Mannheim
Compact Memory

Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1885-12-30 · Heft 44 (30.12.1885) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 44 (30.12.1885)
Date
1885-12-30
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/1304829-3452999-3453043--1596-3455754
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 7י - Spreckel nickt immer: תדברו גמה גבוה. ,Wir fte&cn bock. bock ן über euch anderen Kleinen.' Gott möge euck beglücken und beschützen. Das ist gewiss unser Aller Wunsck. Allein לא תדע מה ילד יוס Du weilst nickt, was der morgige Tag bringt. — Volks- QUnft ist hinfällig und Zudengunst — nun, da könnte Mancher von uns eine Geschichte erzählen, über die man berzlick lacken müsste, wenn sie nicht gar so ernst und traurig wäre. Darum vorwärts! Dixi. Pis e k, im December 1885. Cantor M. Rosenfeld. Kleine Chronik. Wien. (Säeular-Feier für Moses Mendelsohn.) Wie uns vom Vorstande der Cultusgemeinde mitgetheilt wird, wird aus Anlass des IVO. Sterbetages von Moses Mcndelsohn in den Bethausern der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde Montag den 4. Jänner 1886 um 6 Uhr Abends ein feierlicher Trauergottesdienft abgehalten werden- Wien. ,Sonntag den 20. December fand im israelitischen .Blindeninstitute auf der ״hohen Warte", wie alljährlich ein Requiem für den Gründer des Institutes, Herrn Jonas Freiherr v. Königs warter, unter persönlicher Leitung des Obercantor I. Singer statt. Die von den Jnstitutszöglingen vorgetragenen Gesänge, welche von dem Gesangslehrer des Institutes, Obercantor Singer, einstudirt worden waren, wurden meifterherhaft und erhebend gusgeführt und fanden ungetheilten Beifall. Director Heller hielt eine Ansprache an die Zöglinge, in welcher er sie ermahnte, jederzeit ihres großen Woblthäterß eingedenk zu -sein. Der Seelenfeier wohnten bei: Baron Königswarter sammt Gemalin und Kindern, die Damen de s Curatoriums Frau Benedikt, Frau Adler und Frau Tauber, Hofrath Pfeiffer, Baurath Stiaßny, Dr. Mauthner, Gemeinderath Gustav Simon, Vorsteher Baumgarten und außerdem ein zahlreiches distinguirtes Publikum. München. Am 11. December, Nachmittag halb 3 Uhr, wurde im israelitischen Friedhofe der im Alter von 80 Jahren zu Planegg verstorbene k. b. Hofbankier Joses Frhr. v. Hilsch-Gereuth unter äußerst zahlreicher Betheiligung aller Bevölkeruugsclassen zu Grabe getragen. Der im Leichenhause befindliche Sarg war mit Blumen und Kränzen, sowie den Orden des Dahingeschiedenen geschmückt. Zur Beerdigung hatten sich außer den Verwandten eingefuuden: Oberst׳ hofmarschall Frhr. v. Malseu, Hofmarschall Frhr. v. Hutten, die Minister Dr. Frhr. v. Lutz und Dr. v. Fäustle, der württembergische Gesandte Frhr. v. Soden, der sächsische Gesandte v. Fabrice, Landgerichtspräsident Frhr. v. Leonrod, die Bürgermeister Dr. v. Erhardt zrnd Dr. Widenmayer, der Director der Trambahn Graf Graziadei eine Deputation der Planegger Feuerwehr und ungemein viele sonstige Leidtragende; ein Beweis, welch' hoher Achtung der durch seine Wohlthätigkeit weit und breit bekannte Verstorbene sich erfreute. Herr Rabbiner Dr. Perles hielt im Betsaale des Leickenhauses eine Grabrede, in welcher er die Verdienste schilderte, die sich Baron v. Hirsch in seinen verschiedenen Stellungen erwarb. Nach den üblichen Gebeten und der Rede des Rabbiners wurde der Sarg, rechts und links von Flambeauxträgern begleitet, an das Grab getragen und eingesenkt, womit die Trauerfeier beendigt war. Baron v. Hirsch war im Jahre 1805 zu Würzburg geboren, machte nach Absolvirung seiner Studien größere Reisen, übernahm 1840 nach dem Ableben seines Vaters, des Barou Jakob v. Hirsch, die Leitung des Bankhauses und Len sämmtlichen Gütern. Das Bankhaus