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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1887-12-10 · Heft 40 (10.12.1887) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
7 (1887)
Issue
Heft 40 (10.12.1887)
Date
1887-12-10
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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^Te^..;>äteasasä&eVai — V Wisch - -!rationellen Boden, und auf . diesem Boden Weht das Welchen. / Der: Herausgeber stand '׳'von frühester Jugend auch neben, seinem Vater, woselbst er die alt-ehrwürdigen traditionellen Gesänge hörte und mitmachtG -Diese Zugend-Eindrücke prägten sich tief in seine Seele ein und wirkten bestimmend auf die Wahl seines künftigen Berufes. Nach Absolvirung einiger Gymnasialclassen -ging er nach Wien und Prag, um daselbst seine von Jugend an gepflegten musikalischen. Kenntniße zu vervollkommnen. Musikalisch und stimmlich geschult und gebildet, widmete er sich unter der Aegide seines Vaters,' dem Cantorenfache, wurde als solcher nach Friedek in Schlesien und bald hernacb als Ober-Cantor nach Jung-Bunzlau berufen., wo. ..er. Muße fand, sich als Componift in rituellen und profanen Piecen unter der Beurtheilung seines Mentors Professor Vogel sich zu versuchen׳ Aus diesen Antecedentien wird man ersehen, dass man es hier weder mit einem Laien, noch mit einem Stümper zu thun hat, der blos als fleißiger Notensammler, wie unser Herr Recensent sich ausdriickt, nur Krüppel-Gestalten zu Tage fördert.. Wir könnten, wollten wir iu’ä Detail übergehen, beweisen, dass Piecen, wie das Jomkipur-Gebet ״Enosch" und noch so viele andere erhabene liturgische Gebete kein alter Trödel, wohl aber unvergängliche, hocherhabene traditionelle Alterthumsstücke sind, die jeden Verständigen mit heiliger Ehrfurcht erfüllen. Garn Chodiom jischma w’jowin’. Auch der Reformfreuud wird diesen unvergänglichen Tönen und Klängen gern sein Ohr hiuueigen und andachtsvoll gerührt, anhören. Herr Rubin, der gediegene Musiker, hat dieses Merkchen seinen Candidaten warm empfohlen. Der unvergessliche Sulzer war für aufstrebende Talente junger Cantoren immer instructiv niemals destructiv t So sollte auch sein würdiger Nachfolger sein. Neubidschow. ' ■ . A. S. Kleine Chronik. GrazDer Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Graz versendet den Geschäftsbericht über die letzten drei Jahre, welche ein klares Bild' sämnitlicher Gemeindeagenden bietet. Der Vorstand, an dessen Spitze Präses Holzer ist, verdient die vollste Anerkennung für sein rastloses Streben, die verhältnismäßig noch junge Gemeinde einer gedeihlichen Entwicklung entgegenzuführen, .welche Dank der Opferwilligkeit der Gemeindemitglieder immer bedeutendere Fortschritte macht. Die größte Aufmerksamkeit des Vorstandes ist auf den Bau eines neuen Gotteshauses ger chtet, dessen Grundsteinlegung im nächsten Frühjahr stattfinden soll. Seit 22 Jahren wird der Gottesdienst in einem gemietheten Lokale, das sich in einem Kasernen- Hofe befindet, ׳abgehalten. Die zu Gunsten des Tempelfonds errichtete Lotterie ergab mit den eingelaufenen Spenden den Betrag \ non über 40.000 fl., wovon freilich ein bedeutender Theil aus j Spesen verwendet werden mußte. In zweiter Linie beschäftigt sich der Vorstand mit der Erhaltung der israelitischen Volksschule, die am letzten Semester von 35 Knaben und 32 Mädchen besucht wurde. Ueberdies wird der Religionsunterricht an 92 Knaben und -49 Mädchen, welche die anderen Schulen besuchen, ertheilt. Auch das Armenwesen nimmt einen hervorragenden Theil im Geschäftsbericht, ein. 'Im Ganzen erhellt aus dem interessanten Berichte die erfreuliche Thatsache,' dass das jüdische Gemeindewesen in Graz zu den schönsten Hoffnungen berechtigt. Werliu. Der kleine Cantor Rubinstein, der erst im drei- .zehnten Lebensjahre steht, macht hier als ״der kleinste Chasen der Welt" gewaltiges Aufsehen. Man rühmt seine ״Violinstimme" als -eine seltene Erscheinung. Letztlich produzirte er sich in קבל שבת in Einem großen Saal. Das Gedränge war fürchterlich, von einer Andacht konnte natürlich keine Rede sein. Nach dem Gebet begann der -Eine Bravo zu klatschen, der Andere קדיש zu sagen. Kkorenz. Die in Florenz weilende Königin Natalie von Serbien hat, wie man dem ״Wr. Israelit" mittheilt, gleich nach ihrer Ankunft unter Führung des Juden Cavaliere Franchetti den dortigen Tempel besucht und für die jüdischen Armen 1000 Lires gespendet, welche auf besonderen Wunsch der Königin sofort zur Vertheilung gelangttu Än die Mitglieder des österr.