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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1886-10-20 · Heft 33 (20.10.1886) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
6 (1886)
Issue
Heft 33 (20.10.1886)
Date
1886-10-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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figeu Fleischselchers und Restaurateurs ist; uach unterzogenem Verhöre gestand er zwar, das Schriftstück geschrieben zu haben, über den intellectuelleu Urheber jedoch verweigert er jede Aussage. Er sagt, dass ein ihm unbekannter Herr, der iu der Nestau! ation speiste, ihm den Inhalt dietirt hat. Die Amtssiegel wurden von alten, bereits vom Amte als Maculatur verkauften Viehpässeu abgenommen und zu den Schriftstücken verwendet. Der Bursche wurde in Hast genommen, und die k. k. Gendarmerie hat sämmtliche Ortsgemeinden von der Unrichtigkeit dieses ״Befehles" verständigt und Auftrag gegeben, die Falsificate abzuverlangen. Aus diesem ganz objectiv geschilderten Thatbestände geht schon wohl zur Evidenz hervor, dass wir es hier mit einem Complot zu thun haben, und es liegt die Bermuthung nahe, dass die intellectuellen Urheber, welche sich dem Strafrichter entziehen, ihre Machinationen hinter den Coulissen fortsetzen. Es wäre zu wünschen, dass von competenter Seite dieser Angelegenheit ein wachsameS Ange zugewendet werde. Ueber den weiteren Verlauf dieser Affaire werde ich Ihnen berichten. Correspondenz der Nedaetion. Bl. in Scbl. Sie wollen noch die restlichen 25 kr. in jedem Quartale, zusammen 1 fl•• ein enden. Fr. in Wild. Sie haben noch 35 kr. nachzusenden, da Sie nicht Vereinsmitglied sind. P. in Tur. Gesandten Betrag für 3. Quart, gutgebncht, für die Annonce berechnen wir nichts. W. in Bur. St. Nt. Sie restiren noch pr. 1886 fl. 2.50, da Sie einen Rückstand pr. 85 kr. hatten. H. in Misl. Nachdem Sie nicht Vereinsmitglied sind, haben Sie den Rest nachzusenden.' R. in Gr. T. Wollen Sie uns die fehlenden Blätter angeben. Sp. in Gr. B. Den gesummten Betrag haben wir für 1885 gutgebucht. Gruß. Diejenigen Herren Abonnenten, welche unsere Znhtungs- Aufforderung bisher unberükffchtigt gelassen, werden dringendst ersucht, den Abonnementsbetrag umgehend ein;usenden. Die Redaction. Leipzig. Ein Act der lobenswertheften Toleranz vollzog sich dieser Tage iu Groitzsch. Daselbst verstarb jungst uach langem Leiden ein israelitischer Arbeiter in dürftigen Verhältnitzen. Da der Be׳ gräbnisort der genannten Stadt evangelisch geweiht, und der Fall, dass ein Jude daselbst starb, noch nie vorgekommen ist, entstanden bezüglich der Beerdigung einige Bedenken, und obwohl sich die israelitische Cultusgemeiude in Leipzig auf Verwendung eines Bekannten des Verstorbenen in überaus bereitwilliger Weise erbot, die Leiche kostenfrei nach dem jüdischen Friedhofe zu Leipzig zu überführen, sollte die Bestattung auf Wunsch der Witwe dennoch in- Groitzsch, wo der mit allen Tugenden ausgezeichnete Mann so gerne lebte, stattfinden. Nicht nur, dass der Kirchenvorstand in wirklich anerkennenswerther Weise bereitwilligst eine Begräbnisstelle innerhalb des evangelischen Gottesackers einräumte, sondern es war auch die Leipziger israelitische Neligionsgemeinde durch Beschluss des Vorstandes, Herrn Alexander Werthauer, sofort erbötig, zwei ihrer Beamten, nämlich Herrn Cantor ,Jacobsohn, sowie Synagogen-Jnspector Wasserftrom, unter Assistenz mehrerer Glaubensgenossen nach hier zu entbieten, wodurch eine Beerdiguug mit religiöser Feierlichkeit ermöglicht wurde. — Ohne Einrede konnten die Herren am Grabe die üblichen Gebete verrichten, und unter ungemein zahlreicher Betheiligung von Seiten seiner Freunde, der freiwilligen Feuerwehr, des Militärvereines — der Verstorbene war Feldzugssoldat — wurde der Sarg der Erde übergeben. Gründlingsnnd Vereinsbeitrsge. Abonnementsnnd Jrrsertiorrsbeträge sind in der Nedaetion, Wien. II., Novaragasse 2?, zahlbar. Allen Lollegen und Freunden unseres Blattes wünschen wir 212 DV שמחת und sprechen unseren herzlichsten Dank aus für die vielen Gratulationen, welche wir von Nah und Fern zu dem Neujahrsfeste erhielten. I. Bauer Obercantor der türkischen Gemeinde. Herausgeber der österr.-ungar. Cantoren-Zeitung. Prämiirt von den Weltausstellungen: London 1862, Paris 1867, Wien 1873 Paris 1878. Auf Raten Claviere fOr W len 1171 ct lE'rovliias Concert-, Salon- & Stutzflügel wie auch Pianinos aus der Fabrik der weltbekannten Export-Firma Gottfo. Cramer, Wilh. Mayer in Wien, von fl. 380, fl. 400, fl. 54, fl.50o, fl. 550, fl. 600, fl. 650. Claviere anderer Finnen fl. 280 —350. Clavier-Verschleiss und Leib-Anstalt von A. Thierfelder Wien, VII., Burggasse 71. Collegen und Buchhandlungen empfehle ich ausgefertigt und leer meine J)S)h&*2@ifsg@d@rokMStt$8» :k/£isra,clh_, Sm.a,22.elxa.te±ilos mit Zifferblättern und Zeigern, ferner Legatentafeln für Synagogen, dann Tableaux mit dem Kaisergebete zum Weiterverkäufe gegen hohen Rabatt. -L-. l'-ü.rL, Ob.-Cantor in Mähr.-Ostrau. Ab. Löwy, Böhm.-Neustadtl, vierteljährigen Beitrag. Anton Adler, Ung.-Hradisch, halbjährigen Beitrag. I. Posamentir, Humpoletz, halbjährigen Beitrag. Leopold Spiegel, Nagy-Bittsee, fünfvierteljährigen Beitrag. Jacob Schäffer, Baden bei Wien, ganzjährigen Beitrag. S. Bass, Münchengrätz, vierteljährigen Beitrag. M. Schlesinger, Ottakring, halbjährigen Benrag. S. Rosenberger, Komotau, vierteljährigen Beitrag. S. Schischa, Kirchberg a. Wagram, vierteljährigen Beitrag. I. Körner, Smichow, halbjährigen Beitrag. L- Kraus, Veröce, Slavon., ganzjährigen Beitrag. . Gideon Löwenthal, Wölkersdorf, vierteljährigen' Beitrag. W. Stein, Postelberg, halbjährigen Beitrag. L. Friedländer, Sz. 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