Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 7 (1887)
- Issue
- Heft 1 (8.1.1887)
- Date
- 1887-01-08
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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■& sagv- •i, tTi^a.m-^aaprxgfe.••,; — — ehrenvollen Ruse der Gemeinde zn Frankfurt, in welcher er sich stets die größte Liebe und Verebrung zu erwerben wnsc-te, wovon er an seinem gestrigen Festtage die 'glänzendsten Beweise der allieitigsten Theilnahme erhalten sollte. Zu diesem Bcbipe winde der Gemeinde- Sitzungssaal sehr schön decorirt und um 11 Nor Vormittags der Jubilar nebst seiner ganzen Familie miit Ist Equipage vom Vorstände .in corpore abgeholt. Jin Saale selbst war bereits die ganze Estmeinde dicht gedrängt versammelt, um dem Gestielten ihre Glücknnd Segenswünsche darzubringen. Beim Eintritt d s Herrn Dr. L. in den Saal wurde derselbe mit einer stimmniigsvollen Jnbelhymne (Von Herrn Ccllegen Obercantor Abraham daselbst sorgfältig rin- -studirt und unter seiner Leitung von der Schuljugend sehr schön exrcutirt) feierlichst begrüßt, worauf ein Schüler den! geliebten L hrer einen Lorbeerkran; mit Widmung überreichte Nach einigen warmen Ansprachen übergab der Synagogen-Voistand dem Jubilar ein Paar kostbare, von der Gemeinte gespendete sechsarmige Cundelaber. eine kunstvoll ansgestattete, reich verzierte Adresse, sowie die nambaste Summe von 6000 Mark in Werthpapiere». Den Glanzpunkt des schönen Festes bildete die tiefempfundene Eiwiderung deS Herrn Dr. Loewenmeyer, dem auch wir hiermit die innigst-n und besten Wünsche übermitteln, denn derselbe verdient unsere Tbeilnahnre und Werthschätzung in vollem Maße in Felge seiner seltenen Fri ׳densliebe und Herzensgute, die er namentlich unserem College» Abiaham gegenüber, mit welchem er seit vielen Jahren in evlleg'aler Fr!nndschaft und harmonischer Eintracht zusammen wirkt, zu allen Zeiten und bei jeder Gelegenheit docnmentirte. A. Z• Wrestan. Folgende Mittheilung der ,Schlei. .ZlgV möchte wohl viele Glaubensgenossen in Galizien, Ungarn und Numänien bcberühren. Es heißt: Tie von den ungarischen Auswanderern her drohende Choleragefahr ist nunmehr auf das geringste Maß znrückgegangen, und zwar wesentlich durch Norkehlungen von österreichischungarischer Seite, die man vielleicht auf diplomatischen Einwirkungen von Berlin aus zurückiühreu darf. Sämmtlichen Billetexpeditionen der Kaiser Ferdinands Nordbahn nnd der Kaschau-Oderberger Bahn ist in letzter Zeit von ihren Direetionen, wie man uns aus Oesterreichisch-Oderberg schreibt, eine Verfügung des österreichischen MinisteriumS des Innern zugegangen, nach welcher, io lauge die Cholera in Ungarn nicht als gänzlich erloschen zu betrachten ist, an Personen, die im Verdachte der Answanterung nach Amerika stehen, FaklbilletS nicht verkauft werden dürfen, mögen diese Personen unbemittelt oder bemittelt sein. Diese Maßregel nnd höhere Verordnungen der nr>- garischen Negierung haben die Auswanderung so eingeschränkt, dass in .der lttzvergaugenen Woche täglich im Durchschnitt höchstens sechs solcher Personen über Oderberg nach Dentichlaud weiter gereist sind. Diese wenigen Leute besaßen fast sämmtlich Verwandte in Amerika und hatten von diesen Schiffskarten für die Fahrt von Hamburg, Bremen- oder Rotterdam nach den Vereinigten Staaten zugesandt erhalten. Bei den Oterberger Auswanderungsagenten wurden nur sehr wenige Schiffskarten gelöst. Wie die ungarisch.