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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1886-03-21 · Heft 10 (21.3.1886) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
6 (1886)
Issue
Heft 10 (21.3.1886)
Date
1886-03-21
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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— 17 — Juden selbst, die fest behaupten, dass ihre Vorfahren aus Palästina nach Indien gekommen sind und die sich daher ihre alte Bezeichnung .,)Beni-i-Israel (Söhne Israels)' nicht wegdisputireu lassen wollen, herrschen zwei Ansichten darüber vor- Nach der einen Ansicht sollen ihre Vorfahren zu jenen Ezyptern gehört haben, die beim Anszuge der Kinder Israels aus dem Nillaude sich denselben mit Gewalt angeschlossen und die dann selbst oder deren Nachkommen jüdische Frauen geehelicht hatten. Diese Ansicht hat etwas für sich, nur bliebe cs immer auffällig, warum gerade die Nachkommen dieser judaisirten Ägypter nach Indien verschlagen worden sind, und warum finden sich nicht Brüder von ihnen auch in einigen anderen Ländernd Nach der .anderen Ansicht wieder sollen ihre Vorfahren eigentlich als weihe Juden nach Indien gekommen sein und hier dann Landestöchtec geheiratet haben, von deren Nachkommen nun die heutigen schwarzen Juden Cocins abstammen. Doch wäre dieses ein anthropologisches -Räthsel. Diese Juden dürften vielmehr unserem Volksstamme nicht angehören, sondern veritable Hindus sein, die sich, vermuthlich zur Zeit Salomos, zur mosaischen Religion bekehrt haben. Die neueren Forschungen haben nämlich fast bis zur Evidenz bewiesen, dals das | goldreiche Land Ophir der Bibel nur in Indien und nirgend anders- 1 wo zu suchen sei. j Literarisches. Herr Musikmeister A. Grünzweig in Arad hat sich entschlossen, seinem in diesen Blättern schon des Oeftereu erwähnten, demnächst erscheinenden Werke ״Casualien" noch eine bedentende Piece ״Borucb baboh“ nlS wichtige Zugabe beiznfügen, die in Fachkreisen gewiss vollste Anerkennung finden wird. Das Werk enthält des Gediegenen und Meisterhaften so viel, dass es gewiss von jedem Cantor mit Begeisterung ausgenommen werden wird. Grimdnngs- und Vereinsbeitriige. Ignatz Nosner, Herm. Miestec, ganzjährigen Beitrag. Ad. Hahn, Teichen, dreivierteljährigen Beitrag. Jacob Posamentir. Hnmpoletz, halbjährigen Beitrag. Jacob Bader, Pardubitz, ganzjährigen Beitrag. Abr. Löwy. Wallisgrün, vierteljährigen Beitrag. Phil. Bassel. Wien, halbjährigen Beitrag. A. Fischer, Vereinscassier. Aviso. Diejenigen Herren Abonnenten, welche uns mit der Begleicknng Ihres Abonnements und der Rückstände bis ans Purim vertröstet haben, werden dringendst ersucht, ihr Wort einznlösen, da die Nedaction selbst zu diesem Termine großen Verpflichtungen Nachkommen muss und auf diese Beträge mit Bestimmtheit rechnet. Auch an diejenigen Herren College», denen wir eine ratenweise Begleichung eingeräumt haben, richten wir dieselbe Aufforderung in gleich dringlicher Weise. Z>ie Kedaclion der österr.