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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1884-06-30 · Heft 22 (30.6.1884) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
4 (1884)
Issue
Heft 22 (30.6.1884)
Date
1884-06-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Oesterreichisch-ungarische Pränumerations-Preis für Mitglieder des ö.-u. .Cantoren-Vereines ohne Musikbeilage Viertels. . fl. 1.— mit Musikbeil Viertels, ft. 1.25 für Nkchtiuitglieder in Oesterr.» Ung. ohne Musikbeil, vierteljährig .... fl. 1.25 mit Musikbeil. Viertels, fl. 1.50 für Abonnenten im AuSlande o. Musikbeil. Viertels, fl. 1.50 mit Musikbeil. Viertels, fl. 1.75 Organ kör die GeMNinit-AMMU siidiHer ttautm«. Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercantor IcrAob Mcruev. ^Redactian Administration Wien, II., Novaragasse 27. Inserate werden billigst berechnet. Manuskripte werden nicht retournirt. Nr. 22 Wien. 30. Juni 1884. 4. Jahrgang. ÄbonneMents-Einladung. Die Oesterreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung beginnt mit 1. Juli 1884 das III. Quartal des IV. Jahrganges. Unsere geehrten Herren Leser, Freunde und Gönner werden daher ersucht., das Abonnement unter den an der Spitze des Blattes angegebenen Modalitäten bis längstens IQ. 'Jttli^ertteuern^zu^wollen, -da׳..-wir>4n^ Folgen der für unser Unternehmen in bedrohlicher Weise sich aufhäufen den Rückstände gezwungen sein werden, von diesem Tage an jede weitere Zusendung des Blattes an Diejenigen, die das Abonnement nicht erneuert haben, zu sistiren. Wie bisher werden wir bestrebt sein, mit aller Kraft uns für die Interessen des Cantorenstandes einzufetzen und.hoffen, unser Wirken werde auch weiterhin die vollste Anerkennung unserer Entlegen sinden, doch wäre es dringend zu wünschen, dass dieselbe sich auch in einer pünktlicheren Einsendung des Abonnementsbetrages manisestirte. Die Redaction. Ueber ״Entwickelung des Synagogen- Gesanges". Von Obercantor Zi. Singer in Wien. XVI. Es erscheint nun genügend ktargetegt, dass als Ausgangs- Punkt der modernen Synagogenyesangs - Verhältniße die Seitenftetten-Synagoge zu Wien und als Ordner derselben .Sulz er* zu betrachten sei; nichtsdestoweniger ist es unsere Pflicht, noch zwei Männer vorzusühren, welche beim Baue redlich mitgeholfen und denen selbstverständlich auch die ihnen gebührende fachmännische Würdigung nicht vorenthalten werden darf. Man konnte unmöglich an eine musikalische Bearbeitung bestimmter Gebelftücke schreiten, bevor das Gebetbuch des ganzen Jahres geordnet, bevor die Texte der verschiedenen Casualien zweckentsprechend angegeben waren, und wem anders könnte die meisterhafte, noch heute hochgeschätzte Ausführung dieser heiligen Aufgabe zugeschrieben werden, als dem berühmten, nun längst 1 beimgegangenen Prediger Mannheimer זצ׳ל, der gewiis tu beträchtlichem Maße an den Errungenschaften der Wiener Synagogen-CultuSverhältniße zu partizipiren berechtigt ist. Setzen wir nun voraus, die Gesänge, wie dieselben im Schir Zion I später veröffentlicht erschienen, waren alle geordnet und dem Gottesdienste einvsrleibt, so gewinnen wir erst einen Uebe:blick über den von Sulzer allein vertretenen, gottesdisnstlichen Theil. Schir ZionI beginnt mit einem L’cho dodi; wo ist die Andeutung dafür, wie das Mincha-, Maariw- und Schacharith- Gebet. an Wochentagen zeitgemäß vorzutrazen sei? Wo die Ouellen für die moderne, gesangliche Ausführung der Gebetstücke an Fasttagen und bei den vom zweiten Cantor zu verrichtenden gottesdienstlichen Functionen? — Vergebens forschen wir im Schir Zion I nach diesen erwähnten Stellen und dennoch ist es allgemein bekannt, dass dieses angedeutete Gebiet des Gottesdienstes seit Jahrzehnten schon in der Wiener Seitenstetten- Synagoge in geradezu mustergiltiger Weise vertreten ist. Der Vorgänger im Amte Sulzer's, Nabbi Koppel Mark- 1 breiter, der beim Amtsantritte Sulzer's diesem als Aushilfs-

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