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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1886-03-29 · Heft 11 (29.3.1886) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
6 (1886)
Issue
Heft 11 (29.3.1886)
Date
1886-03-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7׳ Kleine Chronik Wien. (Orig. - Corresp.) Freitag Len 26. d- M. ist der in Musikkreisen wohlbekannte Componist, Herr Max Wolf, auf der israelitischen Abtheilung des Centralfriedhofes zur ewigen Ruhe bestattet worden. Au dem Leichenbegängniße nahmen zahlreiche Vertreter der Kunst und Wissenschaft, sowie viele hervorragende Gemeindemitglieder Theil. Obercantor Singer versah unter Assistenz des Chores sowohl im Trauerhanse als auf dem Friedhofe die Function des Predigers und Cantors. Am Grabe hielt Dr. Feßler, ein langjähriger Freund des Verblichenen, einen warmen, tiefempfundenen Nachruf. Wenern. (Orig.-Corresp.) Am 19. l. M. 12: ע״ש״ק bestatteten wir einen unserer besten Collegen. I s a k Schwarz, Cautor und .Neligionslehrer in Drosau, starb im Alter von 65 Zähren. Sonst war er ein gesunder und tüchtiger Mann; seit kaum einem Jahre jedoch erfasste ihn eine schreckliche Krankheit, (HalSdrüseukrebs.) Er eousultirte die Kliniken in München und in Wien. Er opferte den letzten Kreuzer, um seiner lahmen Gattin und seinen vier unversorgten Kindern den Ernährer zu erhalten. Leider — Alles war vergebens. — Dem Sarge folgten Vertreter aller Confessionen: die Cnltusgemeinde-Mitglieder und deren Frauen, die Kinder der Neligionsschnle und der städt. deutschen und böhm. Volksschulen sammt den Lehrern, die katholische Geistlichkeit, die Stadtvertretnng, Abgeordnete der Cultusgemeinden Neuern, Janowitz, Deschenitz und Chlistan. Die Function versah der Cautor und Neligionslehrer von Neuern, Herr M. Reiser, und kein Auge blieb trocken, als er in meisterhaft vorgetrag euer Rede die Verdienste des Verblichenen hervorhob. Hiamsgate. Sonntag den 14. März, אדר 'T wurde auf das Grab des verewigten Sir Moses Montefiore der Grabstein gesetzt. Die Verwandten und Freunde des Verstorbenen halten sich daselbst zahlreich eingefnnden. Dr. Löwy hielt eine längere Anrede und erwähnte unter Anderem, dass der Stein, auf welchem der Sarg ruht, aus dem הד״׳המודיח stammt. Anknüpfend daran, dass vor 3158 Jahren am ־’ אדר unser großer Lehrer 1משה רבינ gestorben, verglich er in anziehender Weise die hervorragenden Eigenschaften der beiden Moses miteinander. London. Die ״Daily New" fordert in ihrer jüngsten Nnmmer das christliche Publikum ans,- Barmherzigkeit von den Inden zu lernen. Dieses Blatt spricht von dem in London herrschenden Elend, welches neulich die Arbeiter-Unruhen hervorgerufen hat und verweist mit folgender Darstellung auf die vortrefflich eingerichtete Armen- Unterstützung der Juden in London: ״Von den sechzigtausend in London lebenden Inden bedürfen elftausend Personen mehr oder weniger der Unterstützung. Das jüdische Armenamt wurde schon im Jahre 1859 gegründet, wird aber alljährlich vergrößert und erweitert, so dass eS in den letzten Jahren gegen 17.000 Pfund Sterling (nahezu 200.000 Gulden) jährlich unter die uothbedürfliaen Glaubensgenossen vertheilte. Diese Gelder werden durch freiwillige Sperrden zusammengebracht. Jährlich werden von den Beisteuernden fünfzehn andere Mitglieder irr das Armenamt gewählt, während neunzehn Mitglieder von den drei geeinigten Gemeindevorstehungen gewählt werden. 