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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1886-02-25 · Heft 7 (25.2.1886) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
6 (1886)
Issue
Heft 7 (25.2.1886)
Date
1886-02-25
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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- *7 — bedeutendes geleistet, so dass er nicht selten von seinen liberaler denkenden-christlichen College», welche diesen unnatürlichen - Vorgang anstaunten, schief angesehen wurde, Nachdem Herr Schick sich stets als bedeutender ״Volkswirt“ geriete, mit Banken und Börse viel zu thun hatte und, seinem Unmnth Luft zu machen, nicht selten das Bedürfnis fühlte, so -waren seine monströsen Anwürfe gegen die Juden' leicht erklärlich( Heute, wo dieser ..heilige" Ignaz in den Schoß der katholischen Kirche eiugekehrt ist, hat er auch nach dieser Richtung׳ freieren Spielraum gewonnen, um auf die Inden recht lospauken zu könn en, möglich jedoch, dass er seine. Gefühle mit d.m Mantel christlicher---Liebe zndecken wird. Sollte es sich jedoch bestätigen. - dass Herr Schick ins Wiener Pressbureau befördert wird und ein ״großer Mann" zu werden verspricht, so werten wir eS nicht unterlassen, ihm', wie es großen Männern gegenüber zu gescheher: pflegt, seine Biographie zu widmen. Odessa. (Olig.-Corresp.) Federzeichnungen eines Beobachters. Wie ich einigen, russischen Blättern entnehme, sollen doch endlich unseren Stalnmesgenossen daselbst auch einige Rechte eingeräumt werden, u. z. das. Bewohnen . der. Städte St. Petersberg und Moskau. — Außerdem soll den Inden für die Zukunft gestattet sein, sich mit Agricultur zu beschäftigen, Erdstächen zu pachten wie auch solche känf- :--!ich an sich׳ zu bringen; dadurch würde die Situation unserer Stammesgenossen etwas ׳.verbessert werden.׳— Dagegen hat der bekannte Antisemit-Nedakteur Herr Osftnidoff einen geharnischten Artikel in seinem nur von Bauern gelesenen Blatte ״Noworosyjsksy Telegraf?“ veröffentlicht. In empörender Weise spricht er sich gegen Juden ans und — weil er׳ leider kein Material besitzt, um unseren Brüdern nahe -zu -Wien', welche einen tugendhaft moralischen Lebenswandel führen und sich bei Weiten von den Nüssen zu unserem Lortheil unterscheiden; und nicht an unseren Sabbathen und sonstigen Feiertagen gruppenweis etruuken die Gassen johlend in --ckelerregeudem Zu- Zn.stände durchziehen, wie es bei d.eu Nüssen an ihren Festen der Fall ist.—(meint er, die Juden seien noch unreif.und es fehle ihnen an Sympathie, um in irgend welche Rechte, eingesetzt zu werden. Leider sind wir Inden gebrandinarkt, um zu leiten — und gegen alles Unrecht, das uns zugefügt wird, ohnmächtig, selbst vermöge der Feder können wir uns. nicht vertheidigen, um unseren Gedanken Ausdruck zu verleihe»,. denn wir besiuden uns in den Fesseln der Censur. Zn einem anderen judenfeindlich gesinnten Blatte lese ich die Frage, warum das russisch-kaiserliche Hofoperntheater zu St. Petersburg und Moskau meistentheies mit jüdischen Kräften als Sänger und Choristen besetzt, ist? Das liberale Blatt ״Teatri Sysn“ gibt hierauf die treffliche Antwort, weil keine Russen auszusinden sind, welche