Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 6 (1886)
- Issue
- Heft 22 (5.7.1886)
- Date
- 1886-07-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Oesterreichisch-ungarische Organ für die Gesammt-Interessen Mischer Canturrn. ßrscheint jeden achten Hag. Begründer: Odercautor Jakob Mcruev. Nr. 22 Wien^ 5. Äuli 1886. 6. Jahrgang. ^Rediicitau und A-ministration w i tu, II., Novaragaffe 27. 3 Inserat« werden billigst berechnet. Manuskripte werden nicht retournirt. Pränunnrations-Preir Kür Zkertinsmitglieder: Ganzjävrig - - . fl. 5- Halbjährig ... fl. S.SO vierteljährig - - fl. 1-25 Monatlich ... fl. —-4L Kür Aichlmilgtteder: Ganzjährig ... fl. 6.— Halbjährig ... fl. 3.— Vierteljährig . . fl. 1.50 Monatlich ... fl. —.50 Kür da« Ausland: Ganzjährig ... fl. 7-— 12 Mark oder 6 Rubel. Einladung zur Pränumeration auf die österr-ungar Cantoren - Zeitung. Mit 1. Juli begann das 3. Quartal dieses Jahrganges; wir ersuchen daher unsere geschätzten Herren Abonnenten, das Abonnement rechtzeitig zu erneuern und den Abonnementsbetrag pünktlich und regelmäßig einzusenden. Die Administration der öfterr.-ungar. Cantoren-Zeitung. Jahresbericht des österreichisch-ungarischen Lantoren-Vereines. Der Rückblick auf das soeben abgelaufene Vereinsjahr muss uns diesmal mit um so größerer Genugthuung erfüllen, da wir durch die Strebsamkeit und die thatkräftige Unterstützung eines Theiles unserer Vereinsmitglieder und Dank der Muniflcenz einiger Gemeinden, Corporationen und Privater eine recht günstige Bilanz auszuweisen in der Lage sind. Die von uns in den Provinzgemeinden eingeleiteten Sammlungen haben bisher den Betrag von 716 fl. ergeben, von denen ein großer Theil als Jahresbeiträge uns auch für die folgenden Jahre zugesichert ist. Die Bedeutsamkeit dieser Errungenschaft liegt jedoch nicht gerade in dem materiellen Erfolge, sondern in der hiedurch erwiesenen Thatsache, dass auch außerbalb des Kreises unserer Vereinsgenossen, namentlich bei den maßgebenden Factorcn der Provinzgemeinden, das Interesse und die Theilnähme für unsere Bestrebungen zu wachsen beginnt. Allen jenen College», welche hiezu ihr Schärflein beigetragen, sei unser innigster Dank und unsere vollste Anerkennung hiemit dargebracht, wie wir nicht minder denen gegenüber unser tiefstes Bedauern aussprechen müssen, die noch bis heute sich nicht ihrer Verpflichtungen gegen die Gesammtheit bewusst geworden sind und in süßer Unthätigkeit verharren. Der Eingang der Mitgliederbeiträge zeigt gegen das Vorjahr ein bedeutendes Minus, und wir müssen die Herren Vereins- Mitglieder dringendst auffordern, mit der Einzahlung nicht allzu lässig zu sein, da wir in Zukunft mit größter Energie die Bestimmungen des Z. 12 III unserer Statuten in Anwendung, bringen werden. Die. fürdie Sammlungen nothwendig gewordenen Drucksorten und Porti haben unser Auszaben-Conto, das auch durch anderweitige Auslagen, wie Kanzleieinrichtung rc. ein Plus gegen das Vorjahr ausweist, um ein Bedeutendes erhöht, doch dass diese Summe zu einem fruchtbringenden Anlagecapital geworden ist, beweist der Umstand, dass unsere VereinScassa trotz alldem^ wie aus dem an anderer Stelle abgedruckten Ausweise erhellt, im heurigen Jahre einen Ueberschuss von nahezu 900 fl. erzielte. Verschiedene Sammlungen für allgemeine, wohlthätige Zwecke, zahlreiche Katastrophen in unserem Vaterlande, sowie namemlich die gesteigerten Anforderungen zur Unterstützung nothleidender Glaubensgenossen in den Nachbarländern haben es uns Heuer unmöglich gemacht, die in den Vorjahren mit so großem Erfolge in der Residenz eingeleiteren Sammlungen zu Gunsten des Vereines fortzusetzen. Doch der Vorstand ist darum nicht müßig gewesen, und sein Bestreben war besonders darauf gerichtet, den Verein im Innern zu kräftigen und die organischen Einrichtungen desselben zu verbessern. Nach dieser Richtung hin hat er eine eifrige Thätigkeit entwickelt, und vor allem Andern bildete ein neuer, vom Vereinssecretär ausgearbeiteter Statutenentwurf, der unseren heutigen Verhältnißen viel besser entspricht, den Gegenstand zahlreicher und eingehender Berathungen. Auch zur Hebung der socialen Stellung der Cantoren hat der Vorstand es an den nöthigen Schritten nicht ermangeln lassen und an competenter Stelle eine diesbezügliche Eingabe gemacht. Der Bescheid, der hieraus von amtlicher Seite erflossen ist. kann insofern ein günstiger genannt werden, als er die Zusicherung enthielt, dass bei Regelung der jüdischen Cultusverhältniße auf unsere berechtigten Wünsche Rücksicht genommen werden wird. Von verschiedener Sekte wurde der Vorstand bezüglich des nächsten Cantorentages interpellirt. Die Eiuberusung, resp. die