Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 5 (1885)
- Issue
- Heft 3 (17.1.1885)
- Date
- 1885-01-17
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- 7״-. — Viehseuche Einhalt zu gebieten. Zuerst wurden 10, hernach 30 Juden requirirt, welche ohne Unterbrechung graben mussten und auch am .J0m-Kipui׳, trotz aller inständigen Bitten, nicht von diesem Frohndienste entbunden wurden. Den übrigen Juden wurde an diesem Tage eine andere Woblthat zu Theil. Als diese nämlich in der Synagoge zum Gebet versammelt waren, umstellte man in Folge höheren Befehles das Gebäude, drang in das Gotteshaus und ließ daselbst große Quantitäten Schwefel verdampfen. Die Juden, welche vor dem beizenden Rauch hiuausdrängten, wurden zurückgewiesen. Wegen der nicht vorhandenen Viehseuche sollten die Juden ausgeräuchert werden! Natürlich unter Hobugelächter des Pöbels. Nach Jom-Kipur fand eine große Untersuchung der Judenbäuser statt; man hing die Fenster und Thüreu aus und requirirte jetzt 84 Juden zum Graben. Alle Waarenvorrärhe der Juden wurden versiegelt, nichts durfte verkauft werden. Am Luoootll war kein Gottesdienst, die Juden waren sämmtlich beim Graben. So dauerten diese Quälereien fort, bis endlich höheren Ortes bekannt wurde, dass erstens keine Viehseuche in dem Städtchen grassirte uud zweitens die eine der zwei gefallenen Kühe einem christlichen Einwohner gehört habe. — Ein Jude hatte das . Verbrechen begangen, Jemandem Waare anzubieten, die vor Erlass des Hausirgesetzes erworben war. Er wurde Labei betroffen und zu 100 Francs Buße oder 20 Tage Gefängnis verurtheilt. Der Aermfte, welcher über keine 20 Francs verfügte, wurde durch die Aussicht auf die Gefangenschaft mit dem elendesten Gesindel zur Verzweiflung gebracht, wagte nicht mehr, in seiner Behausung zu übernachten aus Furcht, dort arretirt und iu's Gefängnis geschleppt zu werden; — kürzlich fand man ihn entseelt auf der Straße liegen. — H^etersöurg, 6. December. Odessaer Zeitungen berichten dass das Flnanoninifterium der Cherson'schen Kronsbehörde die Erklärung abgegeben hat, dass ausländischen jüdischen Kaufleuten, selbst erster Gilde, nur der Handel mit dem Export russischer Products, aber^.nicht der Import oder der Handel im Lande selbst zufteht. lieber diesen Gegenstand bringen hiesige Blätter folgende Notiz: ,In Folge der Bekanntmachung der Odessaer Kaufmanns-Uprawa, dass die aus ländischen Kaufleute jüdischer Confessio« zum weiteren Betrieb ihrer Geschäfte in Odessa nicht nur das Zeugnis erster Gilde lösen müssen, sondern noch die Erlaubnis dreier Minister (des Innern, des Auswärtigen und der Finanzen) einzuholen haben, entstand in der Odessaer Handelswell große Sensation, umsomehr, da diese Maßregeln nur 1H2 Monate vor Beginn des neuen Jahres bekannt gegeben wurden. Odessa wird als internationaler Handelsplatz den Einfluss dieser Maßregel besonders stark fühlen. Da jedenfalls einige Wochen dahin, gehen werden, um die Erlaubnis der drei Minister einzuholen, so steh^ eine Liquidation der Geschäfte bedeutender und alter Handelshäuser zu erwarten. Einer der bedeutendsten Odessaer Exporteure telegraphirte nach Paris, wo sich sein Hauptcomptoir befindet, und beanspruchte von dort aus Hilfe zur schnelleren Erreichung der Erlaubniß. Die Vertreter einiger anderer Odessaer Handelshäuser beabsichtigen, aus ihrer Mitte eine Deputation zu erwählen, welche in Petersburg um Prolongation der Einführung dieser bis dahin in Odessa nicht gebräuchlichen Maßregeln bitten soll.