mit Stimme und Talent begabt wären, wie die ״Hewrejy“ (Hebräer) z. B. der vielgefeierte, zur Berühmtheit gewordene Bariton Herr Paul. Bp Borissoff, erster. Hofopernsänger am kaiserlich-russischen Hofoperntheater zu Moskau ist ein Jude — ein Jude, mit Leib und Seele. Derselbe unterstützt arme Studenten, und zugereiste Jünglinge, welche mittellos mit Talent und Stimme begabt, nach Moskau kommen, um dort das Conservatorium zu besuchen, finden bei Herrn Borissoff gnädige Aufnahme und reichliche Unterstützung. Friedrich Hoppen. Merlin. Eine wichtige Frage beschäftigt jetzt den hiesigen Ge- -mcindevorstand. Es handelt sich nämlich um die Beisetzung der Urne mit der Asche eines in Gotha verbrannten hiesigen Gemeindemitgliedes. Da diese Frage im ersten Falle vorliegt, so ist vorab ein eingehendes Gutachten des Nabbinats eingeholt worden, dessen Inhalt auf die Entscheidnng des Vorstandes wahrscheinlich von Einfluss sein wird. Man -ift allgemein gespannt auf die Erledigung dieser Frage. J. K, Grimdnngs-und vereiuslieitriige. I. Blum, Trvppan, vierkeljährigeu Beitrag. I. L. Schlesinger, Esseg, halbjährigen Beitrag. I. Blau, Esseg, halbjährigen Beitrag. I Bauer, Wien, halbjährigen Beitrag. G. Noicufeld, Ungereidcu, halbjährigen Beitrag. E. Fränkl, Strakonitz, halbjährigen Beitrag. Th. Fleck, Wien, halbjährigen Beitrag. S. Neulnann, Oberhollabrunn, vierteljährigen Beitrag. A. Notter, Wien, halbjährigen Beitrag. , S. Fifchluanu, Chlnmetz, fünfvielteljährigen Beitrag. Nud. .Kohu, Kobersdorf, halbjährigen Beitrag. I. Lamm, Brüx, halbjährigen Beitrag. D. L. Rotier, Wien, halbjährigen Beitrag. H. Goldstein, Wien, ganzjährigen Beitrag. I. Popper, Kohljauowitz. halbjährigen Beitrag. I. Wittmaun, Wien, ganzjährigen Beitrag. A. Fischer. Cassier Corresponden; der Nedaetion. Bin P. Bestätigen dankend den eingesandten Betrag. Schw. in At, Q. Ihr Artikel wird in nächster Nummer veröffentlicht, bitten daher um Einsendung der Fortsetzung. Dr. W. .in W- Ersuchen um Fortsetzung für nächste Nummer. An mehrere Leser. Herr Obercantor Singer war durch Ber! fspslichten und Familienverhältniße verhindert, seine Artikelserie ,Ueber Entwicklung des Syiiazozengei'angesin der letzten Zeit fortzusetzen und wird wahrscheinlieh schon in nächster illummer seine diesbezügliche littcrarische Thätigkeit ivieder ansnehmen. Min K. Szt. M. Eingesandtes erhalten. Werden es nächstens verwerthen. G. in H. Eine Erwiderung auf diese Artikelserie wäre wohl im Intereffe der Sache erwünscht. Sie kämpfen aber nicht für die letztere sondern greifen nur die Person an, daher wir von der Veröffentlichung Umgang nehmen muffen. (Die Redaction.) Vacaipen-Kkr. S-zegsard. Vorbeter. Korel). Schochet Ubodek. 600 fl. Gehält, freie ׳Wohnung und Emolnmente. Gesuche bis 15. Mär; an den Cnltusvorstand. Losoncz. Canior, Koreh. Schochet, Ubodek. 600 fl. Gehalt, freie Wohnung, halbe Schechita. Emolnmente. Zn besetzen am 1. Mai 1886. Madenin, Post Cheynov, b. Tabor. Lehrer. Chaien, Koreh, Schochet zum 1. Mai 1886. 550 fl., freie Wohnung. Emolumente. Gesuche bis 1. Mär; an den Cnltus-Vorstand. Kaunowa ö. Saaz. Lehrer. Koreh, Schochet. 400 fl. 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