109 Herren und 55 Damen haben sich der Aufgabe unterzogen, die Armen aufznsuchen, wodurch sie oft in die Lage kommen, verschämtes Elend zu entdecken und nach Möglichkeit zu lindern. Es existirt ferner eine Anleiheu-Abtheilnng, von welcher Summen im Betrage von 1 bis 10 Pfund zinsfrei ausgeliehen werden, rückzahlbar zu 6 Penni per Woche und auch per Schilling. Ein Bote holt das Geld ab, und bisher pnd nur 4 Perzent der ausgeliehenen Summe verloren gegangen. Dann existirt ein Fond, um Knaben als Lehrlinge auszubilden.. Im vorigen Jahre wurden 283 Knaben auf -diese Weise angebracht, wobei die Eltern das vorgestreckte Geld durch wöchentliche Zahlungen von dem Lohne des Knaben zurückzahlen, so daß dieser sagen kann, er habe kein Almosen erhalten. Andere Fonds werden zur Erziehung der Mädchen, Ausleihung von Nähmaschinen u. s. w. verwendet. An unsere geehrteu Herren Abonnenten. Diejenigen Herren Abonnenten, welche uns mit der Begleichuag Ihres Abonnements und der Rückstände bis auf Purim vertröstet haben, werden nochmals dringendst ersucht, ihr Wort einzulösen, da die Redaction selbst zu diesem Termine großen Verpflichtungen Nachkommen nuns und ans diese Beträge mit Bestimmtheit rechnet. Auch an diejenigen Herren Collegen, denen wir eine ratenweise Begleichung eiugcränmt haben, richten wir dieselbe Aufforderung in gleich dringlicher Weise. Are Hledactiorr der östcrr.-ungar. Canloren-Zeitlkng. Correspondenz. Sch. in T. In Vereinsangelegenheiten wollen Sie sich direkt an den Vorstand wenden. Betrag erhalten. D. in Br. Bestätigen dankend den gesandten Betrag. Besten Gruß. Ehrw. Nab. R. in S. Artikel erhalten. Besten Dank und Gruß. H. in M. Wir ersuchen, das Bewusste zu senden. Die Redaktion. CONCURS. In (1er israelitischen Cultus-Gemeincle zu Troppau (österr. Schlesien), in welcher der Gottesdienst nach dem Gebetbuche der Berliner Hauptsynagoge abgehalten wird, ist die Stelle eines ersten Cantors zu besetzen. — Mit diesem Posten ist der Bezug eines Jahresgehaltes von 800 fl. nebst den üblichen Emolumenten verbunden. I Bewerber, welche die Befähigung für den hebräischen Elementarunterricht aufzuweisen vermögen, werden bevorzugt. — Doch wird auf die Qualification als Cantor und j musikalische Ausbildung das Hauptgewicht gelegt, j Die Anstellung geschieht vorläufig in provisorischer ן Eigenschaft auf ein Jahr. Gesuche, instruirt mit den Nachweisen der genossenen Vorbildung, bisheriger Verwendung, der Familienverhältnisse und des Alters sind bis 5. April an den gefertigten Vorstand zu richten. Nur dem Acceptirten werden die Reisespesen zum Probevortrag vergütet, j Troppau, am 11. März 1886: { Der Vorstand der israel. Cultus-Gemeinde Sieg. Spitzer. Prämiirt von den Weltausstellungen: London 1862, Paris 1867, Wien 1873 Paris 1878. Auf Raten Claviere für Wien trndl ]Provtaas Concert-, Salon- & Stutzflügel wie auch Pianinos aus der Fabrik der weltbekannten Export-Firma Gramer, Wilh. Mayer in Wien, von fl. 380, fl. 400, fl. 400 fl.300, fl. 550, fl. 600, fl. 650. Claviere anderer Firmen fl. 280 — 350 fl׳ Clavier-Verschleiss ־und Leib-Anstalt von A.Thierfelder Wien, VII., Burggasse 71. Collegen und Buchhandlungen empfehle ich ausgefertigt und leer meine ZbvdZisra.cTi., Sman9h.ateS.los mit Zifferblättern und Zeigern, ferner Legatentafeln für Synagogen, dann Tableaux mit dem Kaisergebete zum Wiederverkäufe gegen hohen Rabatt. Tihrh: Obercantor in Miiür.-Ostraa.

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