Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 6 (1886)
- Issue
- Heft 5 (9.2.1886)
- Date
- 1886-02-09
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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7״ ben hiesigen ״deutschen und englischen Juden". gesprochen und un'tgetheilt wurde, dass Lord Rothschild sich geweigert habe, zum Bau der deutschen Synagoge beizntragen *). Diese.Fabelei war auch in hiesige Zeitungen übergegangen, woraus bei Präsident der dent'chen Synagoge (8pital-8<iuar6), Herr H. Berliner. in ״The Echo“ folgende Erklärung erließ: ,Zur Rechtfertigung der Gemeinde, welche im leitenden Artikel der ״Post" vom 6. d. M. mit ״Englische und deutsche Juden" bezeichnet wurde, erlaube ich mir einige Ungenauigkeiten, welche nach der Berliner ״Post', angesührt wurden, zu berichtigen: 1. Es ist eine Tbatsache, dass unter den Juden Londons die größte Eintracht und Uebereinstiinmung herrscht, und es ist ferner vollständig unwahr, dass irgend welche Zersplitterung oder Differenz aus politischen oder irgend welchen anderen Gründen eingetreten sei. 2. Lord Rothschild hat sich nicht geweigert, zu dem Baufond der 8pital-8<iua16-Synagoge zu zeichnen, und die angeführte Antwort ist vollkommen erfuudin. Lord Rothschild konnte es auch nicht ablehneu, den Grundstein zu legen, da er niemals hiezu aufgefordert worden ist. Aus diesen Ungenauigkeiten und bei der wohlbekannten Menschenfreundlichkeit Lord Nothschild's muss es für Jeden, d-.r die Au sführungen liest, klar werden, dass der Artikelschreiber der Berliner ״Post", um es' mit dem gelindesten Ansdruck zu bezeichnen, in bebauernswerther Weise schlecht informirt war." Soweit die Richtigstellung des Herrn Berliner. Objectiv betrachtet, hätten die englischen Juden Londons eher Grund zur Anklage gegen ihre hiesigen Glaubensgenossen als umgekehrt; denn während die Neuerbaunng einer deutschen Synagoge auf hiesigem Platze ohne die Beiträge der reichen englischen Juden unmöglich gewesen wäre, ist es eine traurige Thatsache. dass ein leider recht großer Theil der reichen Londoner Glaubensgencffen sich nicht allein jeder Unterstützung der synagogalen Anstalten enthalte:!, sondern sich auch nichteinmal an den humanitären ccmmunalen Bestrebungen betheiligen. Wie gern mau auch den aus Deutschland Stammenden eine besondere Synagoge gönnt, es lässt sich nicht leugnen, dass es besser für die Interessen der Gesammtheit gewesen wäre, wenn die Mitglieder der deutsch-jüdischen Gemeinde sich den drei großen City-Synagogen angeschlcffen hätten. Denn durch den Wegzug der besser situirteu Juden vom Osten nach dem fernen Westen, sind die einst so ehrwürdigen Gotteshänser, die Dukcs Place-, New- und Hamburg-Synagogen verhältnismäßig so leer geworden, dass man ernstlich damit umgehteine derselben zu schließen. (Oe. Wschr.) Gründmigsuud Drrrinsbritriitjf. Cultusgemeinde Planian, 10 fl. Jabresbeilr. S< Schischa. Kirchberg a. W., einviertelj. Beitr. M. Petersilka, Wien, dreivierlelj. Beitr. £ Stern, Fünfhaus, Halbs. Beitr. S. Hirsch, Favoriten, einviertelj. Beitr. M. Papo, Wicn, fünfviertelj. Beitr. A. Rotte!-, Wien, balbj. Beitr. L, Blum, Schlau, einviertelj. Beitr. Gv Löwenthal, Wölkersdorf, einviertelj. Beitr. I. Klein, Budweis, halbj. Beitr. M. Wodak, Göding, einviertelj. Beitr. S- Pollak, Turnau, halbj Beitr. M. Kraus, Planian, halbj. Bertr. I. Weis, Tobitichau, halbj. Beitr. D- Beutler, Auscha, halbj. Beitr. S. Rosenberger, Komotau, einviertel. Beitr. A. Nähnadel, Libochowitz, halbj. Beit. Ä. Adler, Ung.-Hradisch, halbj. Beitr. H. Lemberger, Kultenplan, halbj. Beitr. A. Fischer, Vereinscassier. Lin- *) Siehe Nr. 2 der österr.-ungar. Cantoren-Ztg., Jahrg. 1886. 'Mikkafranca. Baron Albert von Rothschild bat sein Sckiff ,Eros', welches jetzt hier vor Anker liegt, einweihen lassen. Die feierliche Einweihung wurde vom Großrabbiner von Frankreich, Herrn Isidor, und vom Rabbiner von Nizza, Herrn Meis, in Gegenwart einer großen Menschenmenge vollzogen worden. W. J. 2penden-Verzeichnis. Für die Hinterbliebenen des verstorbenen Cantors Kauders in sind weiters folgende Beträge eingelanfen: Cantor M. Reiser, Neuern, 50 kr. Cantor I. Schwarz, Drosau, 50 kr. Cantor M. Kraus, Planian, 2 fl. Cantor Manheim er, Hol ic. 1 fl. Cantor H. Lemberger, Kuttenplan. 50 kr, Obercantor Lewandossky, Agram, 1 fl. Chordirigent S. Singer, Wien, 1 fl. Cantor Adolf Fischer, Wien, 2 fl. Summa 8 fl. 50 kr. Aie Administration der österr.- nnzar. Cantoren<Zeitnng. Correspondenz der Nedaetion. Akarm. in K. St. M. Den gesandten Betrag haben wir für Saldo 1885 gutgebucht. Kr. in Fr. Wir erwarten Ihr Schreiben. Lemb. in K- Besten Dank für Ihre warme Tbeilnahme. Li. in Nyir. Ihr Saldo beträgt 4 st. pr. 1385. Kin Kom. Wir bestätigen den gesandten Betrag und erwarten den Begleich des Saldos pr. 18־i5. Lew. in A. Sobald Sie die Gebübren an den Vereinskassier einsenden, und zwar 4 fl. Gründungsbeitraz und einen Theil des Jahresbeitrages» werden Sie als Mtiglied betrachtet, da Ihre Aufnahme bereits vom Vorstande beschloffen wurde. Dr. L. in B. Danken für Eingesendetes, erscheint im nächsten Nr. Die Redaction. Abonnements- und Jnsertionsbeträge find in der Nedaetion, Wien. II., Novaragaffe Nr. Z7 zahlbar. 00000000000000000000000 0 Erstes Wiener Etablissement 0- 0 61. eJCza'n&t'Uoz, d Wien, IT., Praterstrass e Nr. 12, Q empfiehlt sich zur Anfertigung aller Gattungen $ Ornate 0 0 für Cantoren, Rabbiner und Cutusbeamte 0 in feinster Ausführung und zu den billigsten Preisen. 0 Aufträge aus der Provinz werden prompt effectuirt. 0 QOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO ÖOOOOOOOOOOOOO