Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 5 (1885)
- Issue
- Heft 17 (16.5.1885)
- Date
- 1885-05-16
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 17 — Monat möge uns alles Gute bringen, in dem hiezu geeigneten und bestimmten Gebetstücke hinreichend Ausdruck gegeben wird. Nach dieser meiner Auffassung könnte nun das altherkömmliche הבאים bei zwei N^-Tageu füglich beibebalten werden, ohne dass man in diesem Falle auch ראשי חדש sagen müßte. Genehmigen Sie, geehrter Herr Redacteur, die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung. Kremnitz, den 12. Mai!885. Zhr ergebener M o r. Blitz. Griindmrgs- und Veremsbeitrage. A. Kornitzer, Tapoleza, halbjährigen Beitrag. S. Neumann, Oberhollabrunn, vierteljährigen Beitrag. Zsac Haymann, Amsterdam, zweijährigen Beitrag. G. Rosenfeld, Ungereigen, halbjährigen Beitrag. H. Bermann, Böhm.-Leipa, vierteljährigen Beitrag. S. Schrecker, Golsch-Zenikau, halbjährigen Beitrag. S. Friedmann, Pivnitza, vierteljährigen Beitrag. S. Schwarzkopf, Tachau, dreivierleijährigen Beitrag. Philipp' Baß!, Margarethen, halbjährigen Beitrag. A. Krämer, Freudenthal, Schlesien, ganzjährigen Beitrag. Salzer, Tulln, ganzjährigen Beitrag. A. F i s ch e r, Cassier. Kleine Chronik. Wien. (Die egyptische Finsternis.) In der am 16. April abgehaltenen Sitzung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der kaiserlichen Academie der Wissenschaften überrreichte Dr. E. Mahler in Wien eine Abhandlung, unter dem Titel: ,Astronomische Unterfüchung über die in der Bibel erwähnte egyptische Finsternis*. Zn der Vermuthung, dass in der Ueberlieferung einer am 1. Nissan des Auszugjahres der Israeliten aus Egypten (für das gewöhnlich das Jahr 1312 v. Chr. Geb. bezeichnet wird) daselbst stattgehabten Finsternis die Erinnerung an eine Sonnenfinsternis erhalten ist, hat der Verfasser der vorgelegten Arbeit aus allen centralen Sonnenfinfternißen des 13. u. 14. Jahrhunderts v. Chr. Geb. die Frühjahrsfinfterniße herausgesucht und gefunden, dass von diesen nur eine einzige für Egypten von Bedeutung sein konnte. Es ist dies die ringförmige Sonnenfinsternis des Jahres 1335 v. Chr. Gebvom 13. März Nachdem diese aber zugleich alle durch die Tradition erhaltenen Merkmale (Monat, Tag, Wochentag) der in der Bibel erwähnten egyptischen Finsternis besitzt, so ist es im hohen Grade wahrscheinlich, dass, wenn der vom Verfasser ausgesührten Rechnung Bedeutung beigelegt wird, die in der Bibel erwähnte Finsternis mit der ringförmigen Sonnenfinsternis des Jahres 1335 v. Chrvom 13. März identisch sei. Dann fällt natürlich der Auszugtag der Israeliten aus Egypten auf den 27. März des Jahres 1335 v. Chr. Geb. tzoltöttS. (Orig.-Corresp.) Ein Mitglied der hiesigen Gemeinde, Herr H. Henschel, feierte am 28 v. M. in stiller Zurückgezogenheit mit seiner geschätzten Gattin das Fest der silbernen Hochzeit. Zum Andenken an diesen Freudentag schenkte das werthe Jubelpaar unserer Synagoge ein kostbares Altarbild mit der Inschrift: שרתי ד' לנגדי תמיד welche von einer prächtigen Krone überragt wird, und fortan den שלחן אישר לפגי ד׳ zieren soll. Dieses heilige Porträt ist auf blauem Grunde von Sammet in echter Goldstickerei ausgeführt, ein Muster und Meisterwerk des Frl. Nosalie Henschel, einer Tochter des Jubelpaares. Wir wünschen dem edlen Paar auch unsererseits, dass es ihm vergönnt sein möge, in Kraft, Lebensfrische und Gesundheit im Kreise seiner Familie auch die goldene Hochzeit begehen zu können. A. Z. Strllenveränderungen. Herr College F. Kurzweil bisher in Theben-Neudorf ist nach St. Abraham berufen worden. Herr College M a n nhe im er bisher in Guna ist in Holic acceptirt worden. College Müller, bisher Cantor in Neubaus, ist in der Gemeinde Schüttenhofen acceptirt worden. (Allen Collegen wünschen wir viel Glück in ihren neuen Stellungen. Die Red.) Correspondenz der Nedaction. Kur. in Prz. Diesbezüglich bitte sich an den Vereiasvorstand zu wenden. — K. K- 100. Wenn keine rontractliche Vereinbarung vorhanden, so haben sich beide Parteien an die gesetzlich normirte Kündigungsfrist, 6 Wochen vor Beginn eines Jahresquartals, zu halten. H. in St-, K. in S-, B. in S. Wir bitten nnt Einlösung Ihres Versprechens. N. in Lib. Vor den Feiertagen können Sie die Copiaturen nicht mehr haben — L. in Z. Wir bitten Sie um di« Sendung des Abonnementsbetrages. Die Redaction. Aviso! Die säumigen Abonnenten werden dringendst um Einsendung der rückständigen Abonnementsbeträge ersucht. Zahlungen der Abonnements- und Jnfertionsbeträge find an die Nedaetion Wien, II., Novaragaffe Nr. 22 zu senden. Die Administration. Oonoms. Bei der Israel. Cultusgemeinde Iglau ist die Stelle eines Chor-Dirigenten mit guter Tenorstimme, der musikalisch und zur Substitution des Cantors im Vorbeten und קריאת התורה, ferner zur Ertheilung des Religionsunterrichtes für Schüler der Volksschulen befähigt sein muss, zu besetzen. Die Anstellung ist eine provisorische, der Gehalt beträgt fl. 600 jährlich. Bewerber, weiche ihre Befähigung und bisherige Verwendung mittelst Zeugnis-Abschriften naehzuwetsen haben, wollen sich bis 15. Juni a. c. an den gefertigten Vorstand wenden. Ledige werden bevorzugt Reisekosten werden nur dem Acceptirten oder Hieherberufenen vergütet. Iglau, am 26. April 1885. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Concurs. Bei der hierortigen isr. Cultusgemeinde kommt die Stelle eines musikalisch gebildeten Cantors, der zugleich als Hilfslehrer an der Volksschule mitzuwirken hat, neu zu besetzen. Fixer jährlicher Gehalt 700 fl.*) nebst den üblichen Emolumenten. Bewerber, ledigen Standes, wollen ihre Gesuche nebst den Zeugnissen über ihre Fähigkeiten und bisherige Ver« Wendung bis 15. Juli 1. J. anher einsenden und sich in denselben zu einem Probevortrag bereit erklären. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Neuhans, Böhmen am 1. Mai 1885. Der Cuitusvorstand. *) NB. In der vorigen Nummer hiess es irrthümlicher Weise 900 fl. Die ßedaction.