Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 7 (1887)
- Issue
- Heft 20 (14.6.1887)
- Date
- 1887-06-14
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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— ׳7* bann wird er wirklich das Pfand Eurer Liebe sein, denn Petrus sagt: ,>Wer mich liebt, hält meine Worte- und den liebt auch der Väter, und zu dem gehen, bei dem bleiben wir." London Montag, den 6. d. M., Abends hielt Rev. F L. Cohen einen Vorträg über den musikalischen Theil der englisch-jüdischen Ansstellung; er begnügte sich nicht allein damit,-den Zuschauern mündlich' die Entwicklung des jüdischen Gottesdienst-Gesanges zu erläutern, sondern es wurden auch musikalische Beispiele durch den Chor der West-London-Synagoge unter Leitung des Organisten Dr. Verrinder gegeben: Der West-Trakt der Albert-Hall, in welchem sich nämlich die Ausstellung befindet, war aus diesem Anlasse mit einem sehr distinguirten Publikum gefüllt; bemerkenswerth ist es auch, dass man sehr viele Christen darunter sah, welche ein lebhaftes ׳ Interesse für die Sache, zeigten. Mr. Cohen begann mit der Eintheilung des Synagogengesanges von der ältesten Zeit bis in die Gegenwart und theilte denselben in fünf Abtheilungen ein. Die erste Periode von den ältesten Zeiten bis zur Zerstörung des Tempels durch die Römer; als Illustration zü dieser. Periode wurde gesungen, nach.sephardischer Manier: »tow lehodotc, »os joschir« nach askenesischer Manier: »ledovid boruch«, Mombachs »Schema israel« und »lecho adonaj« für den Umzug am Neujahrsfeste. Die zweite Periode entfällt in zwei Uuteräbtheilungen; die erste reicht vom 1. bis 6. Jahrhundert, die zweite bis zum 9. Jahrhundert, gesungen wurden als Beispiele: »schofel hol hoorez« nach sephardisch und askenesischer Manier, dann die »echo«. Die zweite Unterabtheilung wurde gekennzeichnet durch Sabbatgesänge nach askenesischer Art, »Tal-Melodie«, »Jigdal« für Jom Kipur, mit Orgelbegleitung. Die 3. Periode erstreckt sich vom9 ׳. bis zum 16. Jahrhundert; Beispiele sind die sephardische »lecho dodi« und »el norah«, dann nach askenesischer Art »ochilo loel«, »bother kol eschuoth« und der *kadisch« von Neujahr. Die letzten drei Compositionen wurden von Mrs. Cohen in's Englische übertragen. Die vierte Periode vom 16. bis 19 Jahrhundert und die fünfte Periode die letzten fünf Jahre; für die erstere als Beispiel »At more I beseech« von Mr. Cohen; für die letzte Periode wurde ein prachtvoller Psalm von C. K. Satomon »Ma Jedidot« gesungen, welcher für Sopransolo und Chor geschrieben ist. ׳London. Der ausgezeichnete jüdische Historiker Professor G r Ltz ist in London angekommen und wird während seines Aufenthaltes Gast des Abgeordneten, Ober-Rabb. Reo. Dr. H.» Adler sein. Am 16. Juni wird von demselben ein Vortrag gehalten werden, welcher auf die englisch-jüdische Ausstellung in der Albert-Hall Bezug hat. Melbourne. Von großem Jntereffe dürfte es für Viele sein, zu erfahren, dass in Melbourne an der Universität ein Curs für hebräische Sprache errichtet wurde; dieser Cnrs wurde durch das Trinyty-Collegium in's Leben gerufen Als Professor wurde daselbst Rev. Js. Myers anserwählt. . Korrespondenz der Aednetion. B. in R. Statt des ״Joschew bemsser“ faim an FMazen ein anderer Psalm recitirt