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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1887-06-30 · Heft 22 (30.6.1887) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
7 (1887)
Issue
Heft 22 (30.6.1887)
Date
1887-06-30
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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״Israelitischen Armen- und Pilgerwohnungeu auf Zion", die der Vater, der Baronin, Baron Wilhelm Carl von Rothschild, in munifizentester Weise erbauen ließ, und gaben in dem Fremdenbuche ihrer vollsten Zufriedenheit mit der Verwaltung dieser Institution Ausdruck.' Abends betete der Baron zuerst in der Synagoge Beth-Jakob und dann in der Synagoge Beth-El. Sabbath Morgens besuchte er zuerst die große Synagoge der Sephardim und dann eine chassidische Synagoge, in beiden wurde er zur Thora gerufen, in der letzteren wohnte er sogar einer Drascha bei, die Rabbi Akiba Josef Schlesinger -aus Preßburg, der Schwiegersohn des bekannten Rabbi Hilel von Kolomea, hielt. Am Sabbath empfing er den Gegenbesuch des Pascha und besuchte noch einige Wohlthätigkeits-Anftalten und- Rabbinen. 'Nach Sabbathausgang wurden, sämmtliche Vorsteher der einzelnen 'Gemeinden. von dem Baron empfangen, und er drückte ihnen seine wärmsten Gefühle für das Land der Väter und seine Bewohner aus, dass sie dis zu Thränen gerührt wurden. Sonntag wurden noch von den Gästen das Grab Rnhel's, Bethlehem und andere nahe Orte besucht, und dann die Reise in die jüdischen Colouien angetreten. Am Montag in aller Frühe kamen die hohen Gäste nach Rischon L'Zion. Sie besichtigten sämmtliche Wohnungen der Colonisten und theilten Unterstützungen, von 300—800 Francs per Familie aus. Dann fuhren sie nach Ekron, wo zu ihrem Empfange -ein Triumphbogen errichtet war. Dort besuchte der Baron zuerst die Synagoge, mrd sagte zum Minchagebet das Käddisch für seine verstorbene Mutter. Auch in Ekron wurden grosse Summen vertheilt. Von Ekron reisten die hohen Gäste nach Petach-Tikwah, von da nach Samaria, dann nach Nosch-Pinah, Saphet, Tiberias, tvo sie überall segenspendend erschienen. Von Tiberias nach Damaskus und Beyruth kehrten sie via. Csnstantinopel wieder nach Europa zurück. Die Pilgerreise ist für die Israeliten Palästinas von hoher Bedentung. Nicht wegen der bedeutenden Summen, die der Baron in Jerusalem den Vorständen zur Vertheilung gab und die er an anderen Orten, besonders in den Colonien, zurückließ, sondern wegen der Hoffnungen, die wir für die Zukunft daraus schöpfen. Die hohen Gäste haben überall die Versicherung ihrer thätigsten Sympathie gegeben und es steht zu erwarten, dass zu den unsterblichen Wohlthaten, die das heilige Land schon jetzt der Familie Rothschild zu verdanken hat, noch neue hinzukommen werden. Ich schließe mit dem Wunsche, dass auch andere Größen dem Beispiele der Rothschild's folgen mögen. Korrespondenz der Uedaction. I. in M. Ihre Anzeige werden wir dem Bereinsvorstande übermitteln. H. in T. Ein ausführlicher Bericht Ware erwünscht. Rin S. Die Zusendung der Blätter wurde nicht sistirt. Dass Sie die letzte Nr. nicht erh alten, kann nur ein Versehen der Expedition oder der Post fein. Wir hoffen, dass Sie bald wieder in der Lage sind, Ihre Thätigkeit in unserem Blatte aufrunehmen. S- B. in M Vorläusiz ist nichrs Passendes vakant. Sobald wir etwa» erfahren, werden wir Ihnen hierüber Mittheilung machen. Ein Inserat, das Ihnen zn halbem JnsertionSpreiS berechnet wird, wäre jedenfalls von Bortheik. H. in M. Dass Si Ihre kaum begonnene Arbeit schon unterbrach»», ist uns unerklärlich. Sin K- Da Sie nicht BereinSmitglied find, habe» Sir an AbonnementSbetrag 1 fl. 50 kr. per Quartal zu entrichten. 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