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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1884-10-10 · Heft 34 (10.10.1884) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
4 (1884)
Issue
Heft 34 (10.10.1884)
Date
1884-10-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
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I Oesterreichisch-ungarische (C —ר Pränumerations-Preis für Mitglieder des ö.-u. Caritoren-Bereinc» ohne Musikbeilage viertelj. . ft. 1.— mit Musikbeil, viertelj. fl. 1.25 für Nichtmitglieder in Oesterr.» Nng. ohne Musikbeil, vierteljährig .... fl. 1.25 ׳ mit Musikbeil, viertelj. fl. 1-50 für Abonnenten im AuSIande o. Musikbeil, viertelj. fl. 1.50 mit Musikbeil, viertelj. fl. 1.76 L_ _J Organ für die Gesammt-Interessen Mischer Cnntnrev Erscheint jeden achten Tag. Begründer: Obercantor Icrkok Mcruev. ^edaeüan und A-ministratio« Wien, II., Novaragasse 27. Inserat« werden billigst berechnet. Manuskripte werden nicht retournirt. Nr. 34 Wien, 10. Oktober 1884. 4. Jahrgang Abonnements-Einladung. IS Die Oesterreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung hat mit 1. October das IV. Quartal des IV. Jahrganges begomren:-Unsere geehrten Herren Leser, Freunde und Gönner— werden daher ersucht, das Abonnement unter den an der Spitze des Blattes angegebenen Modalitäten baldigst erneuern zu wollen, damit die weitere Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Wie bisher werden wir bestrebt sein, mit aller Kraft uns für die Interessen des Cantorenstandes einzusetzen und hoffen, unser Wirken werde auch weiterhin die vollste Anerkennung unserer Collegen finden, doch wäre es dringend zu wünschen, dass dieselbe sich auch ineiner pünktlicheren Einsendung des Abonnementsbetrages manifestirte. Die Redaction. Wien, am 10. Drtober 1884. Wir erhalten von Seite eines hervorragenden Collegen eine Zuschrift, die wir ihres beherzigenswerthen Inhaltes wegen in Nachfolgendem veröffentlichen: Geehrte Redaction! ,Dem aufmerksamen Leser Ihres geschätzten Blattes, und ich rühme mich ein solcher zu sein, drängt sich eine eigenthümliche Erscheinung auf. Je weiter die österr.-ungar. Cantoren-Zeitung fortschreitet, je erfreulicher und größer der Einfluss wird, den dieselbe nicht nur in Cantorenkreisen, sondern auch in weiteren Schichten der jüdischen Bevölkerung gewinnt, je größer das Interesse ist, mit dem die Cantoren des In- und Auslandes selbst den Entwickelungsgang dieses Blattes verfolgen, um so geringer wird die Anzahl derjenigen Collegen, welche auch activ an Ihren Arbeiten Theil nehmen und nicht blos dieselben mit Beifall begleiten; desto kleiner wird die Anzahl der Cantoren. welche auf der von der österr.-ungar. Cantoren-Zeitung eröffneten Arena für die gute Sache des Cantorenthums ihre Waffe schwingen, oder an dem Bau, welchen Sie aufzuführen streben, mit Hand anlegen. Um es kurz zu sagen, die Arbeiten, die Ihr geschätztes Blatt in jeder Nummer bringt, sind zwar fast sämmtliche vortrefflich und gehaltvoll, aber leider rühren die wenigsten derselben von Cantoren her. Und das Verhältnis, welches bei Begründung des Blattes entschieden zu Gunsten der Cantoren war, ist jetzt fast umgekehrt, indem die Anzahl der mitarbeitenden Collegen fast in geometrischer Progression abnimmt. Es ist dies eine traurige Erscheinung, die Ihnen wohl selbst schon aufgefallen sein wird, die aber, wie ich finde, zu wenig oder gar nicht bis jetzt berührt wurde. Ist es nicht geradezu beunruhigend, wenn in den vitalsten Angelegenheiten unseres Standes immer weniger und weniger Diejenigen sich vernehmen lassen, welche durch ihre Erfahrung, ihre Fähigkeiten und ihr Wifien geeignet wären, in nützlicher Weise für unsere Sache auf dem Wege der Oeffentlichkeit zu wirken? Woher mag das kommen? Hat etwa das Interesse für diejenigen Bestrebungen, die uns noch vor Kurzem begeisterten, abgenommen, und ist Verdrossenheit oder Enttäuschung an dessen Stelle getreten? Wir können diese Frage mit gutem Gewissen verneinen. Wo immer es sich darum handelt, für unsere Interessen einzutreten, finden wir bei vielen Collegen genug Eifer, aber 4 V .!!

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