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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1885-01-01 · Heft 1 (1.1.1885) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 1 (1.1.1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Oesterreichisch-ungarische H 4s. PriininiierlliillNS-PrriL für Wien und Umgebung und Provinz: Ganzjährig . . fl. 6. Halbjährig . . fl. 3.— Vierteljährig . fl. 1-50 —\j\j— Für das Ausland: Ganzjährig . . fl. 7.— Halbjährige . fl. 3.50 Vierteljährig . fl. 1.75 i«rl. Zastkävng l»'1 Ha»». Organ für die GesRnnt -InierrZZrn jüdisäier Cantarcn. Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercnntor Icrkob Mcruer7. 6%±m. )Bctlacito! \־־ 2ldn»iniftratio»r W len. IT., Novaragaffe 27. Inserat« werden billigst berechnet. Manuskripte werden nicht retournirt. J Nr. 1 Wien, 1. Jänner 1885. 5. Jahrgang Abonnemenlseinladung. Mit 1. Jänner 1885 beginnt der 5. Jahrgang der Oesterr. Ungar. Cantoren-Zeituna, und laden wir unsere geehrten Herren Abonnenten zur Erneuerung des Abonnements unter folgenden Bedingungen ein: Kür Mereiusmitglieder: Kür Nichtmitglieder.: Ganzjährig . . . fl. 5.— Ganzjährig . . . fl. 6.— Halbjährig ... fl. 2.50 Halbjährig . . . fl. 3.— Vierteljährig. . . fl. 1.25 Vierteljährig... fl. 1 50 Monatlich . . . fl.—.45 Monatlich . . . fl. —.50 Kür das Ausland ganzjährig fl. 7.— Oe. W., 12 Mark oder 6 Nabel. Die nächste Nummer wird nur denjenigen Herren, welche bis längstens 6. Jänner den Abonnementsbetrag einsenden, zugeschickt. Wir erwarten daher von unseren geschätzten Abouitrnten-, dass sie unserer neuen C'inrLSAunh im Interesse der Ordnnng Folge geben werden, damit nicht die Znsen-- düng des Blattes unterbrochtejk werden müsse. Gleichzeitig ersuchen ׳wir unsere geehrten Herren Collegen dahin zu wirken, dass die Eantoren-Zeitnng auch von einzelnen Gemeindemitgl-iedern abonnirt werde, sowie dass die allfätlizen Co'n> cürse und Annoncen nnscrem Blatte zur Veröffentlichung gegeben werden."׳ Die Nedaction. Ukber die Mustk und die Musikinstrumente der Hebräer *). V. Der hervorragendste unter den Sängern, die vor der Bnndeslade ihren Dienst verrichtend Gottes Lob sangen, war As ja pH. Derselbe hat auch nach der Ansicht mehrerer Inter- ■*) Nebersetzung des lateinischen Werkes .״kdusurgia universalis, sive ars magna consoni et dissoni“ Von Athanasius Kircher ed• Rom 1650. Preten Psalmen componirt. Em an Haesrachi war besonders kundig im Cymbelspiel, im Blasen der Tuba und soll'in dieser Kunst selbst dem E i h a n gleichgekommen sein. Der 81. Psalm*) welcher mit den Worten יהוד! אלהי ישועתי beginnt, soll von ihm herrühren. Der Componist hat den Psalm den Söhnen Korach's gewidmet, und ihn mit seinem eigenen Namen, sowie dem der S-Äne -Korach's nberschrisben Ethan E s r a ch i, ebenfalls ein Sänger und Componist, besaß die größte Fertigkeit im Cymbelspiel. Außerdem soll derselbe mit so großer Weisheit ansgestattet gewesen sein, so dass'kein Sterblicher, ausgenommen König Salomo, für weiser als er gehalten werden konnte. Die drei Söhne Korach's Ä s i r, E l k a n a und A b i a s s a p h, berühmte Sänger, waren desgleichen mit dem Componiren von Psalmen beschäfligt. Jditb war ein außerordentlicher Sänger und der berühmteste Citherspieler, so dass ihn viele mit Orpheus vergleichen. Da es nun nachgewiesen ist, dass die ersten Sänger und Chorführer über bedeutende musikalische Kenntniße verfügten und eine große Virtuosität in der Behandlung der Instrumente besaßen, so kann auch keinesfalls gezweifelt werden, dass die Ausführung der Hymnen und Gesänge in ebenso kunstvoller Weise geschah, und es darf mit vollem Rechts angenommen werden, dass diese Musik viel wirksamer als die der Griechen und anderer späterer Völker gewesen ist. Nach dem Vorausgeschickten scheint es auch der Mühe wertst, etwas genauer auf den Styl, die Art und Weife der Psalmen einzugeheu, sowie dis Frage zu erörtern, ob die Psalmen in Prosa oder Poesie abgefasst sind. P h i l a st r i u s B r i xi e n s i s berichtet, dass es Ketzer gegeben habe, die die Behauptung aufstellten, dass David Componist profaner Gesänge gewesen sei, etn Jxrthum, der auch von Paulus S a in o s a t e n u s getheilt wird. Die Wiedertäufer unserer Zeit behaupten, dass das Buch der Psalmen nicht von David, sondern von neueren Hebräern nach Chr. Geburt geschrieben worden sei. Diese Ansicht wird schon durch das Evangelium, indem es die Psalmen *) Im lateinischen Original heißt es Pf. 81, wiewohl ans den Anfangs- Worten klar hervorgeht, dass der 88. Psalm darunter gemeint ist. 2ף7

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