Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 4 (1884)
- Issue
- Heft 6 (15.2.1884)
- Date
- 1884-02-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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blos 4000 fl. unmöglich den Entgang von 18000—20000 fl., ersetzen könnte. Nun lese man uachstehenden Passus, den die Bittsteller an jene angebliche Rechtlosigkeit knüpfen: »Es ist dies in der That eine Nechtslostgkeit, die den Verordnungen der hohen Regierung Hohn spricht und es muß sich die Frage von selbst aufwerfen, wer eigentlich in Oesterreich eine größere Macht und Autorität besitzt, ob die Regierung oder die Indenorgane? (!) Es ist überflüssig auseinander zu setzen, dass die Iudengemeiuden auch nicht den allergeringsten Rechtstitel, noch irgend welche Autorisation besitzen eine Schlachtgebühr einzuheben, denn dieses Recht folgt weder aus dem Wesen einer Cultusgemeinde, noch gehört dasselbe in den Wirkungskreis eines Vorstandes (wirklich??) es ist eine schreiende RechtSusurpirung, Steuern auszuschreiben, was nur in den Wirkungskreis der gesetzgebenden Körper gehört. Es gehört wirklich die den Juden eigene Selbüberschätzung (sie.) dazu, um gesetzwidrig und das ausdrückliche Verbot der Be- Hörden mißachtend, eigenmächtige Steuern in Form von Gebühren niederzuschreiben. Sollte es nur eine weltiche Gemeinde wagen, irgend eine Steuer den Einwohnern aufzulegen und wir würden sehen, was für ein Geschrei entstehen würde und die ersten darunter wären diejenigen, welche jetzt Schächtergebühren auflegen". Das schreibt nicht Herr Merunowicz, das schreiben Krakauer Juden, freilich nur jüdische Gänseverschleißer, um ihren Verschleiß zu heben. Ob durch rasche Einstellung der wesentlichen Einnahme der Gemeinde, dieselbe in Erfüllung ihrer wichtigsten religiösen Zwecke gelähmt, ob hierdurch Hunderte Familien brodlos gemacht, und ob die wichtigsten Functionen der Gemeinde eingestellt werden müßten; das ist für diese Leute, welche jene ebenso unsinnige als giftige Tiraden gedroschen haben, gleichgiltig. Washington. Große Erregung hat dahier die Nachricht hervorgerufen, dass ein jüdischer junger Mann Namens Richard Wagner, geboren in Lodz (Rußland), welcher aber naturalisirter Bürger der Vereinigten Staaten ist, von der russischen Negierung, als derselbe seinen Geburtsort besuchte, arretirt und nach Sibirien gebracht wurde, weil er angeblich in Rußland seiner Militärpflicht nicht genügt habe. Der Deputirte des Congresses, Herr Harner in Cincinnati, hat über diese Angelegenheit an das Staatsdepartement berichtet und dasselbe zur Ergreifung der nöthigeu Schritte aufgeforderr. Stellenveränderungen. College Schulhof ist in Gewitsch als Cantor acceptirr worden. College Frank ist von Preßburg nach Krems nbersiedelt. College Eigner wurde von Enzersdorf nach Klosterneuburg berufen. (Allen Herren Collegen wünschen wir den besten Erfolg in ihren neuen Stellungen. Die Nedaction). Oonc־u.rs. In der Pakser aut. ortk. isr. Gemeinde ist am 1. Mai die Stelle eines sehr tüchtigen Yorbeters שרב וקרא der zugleich in den üblichen Landessprachen das Notariat zu versehen vollkommen befähigt ist, mit dem Jahresgehalte von 500 fl., freier Wohnung und Neben-Emolumenten zu besetzen. Refleetirende, die mit קבלות von drei anerkannten orth. Rabbinern versehen sind, wollen bis 1. April zum Probevortrag erscheinen. Reisespesen werden nur dem c ceptirten vergütet. Ignatz Freund, Präses. Gründungs- und Vereinsbertrage. S. Moor, Prag, halbjährigen Beitrag; I. L. Schlesinger, Essegg, halbjährigen Beitrag; Jgn. Blau, Essegg, halbjährigen Beitrag; A. Nähnadl, Libochowitz, vierteljährigen Beitrag- M. Wodak, Göding, vierteljährigen Beitrag; Moriz Thaler, Oedenburg. halbjährigen Beitrag; Z. Weinberger, Prag, halb׳ jährigen Beitrag; S. Friedmann, Piwnitza, vierteljäbr. Beitrag; Carl Grünfeld, Gaudenzdorf, halbjährigen Beitrag; W. Stein- Postlberg. dreivicrteljährigen Beitrag; I. Schäfer, Baden, halbjährigen Beitrag. A. Fischer, Cassier. Aviso! Da die zahlreich aufgelaufenen Rückstände von vielen Abonnenten trotz eindringlicher Mahnungen nicht beglichen wurden, sahen wir uns veranlasst, einen Theil der Forderungen unserem Vertreter zu übergeben. Wir stellen nun nochmals an diejenigen Herren Abonnenten, welche mit ihrem Abonnementsbetrage mehr als ein halbes Jahr im Rückstände sind, das Ersuchen, ihre Rückstände ehestens zu begleichen, da sie sich sonst bedeutende Mehrkosten ver- Ursachen würden. Die Administration der öfterr.-ungar. Cantoren-Zeitung. Gorrefpondenz der Nedaction. Collegen Sch. in B-, H. in A-, Eib.-in D., R. in SzeZ-, S. in D-, Er. nnd Adl., in N.-B., Kl. in Sz-, St. in Fr., Gr. in T., W. in Neup., Str. in Gl., (Preußen) St. in Gr.-M bestätigen dankend die enigesandten Beträge. L. G. in TemeSvar. Neber die Aufnahme Ihres Artikels können wir erst nach Einsichtnahme in die ganze Arbeit entscheiden. Wir ersuchen also auch den Schluß einzusenden. H. in Amst. Wir haben v. H. Cassier Fischer ihren eingesandten Betrag erhalten, welchen wir dankend bestätigen. Colleg. Gruß. K. in K. Ihr Eingesandtes ist nicht verwendbar. -23. in G. Ihr Abonnementsbetrag haben Sie immer nachhinein gesendet. Gruß. Rab. in Kow. Wir werden die Zusendung des Blattes nicht sistiren. Ihr Rückstand beträgt fl. 3.50. Gruß. St. in Frzb. Die Compositionen der letzten Mufikbeilage von Löwenstamm können auch vom Cantor allein vorgetragen werden. Die Redaclion. Lei dem Gefertigten ist die Stelle eines Rassisten zu besetzen. Derselbe muss eiue kräftige Bassstimme und musikalische Bildung besitzen und auch im polnischen Gesang versirt sein. Gehalt 8 bis 10 fl. monatlich und ganze Verpflegung im Hause des Gefertigten. Hebeneinkommen bedeutend. Reflectanten wollen ihre Gesuche sammt Zeugnissen baldigst einsenden. K1 aus en b u rg, 15. November 1888. S, Altheim, Obercantor der isr. orthodoxen Gemeinde. mrzr: