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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1887-06-22 · Heft 21 (22.6.1887) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
7 (1887)
Issue
Heft 21 (22.6.1887)
Date
1887-06-22
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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— 7׳ — Nachts dahin abgehen. In Dnna Szerdahely sollen Drohbriefe aufgefunden worden sein. Wulschorvitz. Herr Josef Rofhwein, welcher als Cantor an der-hiesigen Gemeinde durch 5 Jahre wirkte, und der nun eine Anstellung in Wien fand, verlässt uns schon im Laufe dieses Monats. Sein Scheiden erregt hier allgemeines Bedauern, denn noch nie hatte sich ein Cantor hier eine solche Sympathie erworben, wie es bei Herrn Rothwein der Fall ist. Als Beweis dessen wurde demselben in der ״Cantoren-Zeitung" vom 6. Juni Nr. 19 von Seite des Cultusvorstandes eine besonders tobende öffentliche Anerkennung ausgesprochen. Soivohl durch eifrige Pflichterfüllung in seinem Amte als Cantor und Religionslehrer, als auch durch seine seltene Bescheidenheit im Privatleben hat sich Herr Rothwein stets ehrenvolle Anerkennüng erworben. Morenz. Am 20. v. M. besuchte unsere Königin Margarita mit ihrem Gefolge unseren schönen Tempel. Vor dem Portale wurde sie von sämmtlichen Mitgliedern des Gemeindevorstandes empfangen. Der Besuch dauerte fast eine Stunde. Ihre Majestät unterhielt sich huldreich mit den Rabbinern und drückte ihre Freude darüber aus, dass die jüdischen Gemeinden in Italien allerwärts prosperiren. Unter Anderem kam sie auch ans die heilsame Institution der ״Asili infantili“ zu sprechen und äußerte sich. besonders lobend über die diesbezüglichen Verdienste des edlen Philantropen Samuele Alatri wünschend, dass solche Asyle in jeder größeren jüdischen Gemeinde .eingerichtet würden. Die hohe Fran bedächte die hiesigen jüdischen Armen mit einer ansehnlichen Spende. Wien. Die hebräische Schrift wird in neuester Zeit von unberufenen Dilettanten in einer Weise dargestellt, die weder der historischen Tradition entsprechend correct, noch ftylgerecht, noch schön genannt werden kann. Und in den Kreisen, wo man dieser Schrift in mehr oder minder öfteren Fällen bedarf, bei Architecten, Baumeistern (Synagogenbauten) Grabstein-Erzeuger, Goldsticker, isr. Gemeinde- und Synagogen-Verwättungen rc. ist es nicht immer chekannt, dass man eben so leicht wie diese Dilettanten - Arbeit und mit denselben Kosten auch eine gediegene, vorzügliche, correcte und stylvolle hebräische Schrift haben kann. Eine solche hebräische Schrift zu liefern, hat sich der hebr. Kaligraph Mayer Brunner, Wien, II., Wallensteinstraße 23, zur Aufgabe gemacht, und nachdem derselbe lange Jahre dem Studium und der Uebung an dieser Schrift widmete, erbietet er sich, alle in dieses Fach einschlagenden Arbeiten zu übernehmen. Oonc־u.xs. In der isr. Cuitusgemeinde Währing wird eia musikalisch gebildeter Bassist, der zugleich Chor-Dirigent sein muss, ^aceeptirt. Gehalt nach Uebereinkommen. ßeflectanten wollen sich baldigst behufs näherer Information bei Herrn M. Peterselka, Obereantor, Heraals, Kirchengasse 76, zwischen .12—2 Uhr Nachmittags melden. Concurs. In der isr. Cuitusgemeinde Gtios, Eisenburger Comitat in Ungarn, ist die Stelle eines Cantors, der zugleich Kore und Schachet sein muss und die Fähigkeit, in der ßeligionsschule den Elementarunterr.cht zu ertheilen, besitzen soll, mit 1. September 1. J. zu besetzen. Jahresgehalt 600 fl. halbe Sebeehifca und die üblichen Emolument«. Musikalisch gebildete Bewerber, die im Besitze berücksichtigungs weither Zeugnisse über Schoch ita und über streng religiösen und sittlichen Lebenswandel sind, belieben sich mit denselben, sowie mit Ausweisen über Alter, Stand und Familienzahl bis 1. Juli 1. J. an den gefertigten Vorstand zu wenden. Offerte ohne bei gelegte Zeugnisse werden nicht erwidert, und ßeisespesen blos dem Acceptirten vergütet. Güna, 8. Juni 1887. Der Cultusvorstand. 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