Mannheim
Compact Memory

Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1885-12-19 · Heft 43 (19.12.1885) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 43 (19.12.1885)
Date
1885-12-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/1304829-3452999-3453042--1581-3455738
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Oesterreichisch-ungarische r Pränumerations-Preis Kür ^ereinsmitglieder: Ganzjävrig - - . st. •>.— Halbjährig - - - st- 2.50 Vierteljährig . fl. 1-25 Monatlich ... fl. —•45 Kür Nichtmitglieder: Ganzjährig ... st. 6.— Halbjährig, ... fl. 3.— Vierteliahrig . . fl. 1 50 Monatlich . . . fl- —.50 Kür das Ausland: Ganzjährig . . . fl. 7.— 12 ®Jart oder 6 Rubel. 0;r gan die KkMimii-IllimMii jüdischer dDantnren. Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercautor Jakob Wcruer7. jRediteitaii Administration Wien. II., Novaragaffe 27. , Inserate werden billigst berechnet. Manuscripte werden nicht retvurnirt. Nr. 43 Wien. 19. December 1885. 5. Jahrgang. Die österreichisch-ungarische Cantorrn-Zrikung tritt mit Jänner 1886 in den VI. Jahrgang. Bei dieser Gelegenheit müssen wir die geehrten Herren Lollegen und Abonnenten dringendst ersuchen, das Abonnement im v o r h i n e i n anzumelden, da die Existenz der Lantoren-Zeitung nur dann gesichert ist, wenn wir über die Anzahl unserer Abonnenten vollkommen im Rlaren sind. Die regelmäßige Einsendung der j)ränumerationsgebühren zu Beginn eines jeden Q 11 a r t a I e 5 wird Niemandem beschwerlich fallen und kann einzig und allein die Anhäufung der enormen Rückstände, die die Lebensader dieses, den Interessen des Lantorenstandes gewidmeten Blattes zu unterdrücken drohen, hintanhalten. wir hoffen, dass jeder College diesen ernsten Appell nicht unberücksichtigt lassen und uns in unserem Streben, für das Wohl des Eantorenthums in jeder weise einzutreten, auf's Kräftigste unterstützen wird. Die Redarkion der österreichisch-ungarischen Eantoren-Aeitung. Eine Betrachtung zn den 8״okir6 Hechal“. Von W. tzintner Cantor ui Lehrer in Bunzlau (Preußen). Die Klagen sind leider sehr begründet, dass die Geringschätzung des öffentlichen Gottesdienstes immer mehr um sich greift, dass die traurigen Folgen der Abneigung gegen gemeinschaftliche Erbauung sich abschreckend genug äußern. Es wäre überflüssig, diese Klagen, die fast in ganz Israel erhoben werden, hier zn wiederholen, da sie ohnehin genügend in die Angen leuchten.׳ Die Hauptsache dieser Calamität ist allerdings in der Lauheit des Einzelnen selbst zu suchen, darum, muffen wir Cantoren eine besondere Sorgsalt auf den Gottesdienst verwenden, soll er erhebend und erbauend auf die Gemeinde einwirken. Es ist gerade nicht erforderlich, viel singen zu lassen — wenig und gut wird genügen. Ein würdiger Gesang, im tradrtionellen Stil gehalten, wird die gewünschte Wirkung hervorbringen und die Gotteshäuser wieder füllen; denn dem Reize des Gesanges gegenüber kann der Israelit nicht unempfindlich bleiben. Niemals darf jedoch die Gemeinde theilnamslos zur stummen Langweile gezwungen werden, da diese Einrichtung dem jüd. Cultus widerspricht; auch sie muss, wollen wir nicht mit dem Alten abbrechen, da im Gesänge einsetzen, wo das Wort ״Kahal“ angemerkt ist. Die alten Weisen werden dann wieder ihr Recht sinden und die Zionsklänge von Jung und Alt angeftimmt werden. Aber auch das deutsche Lied soll im Charakter des Synagogen-Cuires derart abgefasst sein, dass solches auf Mitbetbeiligung der Gemeinde berechnet sein muss, soll Herz und Seele Erbauung und Befriedigung sinden. Ein gefährlicher

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.