nahm einen hohen Aufschwung und die vortr״ffliche Verwaltung der Hirsch'schen Güter ist allbekannt. Baron v. Hirsch erfreute sich seitens seines Landesherrn zahlreicher Auszeichnungen und fand auch bei seinen Mitbürgern volle Anerkennung seiner Verdienste. Bei der Cbolera- Epidemie im Jahre 1854 war er unablässig bemüht, die Noth zu lindern, indem er Sp täler aus eigenen Mitteln gründete und mit vollen Händen Spenden austhcille Er war Hauvtgründer der Bayrischen Ostbahn, Mitglied des Central Comiies des landwirthschaftlichen Bereines und war nauientlick uns dem Gebiete der Waldcultnren mit großem Erfolge ihätig. Persönlich war Baron Hirsch ein leutseliger, einfacher und anspinckslosei Mann, dienstwillig gegen Jedermann Er war würrtembergisck-.r Consnl, Administralor mehrerer Planegger Stiftungen und Mitglied verschiedener in dustrieller Gesellschaften. Seit 1828 war er mit seiner Gemalin Caroline, geborene Wettheimber vermählt, aus welcher Ehe mehrere S5 hne und Töchter hervorgingen. Z»rag. Es dürfte noch nicht allenthalb en bekannt sein, dass an den drei Curorten Karlsbad, Marienbad und Teplitz israelitische Curhospitäler für arme jüdische Curgäfte bestehen. Dieselben sind von den bemittelteren jüdischen Cnrgäften errichtetworden und haben den Zweck, armen jüdische Cnrgäften' freie Wohnung, vollständige Verköstigung, Bäder, ärztliche Behandlung, Medieamente und alle Bedürfniße für den ordentlichen Curgebrauch zu versorgen. Im abgelaufenen Sommer waren im Karlsbader Hospital 92 arme Curgäste anwesend. In Marienbad wareu im Ganzen 61 Personen verpflegt worden, darunter 31 Männer und 30 Frauen; von ersteren waren 2 Rabbiner, 3 Religionslehrer, 2 Gemeinde-Beamte, 1 Studiosus, 1 Literat rc. Die ärztliche Behandlung wird durch Professor Dr. E. H. Kisch in Prag unentgeltlich besorgt. Gesuche um Aufnähme in eine dieser drei Anstalten sind an die betreffende Directiou zu richten. Jedem Gesuche, das längstens bis zum Monate März eingereicht sein muss, ist. ein ärztliches Zeugnis über die Curbedürftizkeit des Gesuchstellers, sowie ein Mittellosigkeits-Attest beizulegen. Sämmtliche Stücke find stempelfrei. Für Karlsbad und Marienbad ist der Sitz der Directiou in Prag und lautet die Adresse: An die Direction des Marienbader israelirischen Cnrhospitals in Prag. Für das Teplitzer Hospital ist der Sitz der Direction in Teplitz. Vereinsnachrichten. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Esseg hat dem Vereinsfonde eine Spende von fl. 15 österr. Währung gewidmet. Indem wir den Empfang dieser Summe bestätigen, statten wir dem wollöblichen Vorstande, sowie der ehrsamen Gemeinde Esseg unseren besten Dank ab. Ker Workanb des österr.-Ungar. Cantoren-Vereines. In der letzten Vorstandssitzung wurde beschlossen, im Februar 1886 eine Generalversammlung zur Vornahme der Neuwählen einzubernfen, da in diesem Monate die dreijährige Mandatsdauer der Vorstandsmitglieder abgelaufen sein wird. Das Nähere wird in der nächsten Nummer mitgetheilt werden. Correspondenz der Nedaetion. Sch. in Krem. (Ruffl.) Die bestellten Compositionen erhalten Sie in den nächsten Tagen. D. in Aust. In den ersten Tagen Jänner erhalten Sie das Bersprochene. Die Verzögerung wollen Sie freundlichst entschuldigen. Gruß. L. Red. ״Drob. - Zeitg.- Wegen Raummangels bleibt das ^Eingesendetefür die nächste Nr. Gruß. Gr. in L. Für das Inserat stellen wir Jbnen 1 fl. SO kr. -n Rechnung. W. in Simont. Der gesandte Betrag wird dankend bestätigt. Jell. in M. Bis Ende Dez. rrstiren Sie noch l Quartal. Auf der b e i g e l e g t e n A n we i f u n g ist das S a l d o bis Ende Dezember 1885 ersichtlich. Hiezu eine Beilage. TT.•,-׳•—רד—v^ y.<

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.