werden; die Functionen wie das Recitiren von ״Joschew beseaer“, ״haznr tomim“ werden m Wien vom Cantor ,msnucb» nsebom»^ jedoch in Anwesenheit eines Rabbiners vom Letzteren verrichtet. ״Mischeberach** bei Geburtsfällen und Lonfirmatwnen werden vom Cantor gesprochen. Lsäraa baomer ist in Wie» gleichfalls Function des Cantor«, in manchen Gemeinde» jedoch, namentlich orthodoxen, Sache des Rabbiners. H. M M. Wir ersuchen die Fortsetzungen unserer MUtheilunz gemäß ein;urichten. Concurs. Jn der isr. Cultusgeffieinde Währing wird ein musikalisch gebildeter Bassist, der zugleich Chor-Dirigent sein muss, acceptirt. Gehalt nach Uebereinkommen. Befleetanten wollen sich baldigst behufs näherer Information bei Herrn M. Peterselka, Obercantor, Hernals, Kirchengasse 76, zwischen 12—2 Uhr Nachmittags melden. O01ZLC־U.XS. In der isr. Cultüsgemoinde Güos, Eisenburgei; Comitat in Ungarn, ist die Stelle eines Cantors, der zugleich Kore und Schoehet 8'ein muss und die Fähigkeit, in der Beligionsschule den Elementarunterricht zu ertheiien, besitzen soll, mit 1. September 1. J. zu besetzen. Jahresgehalt *600 fl. halbe Schechita und die üblichen Emolumente. Musikalisch gebildete Bewerber,.die im Besitze berücksichtigungswerther Zeugnisse über Schochita und über streng religiösen und sittlichen Lebenswandel sind, belieben sich mit denselben, sowie mit Ausweisen über Alter, Stand und Familienzahl bis 1. Juli 1. J. an den gefertigten Vorstand zu wenden. Offerte ohne beigelegte Zeugnisse werden nicht erwidert, und Beisespesen blos dem Acceptirten vergütet. Güna, 8. Juni 1887. Der Cultusvorstand. CÖNCÜHS. ־ An der hiesigen isr. Cultusgemeinde ist die Stelle eines Cantors, Seh oohet U bod ek und Koreh, der zugleich die Befähigung besitzt, den hebräischen Unterricht ertheiien zu körnen, sofort zu. besetzen. Honorar 500 fl. inclusive der Schechita. freie Wohnung und die üblichen Nebenemolumente. Das Honorar für den hebräischen Unterricht nach Uebereinkommen. Bewerber ledigen Standes mögen ihre Gesuche nebst Abschriften .der Befähignngszeugnisse, die nicht retournirt werden, bis längstens 30. Juni an den gefertigten Vorstand «insenden. Probevortrag bedingt. Die* Beisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Buts chowitz, am 1. Juni 1887. Fritz Stiassny, . Cultus -Vorsteher. כשר Die älteste, bestrenommirte שר^ Selehfleisehwaaren - Fabrik WIEN II., Ciitagasse 38 WM 0m eigenen Hause) SU Arik־, empfiehlt Ihr Sortiment כשר Wurst-, S^lchftolschWaaren, Ungar, und Veroneser Silami bester Qualität Vermöge gut ventiiirter Trockenkammern, durch Aufstellung der neuesten Maschinen und Kühlapparate ist sie in der Lage, jederzeit frische Waare zu erzeugen, Vorräthe bester und trockenster Salami auf dem Lager zu halten. כשר Fieischuxtract, System Liebig, ist stets am Lager. Aufträge aus der Provinz werden mit Ausnahme der jüdischen Fest- und Feiertage stets prompt effectuirt. Preiscoarante auf Verlangen franco und gratis. ans In- und Ausländer־ Granit, Porphyr, Syenit, Marmor, Sandstein etc. bester Qualität, kauft man nur bei M Sonnenschein bargerl. Stadt-Steinmetzmeister u. k k handelsgerichtlicher beefdeter Schatzmeister Kadenüberschläge and Zeichnung;» werden auf Verlangen gratis und franco zugesendet. Geschäftsgründung 1866.