-unzar. Canroren-Zeitung. Correspondenz. Sch. in T. Ihr Bericht kam verspätet cm. In Vereinsangelezenheiten wollen Sie sich an den Vorstand I., Seitenstettengasse Nr. 4 wenden. Schm, in Br. Bitte uns genau die fehlenden Nummern anzugebeu G. in And. Richter's Harmonielehre empsehlenswerth. Den geschätzten Mitarbeitern und Lesern unseres Blattes I wünschen wir שמהת פורים. D i e N e d a k t i o n. In der Szäs-Regener aut. ortbod. isr. Cultus-Gemeinde ist die Stelle eines tüchtigen "ll, der zugleich עופת-שלהט sein soll, zu besetzen. Derselbe muss musikalisch gebildet und befähigt sein, mit 6ntsprechend6M''N"lV^2-Ilarmonie vorzutragen. Jährliches Gehalt 600 fl. ö. W. und freie Wohnung nebst den üblichen Nebenemolumenten. Reflectanten, welche mit קבלות von orthodoxen Rabbinen versehen sind und einen streng religiösen Lebenswandel ausweisen können, mögen ihre Gesuche sammt Belegen nebst Angabe des Familienstandes ehestens an den gefertigten Vorstand einsenden. Nur der Berufene wird zum Probevortrage zugelassen, Reisespesen werden nur dem Aeceptirten vergütet. n^em.clel Sch.wa1z Präses. CONCURS. In der israelitischen Cultus-Gemeinde zu Troppau { (osten־. Schlesien), in welcher der Gottesdienst nach dem Gebetbuche der Berliner Hauptsynagoge abgehalten wird ן ist die Stelle eines ersten Cantors zu besetzen. — Mit diesem Posten ist der Bezug eines Jahresgehaltes von 800 fl. nebst den üblichen Emolumenten verbunden. Bewerber, welche die Befähigung für den hebräischen Elementarunterricht aufzuweisen vermögen, werden bevorzugt. —- Doch wird auf die Qualification als Cantor und musikalische Ausbildung das Hauptgewicht gelegt. Die Anstellung geschieht vorläufig in provisorischer Eigenschaft auf ein Jahr. Gesuche, instruirt mit den Nachweisen der genossenen | Vorbildung, bisheriger Verwendung, der Familienverhältnisse. I und des Alters sind bis 5. April an den gefertigten Vorstand j zu richten.! Nur dem Aeceptirten werden die Reisespesen zum | Probevortrag vergütet. I Troppau, am 11. März 1886. ן Der Vorstand der israel. Cultus-Gemeinde j Sieg. Spitzer.! יין כשרי של פסה. Den geehrten Lesern diesesBlattes erlaube ich mir anzuzeigen, dass ich sehr guten unil billigen Wein für פפה zu vm häufen habe. Referenzen ertheilt die Redaction dieses Blattes. Josph Fleischmann, em3r. Caator . Wien, Malzgasse 14. für Vorbeter und Chor. Preis 1 fl, 0. W. v. Berggrün, Hannover. Soeben erschienen: נעריצך für Cantor Solo, Chor mit und ohne Orgelbegleitung. Bestellungen gegen Einsendung des Betrages pr. 1 fl. ö. W. sind an Obercantor j M. Goldstein, Steinamanger zu | richten. Ein tüchtiger Vorbeter, Religionslehrer, Koreh, Schocliet, Ubodek und Möbel, 30. Jahre alt, verheiratet, Familienstand 2 Kinder, _ von anerkannten Rabbinen gute קבלות und sonstige Zeugnisse empfieh lt j sich den löblichen Gemeinden und l P. T. Herren Cantoren als 2. Cantor. | Auskunft und Referenzen ertheilt j die Red. d. Bl. Prämiirt von den Weltausstellungen: London 1862, Paris 1867, Wien 1873׳ Paris 1878. Auf Raten Claviere für Wien und Frov/tnz ßoncert-, Salon- & Stutzflügel wie auch Pianinos aus der Fabrik der weltbekannten Export-Firma Cr am er, Wilh. Mayer in Wien, von fl. 380, fl. 400, fl. 450 fl.300, fl. 550, fl. 600, fl. 650. Claviere anderer Firmen fl. 280—350 fl. Clavier-Verschleiss und Leih.-Anstalt von Ä.Thierfelder Wien, VII., Burggasse 71. Meine besonders verlässlich ausgefertigte 11 nicht geschriebenen, sondern geschmackvoll eingedruckten empfehle ich meinen werthen Collegen und Buchhandlungen gegen Rabatt ,und portofreie Zustellung. Adolf, Kornitzer Obercantor in Tapolcza (Zala). Sonntag den 2.1»■ März (Purim) wird im Hotel, ״weisses Ross“ II., Taborstrasse, ein Tänzkränzchen abgebalten, dessen Erträgnis dem allg. Krankenu. Unterstützungsvereine Monteliore zufällt. mm

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