Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 7 (1887)
- Issue
- Heft 25 (27.7.1887)
- Date
- 1887-07-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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— S — erwiesen werden. Der erfolgte Todesfall wird durch Vorlage des! Todtenscheines bestätigt.; Ueber das Vorhandensein der in den W. 10, 11, -12 gedachten ' Voraussetzungen, die zum Anspruch auf eine Unterstützung berechtigen, entscheidet der Vorstand." ־. I. Stransky beantragt für den ersten Passus folgenden Wortlaut: Die Berufsunfähigkeit muß durch ein ärztliches Zeugnis, das von einer klinischen Capacität oder von zwei Aerzten in dem Wohnorte oder aus dem Bezirke des Petenten ausgestellt ist und die Bestätigung der politischen Behörde trägt-, in überzeugender Weise erwiesen werden. (Wird angenommen ) Der weitere Theil des 13 wird in obiger Fassung -angenommen. §. 14- ״Die Unterstützungen werden ans den Erträgnißen des unantastbaren Stammsondes und den Jahresbeiträgen der ordentlichen Mitglieder bestritten. Au je einer Unterstützung bei Todesfall und Berufsunfähigkeit trägt jedes Mitglied 1 fl. bei, und der sohin eingelaufene Betrag wird aus der Vereinscaffa auf 400 st., refpective 300 fl. ergänzt." Freisinger, Pilsen: Ich bin mit der Fassung der Paragraphen vollkommen einverstanden, wünsche jedoch, dass es dem Vor-' stände überlassen sei, nur eine gewisse Anzahl von Unterstützungen aus der Vereinscasse zu gewähren, damit bei eventueller Häufung von Sterbefällen das Vereinsvermögen nicht allzusehr angegriffen werde. In diesem Falle müssten die Mitglieder zu größeren Leistungen herangezogen werden. . Stern, Wien: Wir haben nach statistischen Tabellen gear- Leitet und es ist ausgeschloffen, dass ein solcher Fall eintritt. Selbst im. Falle einer Epidemie ist dies, nicht vorauszusehen, da wir nicht in einem Orte leben, sondern über die ganze Monarchie vertheilt sind. Warum sollen wir über etwas Unwahrscheinliches debattiren? Hirsch, Wien, schließt sich den Anschauungen des Vorredners an. Schäfer, Baden: Ich möchte den Vorschlag Freisingers ergänzen, dass die Mitglieder, im Falle als mehrere Fälle Vorkommen, verpflichtet find, zwei oder drei Gulden zu zahlen. Vorsitzender: Wie wäre es, wenn wir mit einer Versicherungsgesellschaft einen Vertrag für Ablcbensfall abschlössen, und zwar in der Weise, dass der Verein. ein Drittel der Prämie, ein Drittel der Cantor und ein Drittel die Gemeinde zu zahlen hätte? Der als Experte anwesende Vertreter einer Versicherungsgesellschaft äußert sich über diese Frage in folgender Weise: Man zahlt jährlich 31 fl. pro 1000 mit dem Durchschnittsalter von 40—45 Jahren, es könnte auch bei günstigerem Altersverhältnis Llos 28 fl. betragen.Für 500fl. ist die Hälfte der Prämie zu zahlen.- Fr ei sing er, Pilsen: Darüber könnten wir heute nicht fchlüsstg werden, da wir ja nicht die Zustimmung der Gemeinden haben. Neu mann, St. Pölten: Für einen solchen Fall wäre ein Aufruf an die Gemeinden gewiss nicht ohne Erfolg S trans kp, Trautenau: Durch eine solche Versicherung würde ein jedes Mitglied um 6 fl. mehr belastet werden, was gewiss von der Mehrzahl nicht gebilligt würde. Vorsitzender stellt die Frage, ob in Ausnahmsfällen die Vereinsmitglieder herangezogen werden sollen. . Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden und .§ 14 wird mit diesem Zusatz angenommen. Hierauf wird die Sitzung um 7 Uhr Abends geschloffen und die nächste Sitzung für Mittwoch 9 Uhr Vormittags bestimmt. ^Fortsetzung in nächster Llummer.) Kleine Chronik. Wieü. Dienstag den 19. 1/®2 Uhr Nachmittags versammelten sich die Besucher des Cantorentages zum gemeinschaftlichen Festmahle - in der Nestauration WinterniA Hatten wir die Collegen in' dev"' Generalversammlung als ernste Debatter kennen gelernt, so mussten wir sie beim fröhlichen Mahle als geist- und Humorvolle- Redner - bewundern; Toast, folgte auf Toast, und manche waren von geradezu zündender Wirkung. Wir bedauern, diesmal so sehr im Raume Leschränkt zu sein, dass wir nicht in der Lage sind, dieselben wenigstens׳ ihrem Hauptinhalte nach zu skizziren. Den Reigen eröffnete Pr. Stellvertreter Bauer, indem er sein Glas auf das Wol des Vereins- Präses leerte. Lebhaft acclamirt toastirte Präses Singer auf die Cantoren-Zeituug und den Cantoren-Verein; Schiller, Wien, toastirte auf Vereinscaffier Fischer, Blatt Wien auf Professor Sulzer. (Ein dreifaches, donnerndes Hoch folgte diesem Toaste), Neumann, St.. Pölten auf den Gründer der Eantorenzeitung, Stransky Trautenau auf das Gedeihen des Vereines, eine humorvolle Tischrede ließ Pr. Stellvertreter Stern von Stapel; Rosenfeld Pisek gedachte der leider" nicht anwesenden Cantorenfranen, Schlesinger Ottakring toastirte auf den Restaurateur Winlernitz, Peterselka, Währing auf die abwesenden Vereinsmitglieder, Schwarz Mähr. Weißkirchen auf den Präses als Schriftsteller, Freisinger, Pilsen auf den Vereinssecretär Dr. Löwy. Nachdem sich die Begeisterung ein wenig, gelegt hatte, recitirte Vercinscaffier Fischer das Tischgebet und schaltete folgenden ׳von ihmselbst verfassten liorachamon ein : לא, VÄ'ZP^ . שמעוני רבוהי.ורעי, דערב אפרי פי חדשות" ונצורות אט אטד. כיי' אם תפלתי ובירכת; .כ" זאת נחלת עבדי י״י, הקרואים פחי' י י י י•יי ,.לאבל לדום לפט האלחים,׳ . להתפלל ' ’בכמקהלות.’ולברן' את עדת י.ש־א: ואני.ןקן':ורגל ׳בתפלה.אשא עט למרום'לשפוןי שיחתי בעדכם. על'אשר נשאתם עי״טכם עלי וכבדתם אותי, לבקייעל כיוס "ן מלא,' את ברכת המזון, י ’לכן את יבם י״י אקרא לברכה, איבר אברןו אתכם! אב הרחמים׳■ אקךמה' פטןד'בתודה׳ בללה וברעדה שתדרתנו וקנימתנו לאסיוף הייום, כלנו להרי באיש■ אחד חברים אל’יום הועד ה־יאשיון לעשות חשבון עם לפשיט, על אודות מתנת;דינו׳ בפי ’ מסת 'בהינו, ןלן־חוק בטקייון בפינו. על כל המעשה. אשר נעשה 'לטובת הברת העומדים לשרת בקודש: 'הרחמן'• הוא;בקי את ’אבי המשוררם "אשי החל לשד את הקנבזרן־פעראיין, .ואישר קנדי שם טוב יעל;די;מיריות ושירים יאשר שר במועדי י״י במקהלות׳ לרומם'את בת אלהינו'ה״ה'מ׳יו׳ה׳ ר׳ י שלמה בן׳ ר"-יוסף לבית זולצער ואת איש נאמן רוח לחברתנו פראזעם הראשון בן פרת■ אישר ברוחויפי'"שטם, ראש המשוררים הייה מ׳רה׳ ר״יוסף בןחחברד״ישרא לבית זינגערועתה הנט ר1אה רוח השמחה מרחפת על פני כל הנאספים פיה,וזאת לי עדותי נאמנה׳ ’כי ’ברנע הזה, יתעורר ׳ בקרב לבבם הקול הגדול" י אשר ענו אבותינו-’כאיש אחד: "’נעשה ונשמע" נעשה את חובותינו מה שעלינו לעשווד■' 'ונשמע תמידי קריאת מנהלי חבךהינוי״לביוא׳ הנה, להביא עצה, ולעשות פלילד,להחזיק את אחינו אם מטה ידם: נטעי ידידותינו השתולים על תלמי ״ ־ : * - ־ : " : . 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