Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 5 (1885)
- Issue
- Heft 20 (9.6.1885)
- Date
- 1885-06-09
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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— ׳7״ — benuucirt mtb nunmehr des verbot enen Religionswechsels, der Bigamie und der Schristsäljchnng augeklagt.. Der Angeklagte behauptet, dass er niemals ansgehört habe, Jude.zu sein, und seine erste Ehe, die übrigens nicht in gesetzlicher Form - geschlossen worden sei, nur eingegangen sei, uni sein Geheimnis vor der Weit zu bewahren; auch die Schristsälschung sei nicht durch ihn geschehen. Man ist aus das Urtheil. welches später erfolgt, sehr gespannt. Wördlingen. In der hiesigen Stadt, in welcher vor rund 25 Jahren kein. Jsraelite sich befand, sind jetzt gegen 450, da von den benachbarten Ortschaften die meisten Inden hierher zogen. Dieselben beschlossen, eine Synagoge ganz aus eigenen Mitteln zu bauen und kommt dieselbe aus 160—ISO.000 Mk. zu sieben. Der Ban wurde dem׳ städtischen Ingenieur Gaab übertragen und verspricht eine Zierde der Stadt zu werden, znmal ein ausgezeichneter Platz dazu erworben werden konnte. Letzthin fand nun die feierliche Grundstein׳ legung statt durch den Districtsrabbiner, welcher eine deutsch und hebräisch abgrsasste Urkunde in den Stein legte und die ersten drei Hammerschläge vollzog. Aus ihn folgte der Bürgermeister, der Vorstand der israelitischen Gemeinde und der Baumeister. London. Herr Henri Stern, der über 40 Jabre als Missionär der Londoner Gesellschaft für die Bekehrung der Juden zum Christenthmne gewirkt hat, ist vor Kurzem im Alter von 64 Jahren gesiorbeu. Stern war einer der abessinischen Gefangenen, zu deren Befreinng England im Jahre 1868 (inen Feldzug gegen den König Theodor von Abessinien unternahm. Nach der Einnahme von Magdala durch die britischen Truppen wurden die engliichen Missionäre aus ihrer langjährigen Gefangenschaft befreit. London. In der New-West-End-Synagoge;11 London hat am 30. v. M. eine sehr interessante Ceremonie siat'gesunden. An diesem Tage wurde einer der Zöglinge des jüdischen Taubstnminen- Hcims (Jews Deaf and Dumb Home) zur Tho׳a geraten. um hörbar die Segenssprnche zu׳ sprechen. Ein glänz nder Beweis für die Leistungen der Anstalt, welche pecnniär leider k.'ineswegS glänzend gestellt ist. H»ariS. Scsi einem Jahrhundert bat die Auzabl der Inden in Paris sich gerade verhundertfacht. Im Jahre 1789 zählte man kaum 500, 1806:3000. 1842:12.000, 1872:40 000 n»d 1884 betrug ihre Anzahl 50.000 Seelen. Gleichzeitig bat mir dieser Vermebrung der Seelenzahl auch die Anzahl der Vereinigungen znr Unterstntzung und.gegenseitigen Htlse zugeuommen. In voriger Woche erst sind in Grenelle, einem Stadtlheile von Paris, in welchem verhältnismätzig sehr wenig Juden wohnen, zwei neue Vereinigungen entstanden, von welchen die eine sich ״i’Uniou israelite,4־ die andere ״l’Union des Harnes israelites“ neuur. Die Zabl der Vereine zur gegenseitigen Hilfeleistung ist hierdurch an30 '׳ Männer- und 9 Frauenvereine gestiegen. — Wie sich die ges tzlicbe S! llnug d r Inden Frankreichs seit der Zeit geändert, erhellt ans dt Zuiamineitstellnng, welche, nach einem Referate in dem ״Arcnives Israel.u, Leon Nabe in seinem Buche: ,.Dir Handwerke und du׳ Hitfsver:-in!