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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1887-09-22 · Heft 31 (22.9.1887) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
7 (1887)
Issue
Heft 31 (22.9.1887)
Date
1887-09-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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ArarnimeraLioilspreis FSe BereinSmUglieder. Ganzjährig st. s.— Halbjährig fl. 2.5v Vierteljährig fl. 1.25 Für Nichtn'ilgtteder Ganzjährig st. 6.— Halbjährig fl. 3.— Vierteljährig fl. 1.50 Für daS Ausland Ganzjährig - fl. 7.— 12 Mark oder 6 Rubel. Österreichisch - ungarische Organ Pr Ke pukrcffen jlitilscher xfyanJatea M HMmbestMte«. O r f ch e i n L; e d e rr achten g. Begründer: Obercantor Jacob Bftner. Htedaction und Administration Wien, II., Novaragaffe Nr. 27- Inserate werden billigst berechnet. Mannscripte werden nicht retaurnirt. Nr. 31. Wien^ 22. September 1887. 7. Jahrgang. 1♦ Mit dem 1. Hctober beginnt die ,,DKMiM.^uWaMMJLantoren-Zeihmg^^ das IV. Quartal des Jahrganges 1887. Die geehrten Herren Abonnenten, Freunde und Leser unseres Blattes werden daher dringendst ersucht, das Abonnement rechtzeitig zu erneuern und den Abonnementsbetrag im Laufe der nächsten Tage pünktlich einzusenden, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Ire Admrmstratio». Stchzen mis dem Hirtentkben -er alten Hebräer. U. Nun fragen wir aber, wer waren eigentlich die Nechabiten? Waren sie auch Juden, oder bildeten sie eine eigene Seele? Der historische Aufschluss hierüber scheint uns folgender zu sein. Die Nechabiten sind midianitischen Ursprungs und mit Moses von Seite seines Schwiegervaters Jetro verwandt. Sie hießen ursprünglich Keniter, später aber von Jonadab Sohn Nechebs, der sich zur Zeit des jüdischen Königs Jehu (2. Kön. 10, 15—28) durch Frömmigkeit auszeichnete mld in großem Ansehen stand, legten sie sich den Namen Nechabiten bei, und Jonadab war ihr Oberhaupt und Gesetzgeber. Sie glaubten wahrscheinlich an einen einzigen Gott, wie ihr Urahne Jetro, der das Bekenntnis ablegte: ",ינתר! יידעתי כי גדול י״י מכל אלוהים״ ״Nun habe ich erkannt, dass groß der Ewige ist, der Gott aller Götter" (2. M. 19, 10), und blieben ein Hirtenvolk. Und dieses führte der Prophet Jeremias den Israeliten als Muster und Vorbild der Treue und des Gehorsams vor. Sonst kommt von dm Rehabiten in der Geschichte unseres Wissens nichts vor. Wenn nun, wie wir glauben, die Weissagung des Propheten in Erfüllung gegangen, müßten die Nechabiten noch heute existiren. Benjamin (הנדיב) von Tudella, der im zwölften Jahrhundert lebte, berichtet, dass er diesen Stamm in Arabien im Distrikte Theima wieder gefunden habe. Auch der Missionär Josef Wolfs gibt an, dass es noch heute irr Arabien einen Stamm gibt, der den Namen: »בני הבד" führt, einen Stamm, der ganz nach den beschriebenen Sitten lebt und als Nachfolger der Nechabiten betrachtet werden kann, da überhaupt "יתדו" auch ,,הבד" geheißen haben soll. Auch können es die בני מימה.׳" sein, welche nach mehreren Berichterstattern in Arabien als Hirtenvoll' angetroffen wurden, und haben sich diesen Namen beigelegt, eben wegen der oben benannten Verwandtschaft des Moses von Seite seines Schwiegervaters Jetro. Nebst dem nöthigen Futter durfte auf den Weideplätzen auch das nöthige Wasser nicht fehlen, welches in dem wasserarmen Oriente sehr hoch geschätzt war. So erklärten sich die Israeliten, als sie bei ihrer Wanderung dem Gebiete der Edomiter sich näherten, das für Menschen und Vieh nöthige Wasser zu bezahlen. (4. M. 20, 19), Wegen dieser Seltenheit und Vorzüglichkeit wurde das Wasser häusig in den bibl. Schriften, wie auch im Talmud und Midrasch als Bild des Segens gebraucht. So spricht der Prophet Jesaias: ",״ «ושאבתם מים בששון ממעיני הישועהIhr schöpfet Wasser mit Wonne aus den Quellen des Heiles (Jes. 12, 3). Hier ist das Wasser als ein Bild der Freude und des Glückes angewendet. Auch finden wir häufig in den nachbiblischen. Schriften derartige Sinnbilder, so wird die Thora zum Wasser geglichen, "אין מים אלא תודה-» Das Wasser erhielten die Nomaden aus zusammengehaltenem Regenwasser in

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