-ungar. Cantoren-Vereines. Ein treuer und wackerer College, Herr Israel Blum, pens. Ober-Cantor in Troppau, ist durch das unerbittliche Schicksal aus unserer Mitte geriffen worden. Der Hingeschiedene war seit Bestand des Vereins ein sehr eifriges Mitglied desselben und bezeugte erst am ltzten Cantorentage sein warmes Interesse für linsere gemeinschaftlichen Bestrebungen, indem er mehrere Anträge mit vielem Eifer vertheidigte. Collegeu! Ehret das Andenken dieses braven Mannes, indem Ihr ohne Zögern Eurer in den Statuten vorgefchriebenen Pflicht nachkonnnt und umgehend den für Todesfall festgesetzten Pflichtbeitrag pro fl. 1 Qe. W an die Vereinscassa einsendet. Eine tiefgebeugte Gattin trauert um den Tod ihres Ernährers und die Bezeugung der Theilnahme der gefammten Collegenschaar wird sicherlich wie lindernder Balsam auf ihren großen Schmerz wohlthuend einwirken. Die Pflichtbeiträge der Vereinsmitglied?r, sowie etwaige Spenden von Privaten werden in der ״Q: sterr.-ungar. Cantoren^ Zeitung" ausgewiesen. Die geehrten Herren Vereinsmitglieder werden nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass sämmtliche Vereinsbeiträge wegen Erkrankung unseres Cassiers bis auf Weiteres an den stellvertretenden Cassier, Herrn Cantor M. Blatt, ü., Tempelgasse 3, zu senden sind und dass der Vorstand nur für jene Gelder die Garantie überninimt, welche an die Adresse des Letzteren gesendet wurden. Aer Vorstand deS üsterr.-ungar. Camoreu-Berei»^. ßrkkärüng. Wir Mitglieder des Galatzer-Tempel- Comiies bezeugen h ermit zur Steuer dcr Wahrheit, dass der unter dem Dalum *en 1« November 1887 für e׳nen Cantor aus zeschriebeue Concurs ohne unser Mitwiffen erlassen worden ist. Gatatz am 21. November 1387- Hewrich Steinsberg. M. Sillbersteiu, I I. Sufciu. ffeltbskannt sind KirchbergS berühmte Rasirmesser l'el'e sind ans engl. Silberstahle augefertigt, sowie hohl geschliffen fertig zum Gebrauch, p Stück Mk. 3. Etuis für das Rasirmesser pr. St. 30 Pf. Original-Streichriemen zum Schärfen der Rasirmesier pr. Stck. 3.50 Mt Scharf׳ Masse für Streichriemen, per Dose 50 Pf. S Dosen 2 Mt. Original - Rastrseife, p.-. Stück 40 Pf. K St 2 Mt. Rafirpmfel per Glück SO Pf »ad i Mk. Oelabzkehsteme ff. Qualpc. Stück 7.50 Pik. Astes unter Garankie. Berjandt gegen vorherige Einsen» düng oder Nachnahme- Otto Kirberg?, Messerfabrikant in Düsseldorf, früher in Gcaefrath. ÜflTert. Ein מ״ץ erst 36 Jahre a:t, aus Ungarn geoürtig, der deutschen, ungar. und hebräischen Sprache in Wort und Schrift mächtig, sowohl als Schochet Ubodek, als auch More Zsdek von ganz bedeutenden rabbinischen Coriphäen autorisirt, als zeitgemässer correkter Vorbeter und selten tüchtiger Kore von bedeutenden ung. Gemeinden, in denen derselbe wirkte-, mit Zeugoissen vs>- sehen, als ritueller Opperateur Mo hei von anerkannten drei Aerztea dipl., im Bedingungsfalle auch den Ke• ligio nsunterricht zu leiten vermag, wünscht seinen gegenwärtigen Posten g gen bescheidene Ansprüche za verwechseln. Ein religiös sittliches Betragen steht demselben ebenfalls zur Seite. Auskunft ertheilt die Redaktion der österr. ungarischen Can toren׳Zeitung. ßoneurs. An der isc. Gemeinde zn Debelya^sa (Toroutaler Loinitat) ist d e Stelle eines Borbeters (Schachet Ubodek), der auch den Religion«- unterricht bei 10—12 Kindern zu ertheilen hat, sofort zu besetzen. Gehalt 200 fl. jährlich nebst ganzer Berpflegung. Bewerber müssen ledigen Standes sein und erhält der Accep» ttrte 10 fl. Spesenvergütung. Gesuche sind bis 15. Dezember zu richten an B. Spitzer. Borstrher. i!1 1 m\ inmnnii!11

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