׳,^ gibt. Wie er erzählt, gab es 1821 einen jüdischen Gen 1 al, d n Feldmarjchall Baron Wolff (Commandani der Enrul -o>1) f-uien Bruder Bataillonschef, Nikter der Ebreiilegion, 2 ׳ätn׳> A .avnäiie und einige Capitäne. 1882 zäblte man 2 D.v!nr:s-, 3 on .ace- Generäle, 5 Oberste, 9 Obersilieutenan'S,!2 \ r 1 4 Ingenler-Bataillonsch'efs, 5 Escadronscdefs d e Ea ׳,׳ . e i ce-: .'trtillerie, 90 Cap'täne, 89 Lieutenams, 104 U.n 1> ״ :!.! ^hikadekpHia. 41 m 13. Avril tand uur c ■'L'■ si!z ־ des Rabbiners Dr. Gottheil in der Vorhalle des T 1 י11ו «tDe ,4רדפי שלום eine Versammlung von Deteallie:- ׳ r 1. ן >ur Men Gemeinden von New - Jork und der venachea. c : r.!!׳!ran. tu welcher die Gründung, einer Hanplsiliale de!׳ A i an. - t.sraeliie unive1־selleu in Paris berathen wurde. Gründungs- und Vereinsbeitrage. A. Löwy. Wallisgrün, vierteljährigen Beitrag. Adolf Kohn. Kanitz, halbjährigen Beitrag. Joses Steiner, Gr.-Meserttscb, ganzjährigen Beitrag. . David Engel, Stuhlweißenbnrg, halbjährigen Beitrag. Vtoritz Tbaler, Oedenbnrg, ganzjährigen Beitrag. Simon Neumann. Ober-Hollabrunn, halbjährigen Beitrag. Emil Frankel. Strakonitz, halbjährigen Beiirag. A. Fi s ch er, Cassier. Corresponden; der Nedaction. B. in G. Sie erhalten bestimmt die gewünschte Nummer nachzesendet. Besten Gruß. Kin Kom. Wir sind nicht im Besitze des Naumb. Werkes. Durch ein Inserat in unserem Blatte wäre die Möglichkeit geboten, e׳n solches von Collegen anzukaufen. A. Buchh. in L. Die Blätter sind von uns bereits abgesendet worden. Schw/in T. Jore Jnserarionsgebühr beträgt 3 Gulden. Die säumigen Herren Abonnenten werden dringendst gebeten, ihrer Verpflichtung dem Fachblatte gegenüber umgeh e n d n a ch z u k o in m e n. Zahlungen der Abonnements- und Jnsertionsdeträge sind an die Nedaetion Wien, II.- Novaragaffe Sir. 2? zu senden. Die Redaction. 00n611r8. In der israelitischen Cultusgemeinde zu Strassnitz in Mähren ist die Stelle eines Cantors, der auch Schochet Ubodek ist und die Befähigung besitzt, den hebräischen Religionsunterricht zu ertheilen, mit 15. August 1885 zu besetzen. Gehalt 700 fl. fix nebst den üblichen Emolumenten. Bewerber um diesen Posten wollen ihre Gesuche bis Ende Juni beim Cultusvorstande einreichen. Reisespesen werden nur dem Aceeptirten vergütet. Israel. Cultusgemeinde Strassnitz, am 25. Mai 1885. Der Vorstand: Isidor Winter, Max Reich. In der jüd.-orth. Cultusgemeinde zu Päpa ist die mit einem Jahresgehalte von 1000 fl. ö. W., freie Wohnung und üblichen Sponeln. — sowie mit einer jährlichen Pauschal- Dotirung von 800 fl. ö. W. für Gesangspersonal systemisirte Stelle eines Cantors, vom 1. September 1. J. an zu hesetzen. Bewerber um diese Stelle, welche musikalisch gebildet, mit eff-er,vollen Stimra-Mitteln begabt, der jüdischen Liturgie kumli״, sowie -mwohl in polnischem, als auch im Cltoralvo! trage vollkommen qualificirt sein müssen, wollen ihre, mit Zeugnis-um über religiös-moralischen Lebenswandel, bisherige Verwendung, Familienstand und Alter adjustirten Couipeteuzg •siicie ä ig-ten-i bis 15. Juli 1. J. an den Gelertig.ei• •i sen e». Zu Probevorträgen, welche ganz ohne Bo״leitur11: a ׳gehalten werden, werden ausschliesslich nur <l-ej.;,>i-e ltedectanten zugelassen, welche hiezu vom Cuhu>vor.sta de emgelad ui werden, und Reiseauslagen werden nur n.-m Aceeptirten vergütet. Papa, am 22. Mai 1885. Mayer Steiner, Gemeinde-Präses.