Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 5 (1885)
- Issue
- Heft 22 (25.6.1885)
- Date
- 1885-06-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Geste r reich isGh-un gar isch e \ר־ Pränumerations-Preis Kür Kereinsmitglied«r: Baiirrähris ... fl. ö.— Halb!ahrrg ... fl. 2.i0 Vierteljährig - - fl. 1-2» Monatlich ... fl. —•*» Kür Hlichiruitglieder: «anzjährrg ... fl. «— Halbiahrrg - . . fl- - f•— Drertellährig . . fl- 1•־;O Monatlich . - . fl- —•50 Z!«r das Ausland: Ganziährig . - . fl- 12 Mark oder 6 Rubel. V Organ die Grsammt-IilterrsZkn jäiiistjjer Conioim Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercantor Icrk^ob Wcrirer. JReJnciton Administration XO i tn, II., Novaragaffe 27. ß Inserate werden billigst berechnet. Manuseripte werden nicht retournirt.! Nr. 22 Wien, 25. Juni 1885. 5. Jahrgang g: Abonnements-Einladung Die Oesterreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung beginnt mit 1. Juli das III. Quartal des V. Jahrganges. Die geehrten Herren Collegen und Abonnenten werden daherersüch^ unter den an der Spitze des Blattes angegebenen Modalitäten baldigsterneuern zu wollen, damit die weitere Zusendung keine Unterbrechung erleide. Wie bisher werden wir bestrebt sein, mit aller Kraft uns für die Interessen des Cantorenstandes einzusetzen und hoffen, unser Wirken werde auch weiterhin die vollste Anerkennung, sowie hinreichende geistige und materielle Unterstützung von Seite unserer Collegen finden. Diejenigen Abonnenten, welche mit dem Abonnementsbetrage für das vergangene Quartal noch im Rückstände sind, werden dringendst ersucht, denselben umgehend zu begleichen. — Für Concurse, Inserate und Annoncen aller Art hat sich die Cantoren-Zeitung besonders geeignet erwiesen, da sie in allen Kreisen der" jüdischen Gesellschaft des In- und Auslandes verbreitet und gelesen ist, und die Jsertionsgebühr billigst berechnet wird. - Die Administration. Cantor-Frage. Vom Bezirksrabbiner A. R o t h in Sziklos. X. Der Gesang wurde immer mehr und mehr als eouclitio sine gua non betrachtet und übte auf die Besucher des Gottesdienstes die größte Zugkraft aus, wie er auch das beste Zeugnis abgab von dem unerschütterlichen Gottesvertrauen und von der heiteren und zufriedenen Seele; denn selbst in den traurigsten Epochen der Geschichte ist in der Synagoge gesungen worden, es bewährten sich die Worte unserer Nabbinen: בזכות אמונה. שרת׳ עליהם רוח הקדש ואמרו שיח־:. Wenn die Rabbinen doch gegen die Chasanim polemisirten, so geschah dies, weil erstens der Singsang profanisirend war, und zweitens weil er oft mit den Normen im Sdmlchau Aruch collidirte. R. Zehuda b. Samuel Hachasid, Verfasser des Buches der Frommen, tadelte die Vorbeter bitter, dass sie di? Schlußstellen der liturgischen Stücke, die von der Gemeinde bereits recitirt wurden, repetirten; diese Repetition, sagt er, ist sündhaft, weil die Vorbeter nur dadurch ihre Stimme zeigen wollen und der Gemeinde doch eine jede solche Wiederholung lästig sein muß. In der Synagoge, fährt er fort, soll der Gottesfürchtige überhaupt niemals darauf ausgehen, seine angenehme Stimme zu zeigen l). N. Ascher b. Iechiel sagt: Auch ich beschwere mich seit meiner Einwanderung in Spanien über die Vorbeter dieses Landes, welche blos fungiren, um ihre angenehme Stimme hören zu lassen. Man trägt kein Bedenken, entschieden Unwürdige anzustellen, sobald sie nur schön singen. R. Alexander Schorr, Verfasser des Iskuotb-Schorr sagt: Wenn die Zuhörer der Chasanim in's Theater gingen, würden sie sich nach dem Talmud mit einem einfachen Vergehen belasten; nun aber ist ihr Vergehen viel 1) Sefer Chasiäim N. 251.