Anzuges zahlt man ihnen oft nur 20 Cem. Das gilt besonders von den Uniformen, die sie für das Militär fertigen. Erfreulich ist die hohe Sittlichkeit dieser Frauen. Es kommt nie vor, dass sie sich etwa aus bitterer Noth wegwerfen. In keinom der zahlreichen Tingeltangel rc. begegnet mau einer Jüoeu. Ja einem Lande, wo der Müßigäng allgemein geworden, will das etwas sagen. Besonders j bemerkenswerth aber ist die Thatsache, dass die Juden iu Damaskus! vorwiegend von ihrer Hände Arbeit leben. Es ist. das ein beredtsames Document gegenüber der verläumderischen Unterstellung, dass > die Israeliten ledMich dem leichteren Gewinn nachgingen. i Kründungs- und AereinsSetträge. I. Schwarz, M. Weißkirchen, ganzj. Beitr. M. Thaler, Oedenburg, dreiviertelj. Beitr. L. Götz, Puklitz, halbj. Beitr. H. Bermann, Böhm. Leipa, 50 Kreuzer. . D. Beutler, Auscha, halbj. Beitr. S. Nußbaum, Holleschau, ganzj. Beitr. A. Schirmann, Lemberg, ganzj. Beitr. . I. Steiner, Gr. Meseritsch, halbj. Beitr. H. Lemberger, Kuttenplan, halbj. Beitr. M. Päpo, Wien/ fünfviertel;. Beitr. Für die Witwe Blum sind weiters folgende Pflichtbeiträge per 1 fl. ejngelaufen: I. Schwarz, M. Weißkirchen: M. Thaler, Oedenburg; PH. Baßel, Wien; A. Schirmann, Lemberg; I. Steiner, Gr. Meseritsch. Für das berufsunfähig gewordene Vereinsmitlied Weiß in Simontornya sind folgende rückständige Pflichtbeiträge per 50 kr. eingelaufey; PH. Baßl, Wien; K. Steiner, Gr. Meseritsch; H. Lemberger^ Kuttenplan. M. Matt, stellvertretender Cassier, (II. Tempelgaffe 4.) tzortespondenz der HLedaclion. R. in H. Wir senden an Ihre Andreffe pünktlich da« Blatt.. S. in Fr. Die Besprechung über D. Werke erfolgt später. B. in Goth. Bestätigen dankend den eingesandten Betrag Per 35 M- und erhalten Sie demnächst die gewünscbteu Nummern. Frin P. Wir haben Ihnen den gesandte» Betrag per 4 Quartal 1387 und erstes Ouartak 1838 gutgebücht. Stp» in T Wir werden Ihrem Wunsche Rechnung traqen. R. in R Ihr Abonnement laust v. 1/10 1887, mithin beglichen biK 1/7 1383. WaS ist mit -er restlichen JnstrastouSgedühr? — Pie Wedaction. Die von Xosef ZEnoerle Sc Oo. WIEN, VII., Seidensrasse Nr 7. (im eigenen Hause,) empfiehlt sich den P. T. Herren Cantoren und Comporitaurea zur Anfertigung von Notenstich u. Notendruck als einzigst complet eingerichtetes Institut dieser Art im In- und Anslande. Geschäftsgründung 1860. Die sch ö n sten und billigsten aus In-und Ausländer Granit, Porphyr, Syenit, Marmor, Sandstein etc. bester Qualität,*kauft man nur be M. Son » c « schein bürgerl. Stadt-Steinmetzmeister u. k. k handelsgerichtlicher beeideter Schatzmeister Wien, III., Adamsgasse 5. Koj enüberschläge und Zeichnung:«! werden auf Verlangen gratis und franco zugesendet. Betrachtungen über die fünf Bücher Moses nach Ordnung der Wochen abschnitte für die Schuljugend beiderlei Geschlechtes. — Ein Buch zur Erbauung Belehrung und Unterhaltung für Got es-, Schul- und Familienhaus von L. WoTner, Prediger und MdL. Religionslehrer. Diese fünf Bände, über 0( >0 Seiten stark, um den äußerst billigen Preis von 2 fl. ö. W. bei den Vefasfer, Wien, VHi. Josefstadterstraße 53, zu beziehen, enthalten vortreffliche Reden und eignen sich ganz besonders zu Geschenken für -die Zugend. . Ooaarrcuas. ־Wegen Heiserkeit benöfchige ich sofort zum Ersätze für mich auf einige Wochen einen ledigen Bal-Tefillah, der auch den gesanglichen Theil an Sabbalhen zu versehen hat. Beflektauten wollen sich an den Gefertigten wenden. Floridsdorf, im Jänner 1888. Hartin Zempllnor. Kantor i. Floridsdorf.

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