* Gründungs- und Vereinsbeitrage. Anton Adler, Uugar.-Hradisch, halbjährigen Beitrags Sigmund Jellinek, Mistelbach, halbjährigen Beitrag. David Kohn, Rakonitz, halbjährigen Beitrag. G. Nosenseld, Ungereigen, halbjährigen Beitrag. Josef Klein, Budweis. ganzjährigen Beitrag. Leopold Weiß, Simontornia, vierteljährigen Beitrag. Moriz Kraus, Planian, halbjährigen Beitrag. Morkz «Schlesinger, Ottakring, halbjährigen Beitrag. Joses Löwinger, Kesthely. dreivierteljährigen Beitrag. Ad. Klein. Bars-St.-Benedict, vierteljährigen Beitrag. A. Hahn, Teschen, halbjährigen Beitrag. Ignaz Epstein, Proßnitz, halbjährigen Beitrag. Carl Brunner, Jglau, ganzjährigen Beitrag. Franz Teltsch. Stockerau, halbjährigen Beitrag. Isidor Kartschmaroff, Hlinik. halbjährigen Beitrag. Al. Wodak, Göding, vierteljährigen Beitrag. David Engel, Klausenburg, halbjährigen Beitrag. Jsak Sckiller, Wien, halbjährigen Beitrag. M. Rosenfeld, Pisek, vierteljährigen Beitrag. Ignaz Salles, Breitenbrunn, halbjährigen Beilrag. David Kohn, Lundenburg, halbjährigen Beitrag. Simon Nußbaum, Holeschau, ganzjährigen Beitrag. Wilhelm Stein, Postlberg. halbjährigen Beitrag. Leopold Spiegel, Bittse, halbjährigen Beitrag. A.׳ Lederer, Schmarz-Kostelez, halbjährigen Beitrag. S. Popper, Eger, halbjährigen Beitrag. A. Lederer, Eger, halbjährigen Beitrag. S. Rosenberger, Komotau, vierteljährigen Beitrag. S. Schrecker, Gr.-Jenikau, dreivierteljährigen Beitrag. H. Löwy, Neunkirchen, ganzjährigen Beitrag. Ludwig Friedländer, Szilhos-Balhas, vierteljährigen Beitrag. Ignaz Neumann, St. Pölten, halbjährigen Beitrag. A. Schäfer, Mislitz, halbjährigen Beitrag. H. Lemberger, Kuttenplan, halbjährigen Beitrag. Jon. Schönfeld, Tyrnau, halbjährigen Beitrag. H. Unschuld, Werschetz, halbjährigen Beitrag. L. Winterberg, Außig, ganzjährigen Beitrag. Moses Kriener, Galgocz, ganzjährigen Beitrag. G. Löwenthal, Wölkersdorf, vierteljährigen Beitrag. Fil. Löwinger, Privitz, ganzjährigen Beitrag. Joachim Popper, Kohljanowitz, halbjährigen Beitrag. Emil Fränkel, Strakonitz. halbjährigen Beitrag. Max Petersilka, Währing, halbjährigen Beitrag. Ignaz Nosner, Herm.-Mestec, halbjährigen Beitrag. Martin Zempliner, Kis-Czell, dreivierteljährigen Beitrag. M. Staugl, Zlabings, halbjährigen Beitrag. S. Schwarz, Mähr.-Weißkirchen, ein- und dreivierteljährigen Beitrag. Weiß, Brandeis a. d. E., halbjährigen Beitrag. A. Fischer, Cassier. Corresponden; der Nedaetion. H. in T. Wollen Sie gef. die Jnserationsgebühr einsenden, von nun ab werden nur so die Geschäfte geführt. Gruß. M. in L a. W. Bestätigen den gesandten Betrag, die gewünschten Beilagen erhalten Sie, den angeblich gesandten Betrag nicht erhalten, haben Sie bereits hievon früher in Kenntnis gesetzt. Colleg. Gruß. Sch. in G>. M. in N., L. in W. Ihrem Wunsche gemäß, wollen wir Ihnen mit der Einsendung des Abonnementsbetrages noch zuwarten. L. in L-, Dr. in Hamb. Gesandten Betrag bestätigen wir dankend. Colleg. Gruß. K. in Sik. Ihr Rest beträgt bis 31. December v. I. fl. 4.50. Die Beilage erhalten Sie. Gruß. Kr. in Ver. Betrag erhalten. M. in N. Pr. 1884 Alles beglichen. lieber diese Comp, wieder keine Auskunft. Gruß. Ehrw. R. R. in S. Ersuchen um Fortsetzung. Gruß. Die Redaction.