-, so ist auch die österreichische Regierung mit großer Strenge gegen die Agenten der Dampfschifffahrts-Gesellschaften und deren Unterhändler vorgegangen, selbst den beiden in Oesterreichisch Odeiberg angesessenen staatlich concessiönirten Agenturen ist es bei Strafe -verboten worden, sich im Verkehr mit den. Auswanderern irgend eines Vermittlers zu bedienen oder auf jene in irgend einer Weise einznwirken, die mit der B:földerung nach dem Hafenplatze nichts zu thun hat. Die meisten Aus- Wanderer fahren von Oderberg aus mit Billets nach Ratibor. Breslau oder Berlin wttter nnd läugnen mit Hartnäckigkeit die Absicht, nach Amerika zu reisen, um der pecnniären Revision in Ratibor zn entgehen. DaS gelingt jedoch nicht allen, eS kommen vielmehr öfters zurückgewiesene Paupers in Oderberg wieder an. Der preußische Arzt Dr. Stein ist noch in Oderberg stationirt; irgend welche vertüchtige Erkrankungen von. Reisenden sind in der letzten Woche nicht vorg-kommen. Die D sinfectioneu mit dem Carbolsänre-Tprengappqrat werden im Babubore Oderberg jetzt nicht mehr wie früher täglich ansgeführt,' dagegen werden-die zur Beförderung der Auswanderer dienenden österreichischen Eisenbahnwagen täglich desinfieirt. Von neuen Cholerasällen. im nördlichen Ungarn ist in .letzter Zeit nichts׳ bekannt geworden. A. Z. Z. Mtemrifches. Die .Allgemeine Z ituilg des Judenthiims' in Leipzig, die im Jahre 1837 von Rabbiner Dr. Philippson in'S Leben gerufen wurde, hat mit dem verflcffenen Jahrgange das erste halbe Jahr- Kundert ihres Erscheinens vollendet. Während dieser ganzen Zeit wurde dieses Blatt von demselben Nedactenr geleitet, dem als Her-- ansg-.ber die Banmgärtuer'fche Verlagsbuchhandlung getreu zur Seite stand. Mit Siolz können beide ans ihre 50jährige pnblicistische Tkätigkeit zurückelicken, nnd vollkommen gerechtfertigt sind die in dem Jnbelanfsatze enthaltenen Worte: .Die Geschichte der A. Z. d. I. ist eigentlich die Geschichte der Inden und des JndenthnmS in dem letzten halben Jahrhundert. Möge das Wirken des greisen und verdienstvollen R-dactenrs und des rührigen Verlegers auch fernerhin von El folg begleitet sein. Correspondenz der Nedaetiorr. Worm. in Tr. Wir bewilligen Ihnen das Gewünschte ausnahmsweise. Schw. in Vez. Wollen Sie das Inserat selbst einsenden. Wir sind gerne be eit, Ihren Wunsch zu erfüllen. Sam. in Gal. Bestätigen den gesandten Betrag, ersuchen Sie, dafür zn sorgen, da's auch die ande en zwei Herren in Ihrer Gemeinde den restlichen AbonnementSbctrag cinienden mögen. Gruß. Lin K. Eingenommen. Bl. in Kr. Wir haben bereits auf unsere Anfrage die Auskunft erhalten, dass hier kein sogenanntes Beschneidungsbrett in Anwendung gebracht wird. St. in B- Betrag erhalten. W. in Zw. Wollen Sie nur Ihr Abonnement erneuern; über alle Andeutungen erhalten Sie brieflich Aufschluß. St in Post, Nachdem. Ihr Saldo geordnet ist, wäre d׳e RetournirunA Ihrer Belege nuferes Erachtens nicht nothwendig. Gruß. T. in Stock. Bestätigen dn gesandten Betrag. Die geehrten.Herre n Collegen im Auslande werden ersacht, das Abonnement bei der Post oder auch bei der Redaction selbst zu erneuern. Die Redaction. I 1 K - fsy״ (*«♦gründet 1 7 HL "MV ' VII., ־XTsT"est'toa.lxnstra.sse 2STr 21. Grösstes Etablissement zur Anfertigung von Ornament'‘» fiip syna״«ge!ו, als:שולחן ׳פרוכת-Deeke«», n21rv15e,*eclt־Tiic,,er> ־טליתיש Thoraniäntel und Wickeln etc• etcstren״ nach dem Ritus, in künstlerischer, solider Ausführung. Die Inschi iften werden unter Zuziehung eines anerkannten Fachmaniies correkt ausgeführt. Zahlreiche israel. Cu'.tnsgememden des Innnd Auslande», wie Wien, Arad, Szegedin, ß. Leipa, Tabor, Nachod, Breslau, Podersain, Piiiladelphia etc. haben ihren diesbeziiglichen Bedarf in obigem Atelier ausführen lassen und liegen darüber anerkennende Zuschriften auf. Provinz-Aufträge werde» prompt effectuiit. Skizzen und Muster gratis und franco. II